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Weltkulturerbe als Porno?

Der Kasseler Herkules trägt auf Facebook nun Badehose

Die Kasseler Herkules-Statue hat eine schicke rote Badehose bekommen, weil Facebook den nackten Hintern des Denkmals beanstandet hatte. Foto: Arno Hensmanns/GrimmHeimat NordHessen Tourismus
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Die Kasseler Herkules-Statue hat eine schicke rote Badehose bekommen, weil Facebook den nackten Hintern des Denkmals beanstandet hatte. Foto: Arno Hensmanns/GrimmHeimat NordHessen Tourismus

Das Herkules-Denkmal in Kassel mit nacktem Hintern. Geht gar nicht, findet Facebook. Jetzt haben ihm die Tourismuswerber eine Badeshose angezogen.

Kassel (dpa) - Tourismuswerber haben der Kasseler Herkules-Statue eine Badehose angezogen - weil Facebook den nackten Hintern des Denkmals beanstandet hatte. Zuerst hatten hessenschau.de und die «Hessische/Niedersächsische Allgemeine» über die Aktion berichtet.

Die «GrimmHeimat NordHessen» wollte eine Bildergalerie mit Fotomotiven in dem sozialen Netzwerk veröffentlichen, wie Tourismus-Leiterin Ute Schulte am Wochenende berichtete. Ein Bild sei aber Mitte Mai von Facebook gesperrt worden. Es zeigte das unbekleidete Wahrzeichen der Stadt Kassel von hinten - ein laut Facebook «anstößiger Inhalt».

In ähnlichen Fällen habe Facebook den Unterschied zwischen Pornografie und einer Statue, die zum Weltkulturerbe gehört, zwar stets eingesehen, «aber wir haben gedacht, bevor wir uns jetzt lang hin und her streiten, ziehen wir ihm einfach eine Badehose an - da haben wir sogar noch mehr Aufmerksamkeit».

Mit einem Bildbearbeitungsprogramm wurden kurzerhand rote Shorts in das Bild montiert. Seit vergangener Woche ist die Bilderstrecke online.

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