16 Minenräumer im Osten Afghanistans entführt

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16 Minenräumer (Archivbild) der Vereinten Nationen wurden in Afghanistan entführt.

Kabul  - Bewaffnete haben im Osten Afghanistans eine Gruppe von 16 Männern entführt, die im Auftrag der Vereinten Nationen Minen beseitigten.

Wie der Polizeichef der Provinz Paktia, Asisullah Wardak, am Sonntag mitteilte, war die Gruppe am Samstag unterwegs zwischen den Provinzen Paktia und Chost. In diesem Gebiet sind zwar auch islamistische Aufständische aktiv, wer für die Entführung verantwortlich war, wollte Wardak aber nicht sagen.

Ähnliche Entführungen gab es in dem Gebiet schon zwei Mal zuvor, sie konnten aber friedlich gelöst werden.

Wardak kritisierte das Minenräumteam, weil es unterwegs gewesen sei, ohne die Polizei zu informieren. Alle Entführten sind Afghanen. Das Land gehört nach vielen Jahren des Krieges zu den am stärksten verminten auf der Welt.

Bei der Explosion von Minen werden rund 50 Menschen jeden Monat getötet oder verstümmelt. Ziel der UN ist es, bis 2013 alle Minen beseitigt zu haben. Im vergangenen Jahr wurden 84.900 Minen und 2,5 Millionen nicht explodierte Bomben entschärft.

AP

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