Internationale Kreditkarten-Betrüger geschnappt

Wiesbaden - Deutsche und spanische Fahnder haben in Spanien neun Mitglieder einer rumänischen Bande gefasst, die mit gefälschen EC-Karten Millionenschäden angerichtet haben.

Ein Großaufgebot der spanischen Polizei habe am Mittwoch mit Unterstützung von BKA-Beamten sechs Unterkünfte im Großraum Valencia durchsucht, berichteten das Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden und die Frankfurter Staatsanwaltschaft am Freitag. Dabei seien der Kopf der Bande und die acht übrigen Bandenmitglieder festgenommen und eine geheime Werkstatt zur Herstellung der Karten ausgehoben worden. Seit 2006 hatte die Bande die Geldkartendaten ahnungsloser Kunden kopiert, die in Läden bargeldlos bezahlt hatten, berichtete das BKA. Dazu hatten sie die Geräte für das Zahlen mit EC-Karten manipuliert.

Mit den Daten konnten sie dann Geldkarten fälschen. Allein in Deutschland hätten sie so einen Schaden von 4,4 Millionen Euro angerichtet. Am Donnerstag hatte die rumänische Polizei gemeldet, sie habe eine Betrügerbande auffliegen lassen, die Geldkarten von Bankkunden aus Deutschland, Italien und Schweden fälschte und deren Konten leerräumte. 20 Menschen wurden festgenommen, berichtete die Nachrichtenagentur Mediafax. Die Bande soll Lesegeräte für Bankkarten hergestellt haben, die sich an Bankautomaten anbringen lassen.

Die so beschafften Kundendaten wurden auf die Chips von Plastikkarten geladen, mit denen dann die Konten der Opfer leergeräumt wurden. Seit Anfang des Jahres haben die rumänischen Behörden in Zusammenarbeit mit den Behörden in den USA und der EU bereits mehrere international operierende Banden von Geldkartenfälschern und Internet-Betrügern lahmgelegt.

dpa

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