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Umstände werden ermittelt

Nach Familiendrama in Vogtareuth stirbt auch der Großvater

Polizisten stehen in Vogtareuth im Landkreis Rosenheim (Bayern) an dem möglichen Tatort. Foto: Josef Reisner
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Polizisten stehen in Vogtareuth im Landkreis Rosenheim (Bayern) an dem möglichen Tatort. Foto: Josef Reisner

Ein Familiendrama im kleinen oberbayerischen Ort Vogtareuth hat zwei Todesopfer gefordert: einen Achtjährigen und dessen Großvater. Wahrscheinlich hat der Opa seinen Enkel erschossen. Doch warum?

Vogtareuth (dpa) - Der Großvater, der in Oberbayern seinen acht Jahre alten Enkel erschossen haben soll, ist auch tot. Der 79-Jährige sei am Mittwochnachmittag in einem Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen, teilte Oberstaatsanwalt Jürgen Branz heute mit.

Der Großvater war nach den Schüssen auf den Enkel lebensgefährlich verletzt in einem nahen Wald gefunden und ins Krankenhaus gebracht worden, wo er wenige Stunden später starb. Auch der Enkel war in einer Klinik seinen Verletzungen erlegen.

Nähere Auskünfte zum Tathergang und dem Motiv für das Familiendrama wollte Oberstaatsanwalt Jürgen Branz am Donnerstag nicht geben. Die Umstände würden nun «in Ruhe ausermittelt», sagte er lediglich. Er bestätigte aber Hinweise, wonach der Junge behindert war und zeitweise im Rollstuhl saß. Zum Motiv der Tat spekulierten mehrere Medien, der Großvater habe das Leiden seines behinderten Enkels nicht mehr ertragen können.

Die Kripo geht davon aus, dass der Mann sich mit derselben Waffe erschoss, mit der er seinen Enkel getötet hatte. Ermittelt werden muss ebenso, ob der 79-Jährige die von der Polizei sichergestellte Waffe legal besaß.

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