„Ist ein Lokführer an Bord?“

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Symbolbild: Ein Lokführer konzentriert bei der Arbeit

Basel - Panik brach in einem ICE von Basel nach Zürich aus, als Passagiere die Durchsage „Ist ein Lokführer an Bord?" hörten. Sie glaubten, in einem führerlosen Zug zu sitzen. 

Gemütlich im Zug lümmeln, den Blick aus dem Fenster über die Landschaft schweifen lassen und vor sich hin träumen... und dann mit der Lautsprecherdurchsage „Ist ein Lokführer an Bord?“ aus allen Gedanken gerissen werden. So geschehen in einem Intercity-Express (ICE) bei Olten nahe Basel in der Schweiz.

Einige Passagiere hielten die Durchsage für einen schlichten, aber effektiven Scherz, andere erschraken und laut 20minuten.ch bekamen sogar einige einen Schock. So auch Lorena B., die mit ihrem Begleiter von Basel nach Zürich unterwegs war: „Wir glaubten uns in einem Katastrophenfilm mit führerlosem Zug. Am liebsten wären wir sofort ausgestiegen.“ Doch ganz so schlimm wurde es dann doch nicht. Die Bahn kam in Zürich an, alle Reisende blieben heil. Nur der Zug hatte am Ende 22 Minuten Verspätung.

Später erklärte die  Schweizerische Bundesbahnen (SBB)  die ungewöhnliche Lautsprecherdurchsage mit den Worten: „Es war bereits ein Lokführer an Bord", so der SBB-Sprecher Roman Marti. Nur habe dieser Unterstützung gebraucht, weil es eine technische Störung gab. „Wenn der Lokführer dank der Durch­sage rasch Unterstützung erhält, dient dies auch den ­Reisenden.“ Dass die Durchsage die Passagiere geängstigt habe, sei keine ­Absicht gewesen: „Dafür ­entschuldigen wir uns“, sagt Marti. Ein zweiter Lokführer wurde durch die ungewöhnliche Aktion übrigens nicht gefunden.

ama

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