11 Millionen Euro: Das ist die teuerste Geige der Welt 

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Eine Stradivari aus dem Jahr 1721 ist bei einer Internet-Auktion für den Rekordpreis von rund 9,8 Millionen Pfund (gut 11 Millionen Euro) versteigert worden.

London - Eine Stradivari aus dem Jahr 1721 ist bei einer Internet-Auktion für den Rekordpreis von rund 9,8 Millionen Pfund (gut 11 Millionen Euro) versteigert worden.

Die seltene Geige war am Montagabend von der Nippon Music Foundation angeboten worden, um Geld für die Opfer der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe im März in Japan zu sammeln. Nach einer lebhaften Auktion habe ein unbekannter Bieter den Zuschlag erhalten, teilte das Londoner Auktionshaus Tarisio mit. Der erzielte Preis liegt rund viermal so hoch wie der bisherige Rekordpreis für eine Stradivari. 2006 wurde die “Hammer“-Stradivari in New York für umgerechnet 2,7 Millionen Euro verkauft. Die jetzt versteigerte Stradivari trägt den Spitznamen “Lady Blunt“, weil sie im 19. Jahrhundert 30 Jahre lang der Enkelin des englischen Dichters Lord Byron, Anne Blunt, gehörte.

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Zuvor war das Instrument im Besitz des französischen Geigenbauers Jean-Baptiste Vuillaume gewesen. Die “Lady Blunt“ gilt als eine der am besten erhaltenen Stradivari überhaupt. Ein Londoner Experte erklärte, das 290 Jahre alte Instrument sei nahezu im Originalzustand. Die “Lady Blunt“ hatte bereits 1971 einmal den Titel der teuersten Stradivari getragen. Damals wurde sie für 84 000 Pfund versteigert. Die Erlöse der Auktion sollen Erdbebenopfern in Japan zugutekommen. “Obwohl diese Violine sehr wichtig für unsere Sammlung war, hat die Tragödie vom 11. März gezeigt, dass wir alle helfen müssen, in jeder erdenklichen Weise“, erklärte der Präsident der Nippon Music Foundation, Kazuko Shiomi.

Die Stiftung besitzt eine Reihe äußerst seltener Stradivari-Geigen. Antonio Stradivari gilt als der berühmteste Geigenbauer der Geschichte. Er fertigte im Laufe seines Lebens im italienischen Cremona mehr als 1000 Saiteninstrumente an. Von seinen 1000 Instrumenten sind heute noch mehr als 600 erhalten und bei Sammlern und Solisten heiß begehrt.

dpa

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