Generalaudienz am Petersplatz

Papst-Abschied: Hunderttausende Gläubige erwartet

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Papst Benedikt XVI. nimmt am Mittwoch mit einer letzten Generalaudienz am Petersplatz Abschied

Rom - Papst Benedikt XVI. nimmt am Mittwoch mit einer letzten Generalaudienz am Petersplatz Abschied. Dazu werden mehr als 250.000 Gläubige erwartet. Wie es für den Papst danach weitergeht:

Zum letzten großen öffentlichen Auftritt von Papst Benedikt XVI. werden am heutigen Mittwoch in Rom Zehntausende Menschen erwartet. Der Radiosender B5-aktuell spricht unter Berufung auf italieniesche Medien sogar von weit über 250.000 Gläubigen, die auf dem Petersplatz erwartet werden. Dorthin musste die Generalaudienz wegen des großen Andrangs verlegt werden. Papst Benedikt XVI. wird unter anderem von einem offenen Jeep aus, der ihn länger als sonst durch die Menge fahren wird, Abschied von seinen vielen Anhängern nehmen. Auch viele Pilger aus Deutschland und einige Prominente haben sich dafür auf den Weg nach Rom gemacht. Unterdessen laufen im Vatikan auch die Vorbereitungen für Benedikts Rücktritt am Donnerstag und die anschließende Papstwahl.

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Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer

Papst wird am Nachmittag mit Hubschrauber aus Rom geflogen

Es wird eine emotionale letzte Audienz erwartet, bevor am Donnerstag Benedikts Pontifikat endet. Am späten Nachmittag ist für ihn der Trubel rund um seine letzten Tage als Papst vorbei. Dann wird der 85-Jährige mit einem Hubschrauber zur päpstlichen Sommerresidenz Castel Gandolfo vor den Toren Roms fliegen.

Sein letzter öffentlicher Akt wird dann um 17.30 Uhr ein Abschiedsgruß an die Gläubigen der Diözese Albano von der Loggia der Residenz Castel Gandolfo aus sein. Mit dem offiziellen Ende des Pontifikats um 20.00 Uhr stellt auch die Schweizer Garde ihren „öffentlichen Dienst“ für den Papst ein. Die Sicherheit Benedikts ist aber garantiert, die Gendarmerie wird ihren Wachdienst fortsetzen.

Nicht vor Anfang nächster Woche soll dann die Kardinalsversammlung in Rom zusammenkommen, um die Papst-Wahl im März vorzubereiten und über den Beginn des Konklaves zu entscheiden, erklärte Papst-Sprecher Federico Lombardi. Benedikt hatte es den Purpurträgern in einem Schreiben zum Konklave freigestellt, die Papst-Wahl vorzuziehen. Nach seinem Rücktritt wird sich Benedikt „Emeritierter Papst“ oder „Römischer emeritierter Pontifex“ nennen, wie Lombardi am Dienstag sagte. Man werde sich an Joseph Ratzinger aber weiterhin auch mit der Anrede „Eure Heiligkeit“ wenden können. Es sei Benedikts Entscheidung gewesen. Nach seinem Rücktritt am Donnerstag wird der 85-Jährige außerdem den „einfachen weißen Talar“ anziehen.

Hier können Sie mit der Vatican-Webcam den Petersplatz sehen

Papst Benedikt hatte am 11. Februar völlig überraschend seinen Rücktritt zum Ende des Monats angekündigt. Seine Kräfte ließen nach, sagte er zur Begründung. Er ist der erste Papst seit Jahrhunderten, der sein Amt freiwillig aufgibt.

dpa

will Benedikt am Mittwoch persönlich Grüße überbringen, Erzbischof Robert Zollitsch wird die Deutsche Bischofskonferenz bei der Audienz vertreten. Aus Benedikts Heimat Bayern haben sich Hunderte Pilger auf den Weg nach Rom gemacht. Auch einige Dutzend Gebirgsschützen sind dabei, eine Blaskapelle aus Traunstein will zum Abschied ein Ständchen auf dem Petersplatz geben. Trachtler aus dem Freistaat wollen Benedikt mit blau-weißen Farben noch einmal ein Stück Heimat nach Rom bringen.

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