Österreich und Polen: Kinderpornoringe gesprengt

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Warschau/Wien - Bei einer Razzia in Polen sind wegen der Verbreitung von Kinderpornografie im Internet 57 Menschen festgenommen worden. In Wien sind 43 Verdächtige identifiziert worden.

Das polnische Polizeizentrum zur Bekämpfung von Menschenhandel und Kinderpornografie habe sich dabei auf Informationen von deutschen Kollegen in Wiesbaden gestützt, teilte die Polizei in Warschau mit.

Die Beamten stellten 67 Computer und rund 6000 CDs und DVDs mit Kinderporno-Inhalten sicher. Es war die sechste Aktion dieser Art seit Anfang dieses Jahres. Insgesamt wurden mehr als 320 Verdächtigte festgenommen. Für den Besitz und die Verbreitung von Kinderpornos drohen in Polen Haftstrafen von sechs Monaten bis zu acht Jahren.

Derweil hat die österreichische Polizei hat nach eigenen Angaben 43 Verdächtige identifiziert, die kinderpornografisches Material besessen, weitergegeben oder Online betrachtet haben sollen. Darunter seien zwei Anwälte, drei “Techniker“ und zwei Arbeitslose.

In den vergangenen anderthalb Jahren seien 39 Hausdurchsuchungen erfolgt und 471 IP-Adressen von Internetsurfern identifiziert worden, teilte die Bundeskriminalpolizei am Mittwoch in Wien mit. Ein wichtiger Hinweis sei von den brasilianischen Behörden gekommen: Sie hätten über den Verdacht informiert, dass österreichische Internetnutzer kinderpornografisches Material von einer brasilianischen Webseite abrufen. Festnahmen seien zunächst nicht erfolgt, hieß es weiter.

dpa / ap

Rubriklistenbild: © dpa

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