Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Aus Weiß wird Schwarz

Nach Penis-Verpflanzung: Tätowierung soll Hautfarbe anpassen

Einem Ärzteteam der Universität Stellenbosch und dem Tygerberg Academic Hospital gelang es kürzlich, einen Penis zu transplantieren (grafische Darstellung). Foto: Stellenbosch University

Penis-Transplantationen sind selten. In Südafrika gibt es nun einen besonderen Fall. Spender und Empfänger haben eine unterschiedliche Hautfarbe. Auf die OP soll eine Tätowierung folgen.

Stellenbosch (dpa) - Ein transplantierter Penis soll mit Hilfe einer Tätowierung an die Hautfarbe des Empfängers angepasst werden. Ein 40-jähriger schwarzer Patient hatte in Südafrika das Geschlechtsteil eines weißen Spenders bekommen.

Das teilte der Leiter der plastischen Chirurgie der Universität von Stellenbosch, Alexander Zühlke, mit. Die Operation am Sonntag sei erfolgreich verlaufen.

In sechs bis acht Monaten werde der Penis medizinisch tätowiert, um das helle Genital an die dunklere Hautfarbe des Patienten anzupassen, sagte Zühlke. Demnach verläuft eine medizinische Tätowierung ähnlich wie eine normale - die Pigmenttöne werden in die Haut eingebracht. Medizinische Tätowierungen würden etwa eingesetzt, um Pigmentierungsunterschiede auszugleichen oder nach einer Operation Brustwarzen wiederherzustellen.

Dem Patienten habe man vor der Transplantation erklärt, dass das Spenderorgan weiß sei, sagte Zühlke. Der 40-Jährige habe kein Problem damit gehabt. Spenderorgane wie den Penis gebe es sehr selten. «Wenn dann die Blutgruppe und alles stimmt, dann ist die Hautfarbe nebensächlicher», sagte Zühlke.

Der 40-jährige Empfänger des Penis verlor der Universität zufolge vor 17 Jahren sein Genital nach einer misslungenen, traditionellen Beschneidung. Experten gehen davon aus, dass es aus diesem Grund allein in Südafrika jährlich bis zu 250 ganze oder Teil-Amputationen des Penis gibt. Bislang hat es weltweit erst relativ wenige Penis-Transplantationen gegeben.

Pressemitteilung

Kommentare