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Sehnsucht nach dem Jenseits

Wünscht sich Papst Benedikt den Tod? Vertrauter Gänswein äußert sich

Erzbischof Georg Gänswein
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Der emeritierte Papst Benedikt XVI. (l) sitzt neben seinem Privatsekretär Georg Gänswein.

Rom - Der emeritierte Papst Benedikt XVI. sehnt nach eigener Aussage den Tod auf der Erde herbei und hofft auf ein baldiges Wiedersehen mit seinen Freunden im Jenseits.

  • Papst Benedikt hat ein Kondolenzschreiben an einen ehemaligen Professorenkollegen verfasst.
  • Darin schreibt der Papst, dass er hoffe, sich bald im Jenseits dazugesellen zu können.
  • Der Pontifex äußerte sich über das Ableben seines Kollegen tief getroffen.
  • Zu dem angeblichen Todeswunsch hat sich sein längjähriger Vertrauter Gänswein geäußert.

In einem Kondolenzschreiben für seinen ehemaligen Professorenkollegen Gerhard Winkler wurde der 94-Jährige zitiert: „Nun ist er im Jenseits angelangt, wo sicher schon viele Freunde auf ihn warten. Ich hoffe, dass ich mich bald hinzugesellen kann.“

Papst Benedikt mit Beileidschreiben

Das Beileidsschreiben, das auf den 2. Oktober datiert ist, wurde vom Zisterzienserstift Wilhering in Österreich am Dienstag (19. Oktober) der Öffentlichkeit zu Verfügung gestellt. Winkler, der ein langjähriger Weggefährte des Papstes war, ist Ende September im Alter von 91 Jahren verstorben. In den 70er Jahren waren er und Joseph Ratzinger, der spätere Papst Benedikt, Professoren an der Universität Regensburg.

Der Pontifex, der aus Marktl im Landkreis Altötting stammt, zeigte sich „tief getroffen“ von der traurigen Kunde aus unserem Nachbarland. „Unter allen Kollegen und Freunden stand er mir am nächsten. Seine Heiterkeit und sein tiefer Glaube haben mich immer angezogen.“ Danach folgt eine Passage in der auch Benedikt seinen Todeswunsch äußert. Er schreibt, dass er hoffe, sich im Jenseits „bald hinzugesellen“ zu können.

Vertrauter äußert sich

Der emeritierte Papst Benedikt hat nach Aussage seines Privatsekretärs Georg Gänswein keine Todessehnsucht. Der Erzbischof trat den Interpretationen entgegen, die nach einem Kondolenzschreiben des 94-Jährigen für einen gestorbenen Freund aufkamen. Das Schreiben sei „lieb gemeint und kommt von Herzen“, sagte Gänswein der „Bild“ am Donnerstag, „ist aber nicht damit zu übersetzen, dass Papst Benedikt keine Lust mehr hat, zu leben. Im Gegenteil.“

Angesichts des hohen Alters und der körperlichen Verfassung bereite sich Benedikt zwar „bewusst auf den Tod vor“, sagte der Vertraute des Pontifex. „Das macht Papst Benedikt seit vielen Jahren. Dennoch ist er absolut lebensfroh. Stabil in seiner physischen Schwäche, glasklar im Kopf und gesegnet mit seinem ihm typisch-bayerischen Humor.“

So lebt Papst Benedikt nach seiner Amtsniederlegung

Der frühere Papst lebt seit seiner Amtsniederlegung im Jahre 2013 in einem Kloster in den vatikanischen Gärten. Im vorigen Jahr starb bereits sein Bruder Georg Ratzinger in Bayern. Vor dessen Tod reiste Benedikt noch einmal in seine Heimat, um den Bruder in Regensburg zu sehen.

nt mit Material der dpa

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