"Maskenmann": Obszöne Chat-Protokolle

Celle - Im Prozess gegen den mutmaßlichen Kindermörder Martin N. hat das Oberlandesgericht in Celle Auszüge aus Chat-Protokollen verlesen. Der Angeklagte soll rund 4500 Beiträge auf einer Pädophilen-Internetseite verfasst haben.

Dort soll sich der 41-Jährige zwischen 2000 und 2011 zu sexuellen Fantasien geäußert und bekannte Gedichte obszön umgeschrieben haben.

Ein psychiatrischer Gutachter wird möglicherweise zur Schuldfähigkeit des Angeklagten Stellung nehmen. Von seiner Einschätzung könnte abhängen, ob das Gericht eine Sicherungsverwahrung verhängt.

Prozessbeginn gegen den Maskenmann

Prozessbeginn gegen den Maskenmann

Am Landgericht Stade in Niedersachsen beginnt am Montagmorgen der Prozess gegen den mutmaßlichen Kindermörder Martin N. © dapd
In einem Gefahrentransporter wird... © dapd
... der 40-jährige Angeklagte zum Landgericht Stade gebracht. © dapd
Dem Angeklagten wird von der Staatsanwaltschft vorgeworfen, ... © dpa
... drei Jungen im Alter von 8 bis 13 Jahren ermordet zu haben. Außerdem werden ihm 20 Missbrauchstaten an Kindern zur Last gelegt. © dapd
Er soll seine Opfer von 1992 an in Schullandheimen, Zeltlagern und in Bremer Wohnhäusern missbraucht oder sie von dort aus verschleppt haben. Aus diesem Landheim war Dennis K. entführt worden. © dapd
Der als "schwarzer Mann" oder "Maskenmann" Gesuchte war im April in Hamburg nach einer neuen Zeugenaussage eines frueheren Missbrauchsopfers festgenommen worden. Der Angeklagte hat bei polizeilichen Vernehmungen die Taten gestanden. © dapd
Im September 2001 durchsuchte die niedersächsische Polizei ein Waldstück bei Wulsbüttel nach dem vermissten Dennis K. © dapd
In einem Buschwerk bei Kirchtimke (Kreis Rotenburg-Wümme) wurde die Leiche schließlich gefunden. © dapd

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Neue Panne im Maskenmann-Fall?

Martin N. soll zwischen 1992 und 2001 drei Jungen ermordet und zahlreiche sexuell missbraucht haben. Den Großteil der Taten hat er gestanden. Die Kammer verhandelt den „Maskenmann“-Prozess ausnahmsweise in Celle. Im Landgericht in Stade, wo sonst verhandelt wird, laufen an diesem Montag mehrere große Strafprozesse parallel.

dpa

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