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Zimbabwe: Partei setzt Präsident Robert Mugabe ab

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Regierung macht schiitische Rebellen verantwortlich

Sieben Deutsche im Jemen entführt

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Sieben Deutsche und zwei Briten sind im Jemen verschunden.

Sanaa - Im Norden des Jemens sind nach Angaben des Innenministeriums in Sanaa neun Ausländer entführt worden, darunter sieben Deutsche. Die von der Regierung der Tat bezichtigten schiitischen Rebellen wiesen eine Beteiligung am Verschwinden der Gruppe am Sonntag aber zurück.

“Wir haben nie Ausländer entführt und haben auch keine Informationen über die Gruppe“, erklärte ein Sprecher.

Das Auswärtige Amt in Berlin bestätigte, dass sieben Deutsche im Jemen vermisst werden. Ein Krisenstab sei eingerichtet, die Botschaft stehe mit den jemenitischen Behörden in Kontakt. Bei den Verschwundenen handele es sich um einen deutschen Arzt, dessen Frau und fünf Kinder sowie einen Briten und dessen Frau, verlautete aus Kreisen der Stämme in der Region.

Aber auch diese Gewährsleute hatten nach eigenen Worten keine Hinweise auf den Verbleib der Gruppe. Vielleicht habe sie einen Unfall gehabt oder die Orientierung verloren. Wie das jemenitische Innenministerium mitteilte, wurden die Ausländer am Freitag bei einem Picknick in der Provinz Sada von Rebellen verschleppt. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Saba arbeiteten die Erwachsenen an einem Krankenhaus in Sada.

Die Regierung machte schiitische Rebellen um den Anführer Abdel Malak al Hauthi für die Entführung verantwortlich. Die Mehrheit der Bevölkerung im Jemen gehört den Sunniten an. In Sada kam es 2004 zu einem Aufstand schiitischer Rebellen. Bei Kämpfen wurden dort seitdem tausende Menschen getötet. Im vergangenen Jahr wurde ein Waffenstillstand vereinbart, der aber als brüchig gilt. Ausländer wurden in der Vergangenheit im Jemen immer wieder von militanten Stämmen entführt, die Lösegeld erpressen oder Zugeständnisse von der Regierung erreichen wollten.

Erst am Freitag ließen Stammeskämpfer 24 einheimische und ausländische Helfer frei, die in einem von Saudi-Arabien finanzierten Krankenhaus arbeiteten und 24 Stunden zuvor entführt worden waren. AP

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