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Versteckt auf Videokassetten

Kinderpornos in Zelle von Dutroux?

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Marc Dutroux war 2004 wegen der Entführung, Folter und Vergewaltigung von sechs Mädchen und jungen Frauen zu lebenslanger Haft verurteilt worden

Brüssel - In der Haftzelle des belgischen Kindermörders Marc Dutroux (56) ist Medienberichten zufolge ein Kinderporno-Video entdeckt worden. Die Behörden dementieren dies.

Das pornografische Material sei inmitten einer auf den ersten Blick unverdächtigen Fernsehdokumentation versteckt gewesen, berichteten die Zeitungen der Mediengruppe Sudpresse und Het Nieuwsblad am Freitag.

Dutroux war 2004 zu lebenslanger Haft verurteilt worden, weil er sechs Mädchen und junge Frauen entführt, gefoltert und vergewaltigt hatte. Vier von ihnen starben. Dutroux, der als meistgehasster Verbrecher Belgiens gilt, hat einen Antrag auf vorzeitige Haftentlassung gestellt. Darüber ist noch nicht entschieden.

Gewaltverbrecher auf der Flucht

Gewaltverbrecher auf der Flucht

Den beiden Schwerverbrechern Michael Heckhoff und Peter Paul Michalski gelang am 26. November der Ausbruch aus der Justizvollzugsanstalt Aachen. Nun wurden beide gefasst. © dpa
Peter Paul Michalski (46) gilt als brutal und rücksichtslos. © dpa
Fünf Tage war er auf der Flucht. © dpa
Dann schnappte ihn die Polizei auf der Bundesstraße 58 bei Schermbeck am Niederrhein. © ap
Michalski war auf einem silbernen Damenfahrrad unterwegs. © dpa
Der Medienrummel war groß. © dpa
Nach über fünf Tagen sind nun beide Schwerverbrecher wieder im Gefängnis. © dpa
Michael Heckhoff (50) war 1992 an einer Geiselnahme in der sauerländischen Justizvollzugsanstalt Werl beteiligt. Damals hatte er mit einem Mithäftling einen Zahnarzttermin genutzt, um drei Justizbeamte und drei Arzthelferinnen in seine Gewalt zu bringen. Beim Zugriff der Polizei übergoss Heckhoffs Kumpan zwei der Geiseln mit einer brennbaren Flüssigkeit und zündete sie an. Die Frauen erlitten schwere Verbrennungen. © dpa
SEK-Beamte stehen vor dem Haus in Mühlheim/Ruhr, in dem Heckhoff gefasst wurde. Ihn konnte die Polizei bereits am Sonntag in Mülheim festnehmen. © dpa
Mit diesem Fluchtfahrzeug waren die beiden Flüchtlinge in Mühlheim unterwegs. © dpa
Wie Heckhoff in einem Interview berichtet, hatten sie die Waffe in der JVA Aachen gekauft. © dpa
Heckhoff berichtet, er habe von einem Wärter den Schlüssel bekommen und auf den Kopierer gelegt. © dpa
Am Donnerstag konnten die beiden Verbrecher aus der JVA fliehen. © dpa
Seitdem wurde mit einem Großaufgebot gefahndet. © dpa
In der Nacht zum Freitag untersuchten Polizisten den Eingang der Justizvollzugsanstalt in Aachen. © dpa
Eine Beamtin steht im Gang vor den Gemeinschaftsräumen der Justizvollzugsanstalt in Aachen. © dpa
Häftlinge der Justizvollzugsanstalt Aachen stehen im Gang vor ihren Zellen. © dpa
Der Eingang der Justizvollzugsanstalt in Aachen. © dpa
Kurz nach ihrem Ausbruch hatten sich die beiden Kriminellen in ein Taxi gesetzt und den Fahrer aufgefordert, sie nach Kerpen-Buir zu fahren. © dpa
Dort zwangen sie den Fahrer, gemeinsam mit ihnen in ein anderes Taxi zu steigen und weiter nach Köln zu fahren. © dpa
Vom Bahnhofsvorplatz am Dom aus flüchteten die Verbrecher zu Fuß in die Innenstadt. © dpa
Die beiden Taxifahrer ließen sie frei. Sie erlitten einen Schock. © dpa
Danach verlor sich voerst die Spur, bis Heckhoff am Sonntag wieder auftauchte und in Mühlheim festgenommen werden konnte. © dpa
Mit der Festnahme von Michalski am Dienstag, ist die tagelange Fahndung nach den beiden Schwerverbrechern nun zu Ende. © dpa

Den Berichten zufolge befanden sich die Kinderpornos auf einer Videokassette: Die ersten und letzten Minuten seien völlig harmlos gewesen, im Mittelteil habe sich das verbotene Material befunden. Dutroux verfüge in seiner Zelle über einen Videokassetten-Player, einen DVD-Player und eine Playstation. 2009 war bekanntgeworden, dass Dutroux auf seinem Computer Kinderbilder gespeichert hatte, die mit seinem eigenen Verfahren zu tun hatten.

Behörden widersprechen

Diese Darstellung dementierte am Freitag ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Nivelles südlich von Brüssel. Er widersprach damit belgischen Medienberichten. Bei einer routinemäßigen Durchsuchung der Zelle sei eine Videokassette mit einer Reportage gefunden worden, in der auch ein junges Mädchen in einem Badeanzug gezeigt wurde. Dies sei aber „nichts gewesen, was man ihm vorwerfen kann“.

dpa

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