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News-Ticker

Omikron-Variante: RKI empfiehlt „maximale Kontaktbeschränkungen“ ab sofort

Die Omikron-Variante des Coronavirus breitet sich weltweit aus. Nun ändert das RKI seine Empfehlungen.

Update, 12.40 Uhr: Angesichts der Gefahren durch die Omikron-Variante des Coronavirus empfiehlt das Robert-Koch-Institut ab sofort „maximale Kontaktbeschränkungen“. In einer am Dienstag veröffentlichten aktualisierten Fassung seiner Corona-Strategie listet das Institut eine Reihe von Maßnahmen auf, die sofort beginnen und zunächst bis Mitte Januar beibehalten werden sollten. Darunter sind eine maximale Geschwindigkeit bei der Impfung der Bevölkerung, eine Reduzierung des Reisens auf das „unbedingt Notwendige“ sowie eine „intensive Begleitkommunikation zum Verständnis der Maßnahmen“.

Update vom Dienstag, 21.12.2021, 6.22 Uhr: Omikron hat sich in den USA binnen kurzer Zeit zur vorherrschenden Corona-Variante entwickelt. Schätzungen zufolge entfielen rund 73 Prozent der neuen Corona-Fälle in der vergangenen Woche auf Omikron, wie am Montag (20.12.2021, Ortszeit) aus Daten auf der Webseite der US-Gesundheitsbehörde CDC hervorging. Auch mit Blick auf diesen sprunghaften Anstieg wollte sich US-Präsident Joe Biden am Dienstag mit einer Rede an die Menschen im Land wenden und neue Maßnahmen verkünden. Dabei dürfte es vor allem um Unterstützung für Krankenhäuser gehen - von einem Herunterfahren des öffentlichen Lebens wurde nicht ausgegangen.

Omikron hat nun Delta, die zuvor vorherrschende Variante, auf den zweiten Platz verdrängt. Die Delta-Mutante machte den CDC-Schätzungen zufolge zuletzt noch etwa ein Viertel der Neuinfektionen aus. In manchen Bundesstaaten ist Omikron gar schon für mehr als 90 Prozent der Fälle verantwortlich. Noch in der Woche bis zum 11. Dezember war Omikron schätzungsweise für lediglich rund 12,6 Prozent der Infektionen in den USA verantwortlich gewesen.

„Dieser starke Anstieg ähnelt dem, der in anderen Ländern zu beobachten ist“, erklärte die Chefin der CDC, Rochelle Walensky. In Deutschland dürfte eine ähnlich rasante Entwicklung bevorstehen: Hier verdoppelt sich die Omikron-Inzidenz laut dem neuen Corona-Expertenrat der Bundesregierung etwa alle zwei bis vier Tage.

Die Corona-Variante Omikron gilt im Vergleich zu weiteren Mutationen von Sars-CoV-2 als infektiöser. (Symbolfoto)

Omikron-Variante: RKI verschärft Risikobewertung – auch für Geimpfte und Genesene

+++ 22.05 Uhr: Angesichts der sich schnell ausbreitenden Omikron-Variante des Coronavirus hat das Robert Koch-Institut am Montag seine Risikobewertung verschärft. Insgesamt schätzt das RKI die Gefährdung für die Gesundheit der Bürger als „sehr hoch“ ein. Sogar zweifach Geimpfte und Genesene sind demnach einem hohen Risiko ausgesetzt. Die Gefahr einer Erkrankung für dreifach Geimpfte wird als „moderat“ angegeben. Für Ungeimpfte ist die Infektionsgefahr „sehr hoch“.

Wegen der rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante befürchtet das RKI eine „schlagartige Erhöhung der Infektionsfälle“ und eine schnelle „Überlastung des Gesundheitssystems“. Ziel müsse es nun sein, die Dynamik der Ausbreitung von Omikron durch Kontaktbeschränkungen und weitere Maßnahmen „zu bremsen, schwere Erkrankungen und Todesfälle zu minimieren und das Gesundheitswesen zu entlasten“.

Die Sieben-Tage-Inzidenzen seien derzeit in allen Altersgruppen sehr hoch und liegen auch deutlich höher als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, insbesondere in der Gruppe der Ungeimpften. Auch die Zahlen der im Krankenhaus wegen Covid-19 behandelten Menschen sowie die Todeszahlen sind laut RKI auf einem hohen beziehungsweise sehr hohen Niveau. Zudem ließen sich Infektionsketten kaum mehr nachvollziehen, da Ausbrüche in vielen verschiedenen Umfeldern auftreten.

Omikron-Variante: Britische Regierung zögerlich mit Corona-Maßnahmen

+++ 19.45 Uhr: Trotz der sich rasant ausbreitenden Omikron-Variante bleibt die britische Regierung zögerlich, was neue Corona-Maßnahmen angeht. „Wir haben beschlossen, dass wir die Daten von jetzt an unter ständiger Beobachtung halten und sie stündlich bewerten sollten“, sagte Premierminister Boris Johnson am Montag nach einer mehrstündigen Sitzung seines Kabinetts in London. Die Regierung behalte sich aber weitere Maßnahmen vor, um den Gesundheitsdienst zu schützen. Am Montag registrierte das Land mehr als 90.000 Neuinfektionen. In England und Schottland ist die Omikron-Variante bereits jetzt dominant. Deutschland hat die Einreise aus Großbritannien drastisch beschränkt und die Insel erneut zum Virusvariantengebiet erklärt.

Ohne schärfere Maßnahmen drohen nach Ansicht des britischen Expertenrats Sage allein in England 3000 Krankenhauseinweisungen pro Tag und die Überlastung des Gesundheitssystems. Trotzdem setzt die britische Regierung weiterhin vor allem auf das Booster-Programm mit Impfstoffen und die freiwillige Zurückhaltung der Menschen.

Acht Prozent der Menschen in Afrika gegen Corona geimpft – 44 Prozent weltweit

+++ 19.20 Uhr: Tedros Adhanom Ghebreyesus, Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), hat die Auffrischungsimpfungen gegen Corona in einigen wohlhabenden Ländern kritisiert. Die „sehr aggressiven Boosterkampagnen gegen Covid-19“ würden in einigen Nationen vorangetrieben, „ohne die globale Ungleichheit bei den Impfungen zu beachten“, so Tedros am Montag in Genf.

So sei es laut Tedros „nicht richtig“, bei Kindern bereits zum jetzigen Zeitpunkt den Impfschutz gegen Corona aufzufrischen. Anstatt bereits geimpfte Kinder in reichen Staaten zu boostern, sollten laut des WHO-Generaldirektors ältere Menschen in armen Ländern eine Immunisierung erhalten. Grundsätzlich betonte Tedros jedoch, lehne er das Boostern zum jetzigen Zeitpunkt nicht prinzipiell ab.

Der aus Äthiopien stammende WHO-Chef bezog sich mit seinen Äußerungen auf die globale Ungleichheit bei der Verteilung und Verabreichung der Impfstoffe zwischen armen und wohlhabenden Staaten. Erst kürzlich hatte Tedros erklärt, dass in den Staaten Afrikas lediglich acht Prozent der Bevölkerung vollständig gegen Corona geimpft seien – im Gegensatz zu 44 Prozent weltweit. Fachleute gehen davon aus, dass ein Impfstoff-Mangel in armen Ländern die Verbreitung neuer Corona-Varianten begünstigt*.

Omikron: Variante breitet sich aus - Neue Maßnahmen geplant

+++ 16.00 Uhr: Bund und Länder beraten am Dienstag auf dem Corona-Gipfel die weitere Strategie. Was geplant ist, wurde bereits am Montag in der Beschlussvorlage der Bund-Länder-Beratungen bekannt.

+++ 14.15 Uhr: Neben neuen Kontaktbeschränkungen soll am Dienstag auf dem Corona-Gipfel von Bund und Ländern ein „Notfallplan“ erarbeitet werden, um Deutschland weiter am Laufen zu halten, falls sehr viele Menschen sich mit dem Coronavirus infizieren würden. Das sagte Hendrik Wüst, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen am Montag im „Morgenmagazin“ der ARD. Hintergrund dessen ist die Omikron-Variante von Sars-CoV-2, worauf es sich laut Wüst vorzubereiten gilt. Diese mahne zur „absoluten Wachsamkeit“. „Es muss Notfallpläne geben, um einen stabilen Betrieb fortzusetzen von allem, was Daseinsvorsorge ist“, sagte er. Als Beispiele nannte er Strom- und Wasserversorgung, die Müllabfuhr und den Gesundheitssektor.

Teil es „Notfallsplanes“ sind einem Medienbericht zufolge Reserveplanungen aller betroffenen Ressorts und Bundesländer, die bereits derzeit erarbeitet würden. Das berichtet die Bild-Zeitung mit Verweis auf Angaben aus Regierungskreisen. Den Auftrag hätten die Verantwortlichen vom Bundeskanzleramt erhalten. Ziel dessen sei es, einen „Notbetrieb“ garantieren zu können, wie bereits Wüst andeutete.

+++ 11.30 Uhr: Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat vor einer „Explosion der Fallzahlen“ angesichts der sich ausbreitenden Omikron-Variante gewarnt. Er betont bei Bild TV, dass Modellierungen der Wissenschaft ab Januar ein solches Szenario zeigen würden. Entsprechende Maßnahmen, welche man auf dem Corona-Gipfel am Dienstag besprechen werde, seien deshalb dringend notwendig. Der exponentielle Anstieg sei sehr wahrscheinlich durch Omikron dominiert.

Damit spielte Lauterbach auf die hohe Infektiosität durch die Corona-Variante an. Kürzlich veröffentlichte Studien zu einem Omikron-Ausbruch auf einer Weihnachtsfeier in Norwegen zeigten, dass die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung vor allem unter jüngeren Menschen hoch sei (s. Update v. 19.12.2021, 12.00 Uhr).

Omikron-Variante: Habeck spricht von neuen Kontaktbeschränkungen - auch für Geimpfte

+++ 10.00 Uhr: Vizekanzler Robert Habeck rechnet angesichts der Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus mit deutlichen zusätzlichen Einschränkungen Anfang Januar. Er gehe davon aus, dass dies „Gegenstand der Beratungen“ auf dem Corona-Gipfel am Dienstag ist „und dass das dann auch verabredet wird für den Januar“, sagte Habeck am Montagmorgen im Deutschlandfunk. Ein umfassender Lockdown solle aber möglichst vermieden werden.

„Ich denke, wir haben noch andere Möglichkeiten, differenzierter vorzugehen“, sagte dazu Habeck. Er sei sich allerdings sicher, „dass Clubs und Diskotheken schließen werden“ und „dass wir die Kontakte auch für Geimpfte in Innenräumen reduzieren werden“. Verschärfungen seien wohl unvermeidbar. „Wir müssen sicherlich nachschärfen bei den Maßnahmen“, sagte der Grünen-Politiker.

Omikron-Variante: Neue Kontaktbeschränkungen für Geimpfte wahrscheinlich

Habeck warnte davor, Entscheidungen zu verschleppen. „Wir müssen sehen, dass wir nicht den Fehler machen wie bei den Wellen bevor: Erst alles eskalieren lassen und dann sagen, oje, wie beschränken wir die Kontakte“, warnte der Vizekanzler und Bundeswirtschaftsminister.

Das Ziel sei, „nicht das ganze private und öffentliche Leben, in den Schulen, in den Städten und den Dörfern, am Arbeitsplatz lahmzulegen“, sagte Habeck. Mit einem solchen harten Lockdown solle man „nicht leichtfertig sein“. Wenn es dagegen gelinge, frühzeitig die Kontakte in den Innenräumen zu verringern, die „ohnehin die Haupttreiber der Infektionen“ seien, und wenn konsequent FFP2-Masken getragen würden, „dann bleibt uns das Andere hoffentlich erspart“, äußerte sich Habeck zuversichtlich. Die Regierenden von Bund und Ländern wollen am Dienstag in einer Schaltkonferenz über das weitere Vorgehen beraten.

Omikron: Corona-Lage vor Eskalation - „Geht über all das hinaus, was wir bisher erlebt haben“

Update von Montag, 20.12.2021, 3.30 Uhr: Angesichts der rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante hat die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) vor einer Eskalation der Lage in deutschen Krankenhäusern gewarnt. „Wenn sich die Prognosen bestätigen, wonach die Omikron-Variante sehr viel ansteckender ist als Delta und auch der Impfschutz gegen schwere Verläufe bei nicht geboosterten Menschen schwächer ist, werden wir es im schlimmsten Fall mit einer großen Zahl gleichzeitig schwer erkrankter Patienten zu tun haben“, sagte der DKG-Vorstandsvorsitzende Gerald Gaß der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (20.12.2021).

Für die Krankenhäuser wäre dies eine weiter verschärfte Lage, „die über all das hinausgeht, was wir bisher erlebt haben“, warnte Gaß. „Diese fünfte Welle würde uns nach den Berechnungen der Wissenschaftler treffen, noch bevor die aktuell hohe Belegung auf den Intensivstationen deutlich gesunken ist“, sagte er der Zeitung.

Omikron: Ausbruch auf Weihnachtsfeier - Drosten bemängelt ein Detail

+++ 19.30 Uhr: Der Corona-Expertenrat der Bundesregierung hat seine Empfehlungen zum Umgang mit der Omikron-Variante des Coronavirus* vorgelegt. Die Fachleute fordern in der Stellungnahme die rasche Einführung von Kontaktbeschränkungen. Diese sollten „bereits in den kommenden Tagen“ greifen. „Wirksame bundesweit abgestimmte Gegenmaßnahmen zur Kontrolle des Infektionsgeschehens“ seien vorzubereiten. Der Expertenrat erwarte unter anderem eine erhebliche Belastung der Krankenhäuser.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte kurz zuvor erklärt, dass es in Deutschland über Weihnachten keinen Lockdown geben werde. „Nein, einen Lockdown wie in den Niederlanden vor Weihnachten - den werden wir hier nicht haben“, sagte Lauterbach der ARD im Bericht aus Berlin.

Corona-Pandemie: Christian Drosten äußert sich zu Omikron-Ausbruch in Oslo

+++ 13.30 Uhr: Virologe Christian Drosten von der Berliner Charité hat sich ebenfalls zu den Untersuchungen des Omikron-Ausbruchs in Oslo geäußert. Der Forscher teilte via Twitter mit: „Der Oslo-Ausbruch. Praktisch alle Infizierten doppelt geimpft und trotzdem symptomatisch, die Hälfte mit Fieber.“

Dazu schrieb er „niemand geboostert“ – und hob hervor, dass 96% der Weihnachtsfeiergäste doppelt geimpft waren. Dennoch kam es zu 66 Infektionen unter den geladenen Gästen. 53 weitere Fälle wurden bei weiteren Gästen des Restaurants festgestellt (s. Update v. 12.00 Uhr).

Omikron: Corona-Ausbruch auf Weihnachtsfeier in Studie untersucht

+++ 12.00 Uhr: Auf einer Weihnachtsfeier im norwegischen Oslo ist es Ende November zu einem Corona-Ausbruch gekommen. Nun werden neue Details dazu bekannt: 66 von 117 Gäste infizierten sich laut übereinstimmenden Medienberichten mit der hochinfektiösen Omikron-Variante von Sars-CoV-2. Bei weiteren 15 ist noch unklar, mit welcher Variante sie sich ansteckten. Das Brisante daran: 96% der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Weihnachtsfeier waren doppelt geimpft.

Ein Partygast war offenbar zwei Tage vor der Party aus Südafrika zurückgekehrt, wo er sich wohl mit Omikron infiziert hatte. Zum Zeitpunkt der Veranstaltung war das noch unklar. Vor Beginn hatten sich eigentliche alle Gäste per Schnell- oder PCR-Test auf das Coronavirus getestet. Das norwegische Institute of Public Health hat den Corona-Ausbruch genauer untersucht: Im Durchschnitt war die letzte Impfung bei den Partygästen 79 Tage her, keiner der Gäste wurde zuvor geboostert.

In 91% der Omikron-Infektionen zeigte sich ein relativ milder Verlauf, was vor allem auf die doppelte Corona-Impfung zurückzuführen ist. Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen, Halsschmerzen und Müdigkeit traten auf. Als Inkubationszeit beobachteten die Forschenden drei Tage, was deutlich geringer im Vergleich zu anderen Corona-Varianten ist, jedoch zur Tatsache passt, dass die Testung im Vorfeld der Party nicht anschlug. Neben den 66 definitiv festgestellten Omikron-Infektionen unter den Partygästen wurden 53 weitere Ansteckungen unter Gästen festgestellt, die sich im selben Restaurant aufhielten. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gehen davon aus, dass es Kontakt mit Partygästen gab. Das Fazit der Studie lautet: „Die vorläufigen Ergebnisse unserer Ausbruchsuntersuchung deuten darauf hin, dass die Omikron-Variante unter vollständig geimpften jungen Erwachsenen und Erwachsenen mittleren Alters hochgradig übertragbar ist.“

„Omikron ist schnell“: Neuer Krisenstab in Österreich

+++ 10.00 Uhr: In Österreich hat die Regierung die neue Krisenstab-Koordination vorgestellt. Bundeskanzler Karl Nehammer will, ähnlich wie die neue Ampel-Koalition in Deutschland, Fachleute aus der Wissenschaft zukünftig stärker einbeziehen. Zentrale Aufgabe des neuen Krisenstabes sei die Eindämmung der Corona-Pandemie. Vor allem die Omikron-Variante sei eine Gefahr. „Omikron ist schnell, wir müssen schneller sein“, sagte Katharina Reich, die im Krisenstab für den medizinischen Bereich zuständig ist.

Update von Sonntag, 19.12.2021, 7.30 Uhr: Die Niederlande gehen in einen Lockdown. Hintergrund der Corona-Maßnahme ist laut Angaben der Regierung die mögliche Ausbreitung der Omikron-Variante. „Es ist unvermeidbar“, sagte Ministerpräsident Mark Rutte am Samstagnachmittag.

Omikron-Variante: Bundesregierung stuft Großbritannien als Virusvariantengebiet ein

+++ 22.45 Uhr: Die Bundesregierung stuft Großbritannien als Virusvariantengebiet ein. Das gab das Robert Koch-Institut am Samstagabend (18.12.2021) bekannt. Zum Schutz vor einer schnellen Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus wird Großbritannien von der Bundesregierung ab Montag (20.12.2021) mit der höchsten Kategorie der Corona-Risikokategorie bewertet. Sie gilt laut RKI voraussichtlich bis 3. Januar 2022. Eine Verlängerung sei möglich, hieß es.

Damit wird die Einreise über Straße, Wasser und Luft aus Großbritannien nach Deutschland erheblich eingeschränkt. Unter anderem gilt eine verlängerte Quarantänezeit nach der Einreise von 14 Tagen (statt zehn Tagen bei Hochrisikogebieten), die auch für geimpfte und genesene Personen gilt. Bei der Einreise aus einem Hochrisikogebiet genügt ein 3G-Nachweis, um sich von der Quarantäne zu befreien. Fluggesellschaften dürfen im Wesentlichen nur noch deutsche Staatsbürger oder in Deutschland lebende Personen von Großbritannien nach Deutschland befördern. 

Omikron-Variante in Großbritannien: Wissenschaftler gehen von großer Dunkelziffer aus

+++ 22.38 Uhr: Wissenschaftler gehen derweil davon aus, dass deutlich mehr Menschen in Großbritannien mit der Omikron-Variante infiziert sind als bislang offiziell gemeldet. So gut wie sicher sei es, dass sich dort täglich Hunderttausende mit der Mutation ansteckten. Dies geht aus Protokollen einer Sitzung einer Gruppe von wissenschaftlichen Beratern der Regierung in London mit. Die Zahl der Hospitalisierungen dürfte in den nächsten Tagen steigen.

Die derzeitigen Daten zu den Einweisungen in Krankenhäuser entsprächen wahrscheinlich nur einem Zehntel der tatsächlichen Zahl, da die Berichte hinterherhinkten. Modellierungen zufolge drohen ohne weiteren Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie mindestens 3000 Einweisungen in Kliniken pro Tag in England.

Omikron-Variante: London ruft Katastrophenfall aus

+++ 18.38 Uhr: Die britische Hauptstadt London hat wegen der Omikron-Variante des Coronavirus am Samstag (18.12.2021) den Katastrophenfall ausgerufen. „Der Anstieg der Omikron-Fälle in unserer Hauptstadt ist sehr besorgniserregend“, teilte Bürgermeister Sadiq Khan mit. „Deshalb rufen wir erneut den Katastrophenfall aus.“ Khan verwies darauf, dass die Zahl der Covid-Patienten in den Krankenhäusern wieder massiv steigt. Insgesamt gibt es in Großbritannien rund 25.000 bestätigte Omikron-Fälle. In London hat die neue Virus-Variante somit bereits die Delta-Variante verdrängt.

Bereits Anfang Januar 2021 hatte die Stadt wegen der Corona-Pandemie den Katastrophenfall ausgerufen. Zu diesem Zeitpunkt stand das Gesundheitssystem kurz vor dem Kollaps. Bürgermeister Khan rief nun alle Menschen in London dazu auf, sich schnellstmöglich impfen zu lassen. In etlichen britischen Städten wurden die Impfzentren wieder geöffnet – etwa in Stadien oder auf Weihnachtsmärkten. Dort kann man sich auch ohne Termin impfen lassen.

Omikron-Variante sorgt in Großbritannien für Personalmangel in Kliniken

+++ 17.16 Uhr: Aufgrund der rapiden Ausbreitung der Omikron-Variante in Großbritannien warnen britische Mediziner:innen vor massiven Personalausfällen. An Weihnachten könnten der British Medical Association zufolge ohne verschärfte Maßnahmen in England 32.000 bis 130.000 Beschäftigte im Nationalen Gesundheitsdienst (NHS) fehlen, wie der Guardian am Samstag (18.12.2021) berichtete. Das entspräche einem Zehntel der gesamten Belegschaft.

Ein Londoner Betreiber mehrerer Krankenhäuser (Guy‘s und St. Thomas‘ Trust) bereitet sich wegen Hunderter Krankmeldungen schon jetzt darauf vor, Personal aus anderen Bereichen auf die Intensivstationen und Notaufnahmen zu verlegen, um dort ausgefallene Beschäftigte zu vertreten. „Omikron hat nun einen signifikanten Einfluss auf unsere Arbeit“, hieß es am Freitag (17.12.2021) in einem Schreiben an das Personal, aus dem der Guardian zitierte. Die Zahl der eingelieferten Covid-Patienten sei in der vergangenen Woche um rund ein Drittel gestiegen sei, während gleichzeitig viele der Angestellten durch Krankheit ausfallen.

„So geht es los“, schrieb der Berliner Virologe Christian Drosten auf Twitter mit Bezug auf die Schilderungen im Guardian. „Omikron wird zu massiven krankheitsbedingten Arbeitsausfällen führen. Auch in essenziellen Berufsgruppen.“ Am Freitag (17.12.2021) sind allein in London 27.000 neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Omikron ist die mit Abstand dominierende Variante. Im gesamten Großbritannien wurde ein neuer Tagesrekord mmit mehr als 93.000 Infektionen aufgestellt.

Omikron: Deutsche Kliniken fürchten Überlastung durch neue Corona-Welle

+++ 16.47 Uhr: Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) befürchtet, dass Omikron die Klinken überlasten könne. DKG-Chef Gerald Gaß begründete dies mit Prognosen zu der Corona-Variante, laut denen diese ansteckender sei als Delta und gleich schwere Verläufe verursache. Im schlimmsten Fall hätte man es dann mit einer großen Zahl gleichzeitig schwer erkrankter Patienten zu tun.

Für die Krankenhäuser wäre dieses Szenario eine „verschärfte Lage, die über all das hinausgeht, was wir bisher erlebt haben“, so Gaß. Deshalb müsse die Politik jetzt Erkenntnisse zu Omikron aus anderen Ländern sorgfältig analysieren und entsprechend gegensteuern. Laut dem DKG-Chef seien dann Kontaktbeschränkungen notwendig.

+++ 10.00 Uhr: Die Omikron-Variante des Coronavirus sorgt weiterhin für Verunsicherung, unter anderem, da sie weitestgehend unerforscht ist. Was mittlerweile zum Konsens der Forschung zählt, ist, dass Omikron wohl deutlich infektiöser als andere Varianten von Sars-CoV-2 ist. Zudem geht die Wissenschaft davon aus, dass Omikron Impfungen leichter als andere Varianten umgehen kann, weshalb Booster-Impfungen in den Vordergrund rücken.

Corona-Variante Omikron als „Ticket in endemische Situation“?

Wann Omikron die dominierende Corona-Variante in Deutschland wird, ist hingegen ungewiss. Neben Warnungen vor einer fünften Welle der Pandemie, beispielsweise durch den neuen Gesundheitsminister Karl Lauterbach, gibt es auch andere Stimmen: Virologin Isabella Eckerle von den Universitätskliniken Genf betonte kürzlich auf Twitter, dass Omikron „das Ticket in die endemische Situation werden“ könne. Ein endemischer Zustand wäre erreicht, sobald der Großteil der Bevölkerung in Kontakt mit Coronaviren kommen würde und das Immunsystem somit daran gewöhnt wäre. Der Organismus wäre trotz dessen weitestgehend durch eine Impfung geschützt.

Eckerles endemisches Szenario durch Omikron-Infektionen hält Immunologe Carsten Watzl von der Technischen Universität Dortmund für eher unwahrscheinlich: Durch Infektionen allein würde das nicht gelingen, so Watzl gegenüber dem ZDF*. „Omikron wird dazu führen, dass sich mehr Menschen infizieren und eine Immunität bekommen. Ob das reicht, dass Sars-Cov-2 endemisch wird und die Infektionen beispielsweise im nächsten Winter nicht das Gesundheitssystem überlasten – das würde ich abwarten.“ Der Impfforscher Leif Sanders äußerte sich ähnlich: „Ich würde Omikron nicht ein ‚Ticket aus der Pandemie‘ nennen. Es ist aber ein Virus, das den Übergang beschleunigen kann. Doch der Weg dahin wird sehr schwer werden.“, so Sanders im Interview mit dem ZDF.

Corona-Variante Omikron: „Der Tsunami beginnt, uns zu überrollen“

+++ 08.00 Uhr: Die Omikron-Variante breitet sich derzeit mit rasender Geschwindigkeit in Großbritannien aus. Gleichzeitig gibt es weiterhin auch eine hohe Anzahl Infektionen mit der Delta-Variante. Allein am Freitag (17.12.2021) wurde ein neuer Höchststand von 93.045 neue Corona-Infektionen gemeldet. 111 Todesfälle wurden verzeichnet. Auch bei den Krankenhauseinweisungen ist inzwischen ein Anstieg zu verzeichnen, wenn auch nicht im gleichen Maße wie bei den Infektionen

Mehr als die Hälfte der Corona-Infektionen in Schottland ist nach Regierungsangaben inzwischen auf die Omikron-Variante zurückzuführen. „Der Tsunami, vor dem ich vor einer Woche gewarnt habe, beginnt nun, uns zu überrollen“, sagte die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon bei einer Pressekonferenz am Freitag (17.12.2021) in Edinburgh. Anfang der Woche hatte Sturgeon die Menschen in ihrem Landesteil bereits dazu aufgerufen, ihre Kontakte auf drei Haushalte zu beschränken. Auch Geschäfte und Gaststätten wurden angehalten, wieder Maßnahmen zur Eindämmung des Virus einzuführen.

Angesichts des sprunghaften Anstiegs der Infektionen mit der Omikron-Variante des Coronavirus hat Großbritanniens Nachbar Irland eine Sperrstunde für Bars und Restaurants verhängt. Irischen Behörden zufolge gehen inzwischen 35 Prozent der neu nachgewiesenen Fälle auf die Omikron-Variante zurück. Am Donnerstag (16.12.2021) habe der Anteil noch bei 27 Prozent gelegen.

Ab Sonntag (19.12.2021) müssen die Lokale täglich ab 20.00 Uhr schließen, wie Regierungschef Michael Martin am Freitag (17.12.2021) mitteilte. Er räumte ein, dass die Ankündigung sicherlich „für viele enttäuschend sei“. Es sei jedoch zwingend erforderlich, dass „in ganz Europa die Kontakte zwischen den Menschen sehr stark und sofort reduziert werden“.

Omikron-Variante: Krankenhäuser schlagen Alarm

Update vom Samstag, 18.12.2021, 06.30 Uhr: Laut einer Einschätzung der Kliniken in Deutschland könnte sich die Lage in den Krankenhäusern deutlich verschlechtern, falls sich die Corona-Prognosen zur Omikron-Variante bewahrheiten sollten.

Falls sich bestätige, dass diese sehr viel ansteckender als Delta und die Schwere der Verläufe vergleichbar seien, werde man es im schlimmsten Fall mit einer großen Anzahl gleichzeitig schwer erkrankter Patienten zu tun haben, sagte DKG-Chef Gerald Gaß. „Für die Krankenhäuser wäre dies eine weiter verschärfte Lage, die über all das hinausgeht, was wir bisher erlebt haben.“

Gaß forderte die Politik auf, „sehr sorgfältig“ abzuwägen und zu analysieren. Zudem sei es nötig, über weitere Kontaktbeschränkungen nachzudenken.

Omikron-Variante: Drosten warnt – „Da kommt keine Welle“

+++ 22.50 Uhr: Christian Drosten warnt vor einer verheerenden Corona-Welle in Deutschland. „Omikron ist ein optimales Postpandemievirus“, schrieb der Virologe am Freitag auf Twitter. Deutschland sei „wegen der Impflücke noch nicht bereit für die endemische Situation“. Diese beschreibt das fortwährend gehäufte Auftreten der Krankheit.

Drosten teilte dabei eine Grafik, die der Datenjournalist Christian Endt zuvor gepostet hatte. Endt befürchtet, dass die Omikron-Variante schon an Weihnachten dominieren könnte. Die Corona-Fallzahlen würden dann sehr schnell ansteigen. „Da kommt keine Welle, sondern eine Wand“, schrieb Endt. Angesichts der dünnen Datenlage zur Omikron-Variante in Deutschland sei die Grafik „einigermaßen spekulativ“, teilte er in einer ausführlichen Erklärung mit. „Wir wissen nicht genau, wie viel Omikron heute in Deutschland ist, wann es dominant wird und wie steil die Kurve dann steigt. Aber wenn wir auf Gewissheit warten, kommen wir zu spät.“

Laut Christian Endt spreche nichts dafür, dass sich die Omikron-Variante hierzulande anders verhalten wird als in Südafrika, Großbritannien und Dänemark. „Wir müssen uns daher auf eine massive Welle an Neuinfektionen einstellen, steiler als jede zuvor.“ Die Inzidenz könnte sich schon bis Jahresende der Marke von 1000 nähern.

Dem Robert-Koch-Institut zufolge würden die Fallzahlen in Deutschland derzeit viel zu langsam sinken. Das RKI nannte die Entwicklung zu Corona im Wochenbericht „besorgniserregend“.

Omikron-Variante: RKI stuft Frankreich und Dänemark als Hochrisikogebiete ein

Update vom Freitag, 17.12.2021, 20.40 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) und die Bundesregierung stufen Frankreich und Dänemark aufgrund der hohen Corona-Infektionszahlen ab Sonntag (19.12.2021) als Hochrisikogebiet ein. Norwegen, der Libanon und Andorra gelten vom selben Tag an als Länder mit besonders hohem Infektionsrisiko. Von der Liste der Hochrisikogebiete wurden hingegen Albanien, Estland, Lettland, Bulgarien, Nordmazedonien und die Republik Moldau genommen.

Als Hochrisikogebiete gelten Länder oder Regionen, in denen wegen hoher Infektionsraten ein besonders hohes Infektionsrisiko angenommen wird. Wer aus Hochrisikogebieten nach Deutschland einreist, ohne vollständig geimpft oder genesen zu sein, muss für zehn Tage lang in häusliche Isolation. Diese Quarantäne kann frühestens nach fünf Tagen mit einem negativen Corona-Test beendet werden.

Omikron-Variante: Lauterbach geht von einer „massiven fünften Welle“ aus

Erstmeldung vom Freitag, 17.12.2021, 15.15 Uhr: Frankfurt/Berlin – Die Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus* beunruhigt die Bundesregierung. B.1.1.529 gilt als deutlich ansteckender als frühere Corona-Varianten. Zudem wird befürchtet, dass die derzeit zugelassenen Corona-Impfstoffe* nicht so gut vor Omikron schützen wie etwa vor der Delta-Variante. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vom Dienstag (14.12.2021) wurde die Omikron-Variante bereits in 77 Ländern nachgewiesen und breitet sich wahrscheinlich auch in fast allen anderen Staaten aus.

Deutschland müsse sich wegen der Omikron-Variante auf eine „massive fünfte Welle“ vorbereiten, sagte Gesundheitsminister Karl Lauterbach* am Freitag (17.12.2021) vor der Presse in Hannover. Wenn Infektionen mit der Omikron-Variante tatsächlich einen milderen Verlauf hätten, wie einige Forscherinnen und Forscher aufgrund erster Erkenntnisse vermuten, würde dies die Zahl der Sterbefälle für zwei oder drei Wochen vielleicht gering halten. Durch das starke Wachstum der Corona-Neuinfektionen sei dieser Vorteil aber schnell aufgebraucht, sagte der SPD-Politiker*. Die bevorstehende Welle werde eine „massive Herausforderung“ für die Krankenhäuser, aber auch für die Gesellschaft als Ganzes, betonte Lauterbach.

Omikron-Variante: „Größte aktuelle Bedrohung für die weltweite öffentliche Gesundheit“

Es müsse deshalb jetzt versucht werden, die Welle zurückzudrängen. In diesem Zusammenhang bekräftigte Lauterbach seine Forderung nach einer umfassenden Booster-Kampagne. Eine „Wunderwaffe“ seien Corona-Impfstoffe aber nicht, erklärte Lothar Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts, am Donnerstag. Nicht nur Deutschland, auch Großbritannien* und Dänemark, die zuvor die allermeisten gesetzlichen Corona-Regeln abgeschafft hatten, führen nun wieder Maßnahmen* ein.

Die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen kündigte wegen der Omikron-Ausbreitung an, Kinos, Theater und Konzerthallen zu schließen. Demnach wurde in Dänemark am Freitag (17.12.2021) ein neues Allzeithoch von mehr als 11.000 Corona-Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden registriert. Laut britischen Fachleuten übertreffe Omikron alles, was bislang in der gesamten Pandemie beobachtet wurde.

Die Gesundheitsminister der G7-Staaten stufen die Omikron-Variante als „größte aktuelle Bedrohung für die weltweite öffentliche Gesundheit“, wie sie am Donnerstag bekanntgaben. Die EU-Länder setzen im Kampf gegen B.1.1.529 auf schnelle Booster-Impfungen. Auch in den USA* warnte Präsident Joe Biden* vor einer „sehr schnellen“ Ausbreitung von Omikron. Er forderte die Bürgerinnen und Bürger auf, sich impfen oder boostern zu lassen. Ungeimpften sagte er „einen Winter mit schweren Krankheiten und Tod“ voraus.

Omikron-Variante: Corona-Impfungen verhindern wohl weiter schwere Erkrankungen

In Südafrika, wo die Virusvariante Omikron erstmals entdeckt* worden war, verzeichneten die Gesundheitsbehörden am Mittwoch die höchste Zahl an täglichen Neuinfektionen seit Pandemie-Beginn. Die Zahl der Krankenhauseinweisungen wachse hingegen „nicht in solch dramatischem Ausmaß“, sagte Michelle Groome vom Nationalen Institut für übertragbare Krankheiten (NICD) bei einer Pressekonferenz. „Wir beginnen, ein paar Zuwächse, aber relativ kleine Zuwächse bei den Todesfällen festzustellen.“ Auch die Zahl der Patientinnen und Patienten, die Sauerstoff benötigen, sei geringer als zuvor. Außerdem schienen sie kürzer im Krankenhaus verharren zu müssen als bei vorherigen Corona-Wellen.

Doch die Beobachtungen bedeuteten nicht, dass Omikron weniger gefährlich sei, sondern vielmehr, dass die Corona-Impfungen schwere Erkrankungen verhinderten, meinte Gesundheitsminister Joel Phaahla. Die geringeren Hospitalisierungs- und Sterberaten seien „wahrscheinlich zurückzuführen auf eine bedeutende Impf-Abdeckung“ insbesondere bei älteren Menschen.
In Südafrika sind erst rund 31 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Bei Menschen über 60 Jahren liegt die Impfquote jedoch bei 66 Prozent. (lrg/tu/vbu mit AFP/dpa) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © National Institute of Infectious Diseases/Imago Images

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