NASA fehlt Geld zur Überwachung von Killer-Asteroiden

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Rund 100 000 Asteroiden und Kometen nähern sich der Erde.

Washington - Der US-Weltraumbehörde NASA fehlt Geld, um mögliche Killer-Asteroiden umfassend zu überwachen.

Das geht aus einem Bericht der amerikanischen Nationalen Akademie der Wissenschaften hervor, der am Mittwoch (Ortszeit) veröffentlicht wurde. Der US-Kongress hatte die NASA 2005 beauftragt, bis zum Jahr 2020 90 Prozent aller großen, erdnahen Asteroiden ausfindig zu machen und zu überwachen. Allerdings habe es die Politik verabsäumt, die notwendigen Mittel zur Verfügung zu stellen, zitiert das Raumfahrt- Portal space.com aus dem Akademiebericht.

Wissenschaftler schätzen, dass rund 100 000 Asteroiden und Kometen der Erde nahe kommen. Bei 20 000 davon bestehe die Gefahr eines Einschlages auf der Erde. Die NASA spürte laut space.com bislang 6330 dieser Himmelsobjekte auf. 1000 davon sind auf Umlaufbahnen unterwegs, die irgendwann in der Zukunft einmal eine mögliche Gefährdung der Erde darstellen könnten, sagte NASA -Experte Lindley Johnson.

Die Weltraumbehörde habe etwa 85 Prozent aller Asteroiden im Blick, die einen Durchmesser von mindestens einem Kilometer haben, sagte Johnson, der Manager des NASA -Programms für Erdnahe Objekte ist. Seinen Worten zufolge wären über die nächsten 12 bis 15 Jahre zwischen 800 Millionen und eine Milliarde Dollar (567 bis 709 Millionen Euro) für Bau und Unterhalt empfindlicher Teleskope nötig, um die meisten erdnahen Himmelskörper ausfindig zu machen.

 Besondere Aufmerksamkeit schenkt die NASA derweil einem 130 Meter großen Asteroiden mit der Kennung 2007 VK184. Es gebe eine Wahrscheinlichkeit von 1 zu 2940, dass er im Zeitraum zwischen 2048 und 2057 auf der Erde aufschlage, meldet space.com. Sollte das geschehen, entspräche die zerstörerische Wucht 150 Millionen Tonnen des Sprengstoffs TNT oder 10 000 Hiroshima-Atombomben.

In der Vergangenheit ist die Erde immer wieder von kosmischen Bomben getroffen worden. Zeugen davon sind teils spektakuläre Einschlagkrater wie der Barringer-Krater in Arizona oder das Nördlinger Ries in Deutschland . Zuletzt hatte 1908 ein größerer Meteorit in der Tunguska-Region in Sibirien größere Verwüstungen angerichtet. Vor 65 Millionen Jahren soll ein gigantischer Meteoriteneinschlag die Dinosaurier ausgelöscht haben.

dpa

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