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Schreckliches Gewaltverbrechen in Kössen/Tirol

Ehefrau zu Tode stranguliert: Franz-Josef S. nennt Beweggründe

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In diesem Haus in Kössen (rechts oben eingeklinkt) soll am Donnerstag, 13. Februar 2020, ein 56-Jähriger seine 52-jährige Ehefrau umgebracht haben.
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  • Markus Zwigl
    Markus Zwigl
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Kössen - Gleich hinter der bayerischen Grenze hat sich am Donnerstag, 13. Februar, eine schreckliche Tragödie ereignet. Ein 56-jähriger Tiroler in Kössen hat seine 52-jährige Ehefrau umgebracht. Inzwischen sind neue Details ans Licht gekommen. 

UPDATE, 14.30 Uhr - Obduktionsergebnis liegt vor

Am Freitagvormittag wurde das Opfer Claudia S. obduziert. Dabei bestätigte sich der bereits von der Polizei geäußerte Verdacht. "Als Todesursache konnte Ersticken durch Strangulation festgestellt werden", lautet das Ergebnis der Rechtsmediziner. Die Frage, ob der Täter sein Opfer erdrosselt oder sogar mit bloßen Händen erwürgt hat, bleibt unbeantwortet.

Weiter teilt die Kriminalpolizei mit, dass der dringend Tatverdächtige Franz-Josef S. "grundsätzlich geständig" sei. Als Motiv habe er Streitigkeiten aufgrund finanzieller Probleme angegeben. 

Der 56-Jährige wird noch im Laufe des heutigen Tages in die Justizanstalt Innsbruck eingeliefert.

Vorbericht:

Die tote Frau war am Donnerstagvormittag im Keller des Hauses im Ortsgebiet von Kössen gefunden worden. Bislang hat die Polizei lediglich bekannt gegeben, dass die 52-jährige Claudia S. durch "Gewalt gegen den Hals" ums Leben gekommen ist. Ob der mutmaßliche Täter, der 56-jährige Franz-Josef S., sein Opfer erdrosselt oder sogar mit bloßen Händen erwürgt hat, ist derzeit nicht bekannt. Klarheit soll hier eine Obduktion der Leiche bringen, die nach österreichischen Medienberichten voraussichtlich am Freitag im Institut für Rechtsmedizin in Innsbruck durchgeführt werden soll. Die Tote stammt übrigens ursprünglich aus Vorarlberg und soll zuletzt mit ihrem Ehemann viele Jahre im Kaiserwinkl gelebt haben.

Auch über das genaue Motiv der Tat kann derzeit nur spekuliert werden. Die Rede ist bislang von einer Beziehungstat. Was jedoch genau der Auslöser für die tödliche Attacke war, ist unklar. Der Tatverdächtige konnte nach Informationen der Tiroler Tageszeitung bislang noch nicht befragt werden. Vermutlich soll die erste Vernehmung des 56-Jährigen, der derzeit im Bezirkskrankenhaus Kufstein untergebracht ist, im Laufe des Freitags durchgeführt werden, hieß es. 

Arbeitskollegen fanden Leiche im Keller

Kössener Bürger hatten dem Reporter von chiemgau24.de bereits am Donnerstag bestätigt, dass das Paar seit Jahren sehr stark zerstritten gewesen sein soll. "Muss ein Streit zwischen Eheleuten denn so weit gehen? Aber es hat ja geheißen, dass der Mann vielleicht nicht mehr ganz bei Sinnen war", sagte eine Frau vor Ort. Möglicherweise stand der Verdächtige zum Tatzeitpunkt unter starkem Medikamenteneinfluss.

Die Tat war übrigens von Arbeitskollegen des Tatverdächtigen aufgedeckt worden, die zum Haus des Paares gefahren waren, nachdem der 56-Jährige am Donnerstagmorgen nicht an seinem Arbeitsplatz bei der Straßenmeisterei erschienen war. "Wir sind zutiefst geschockt von dieser unfassbaren Tat", wurden die Kollegen nach dem Leichenfund im Keller von krone.at zitiert.

Obwohl das Paar nach Informationen von oe24.at keine Kinder hatte, dürfte es bei dem schrecklichen Verbrechen dennoch zwei (stumme) Augenzeugen gegeben haben. Dem Bericht zufolge hätten die beiden Hunde der Eheleute, ein Yorki und ein Mischling, ganz verstört auf der Terrasse des Hauses gewartet, als die Arbeitskollegen eintrafen. Wo die Hunde nun untergebracht werden, ist bislang nicht bekannt.

Der Mord an Claudia S. ist bereits die fünfte Gewalttat in Österreich im Jahr 2020. Weitere Verbrechen gab es am 15. Januar in Ybbs/Donau, Ende Januar im Wiener Stadtteil Floridsdorf, Anfang Februar bei Liezen in der Steiermark und zuletzt in Graz, als ein 27-Jähriger kurz nach der Entlassung aus einer Psycho-Klinik auf offener Straße eine unschuldige Frau erstochen haben soll.

mw/mz

Quelle: rosenheim24.de

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