Indien: Selbstmordwelle nach Politikertod

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Bestürzte Anhänger des Ministerpräsidenten

Neu Delhi - Der Tod eines populären Ministerpräsidenten brachte dutzende seiner Anhänger dazu, sich umzubringen. Einige sind auch dem Schock der Horrornachricht erlegen.

Nach dem Unfalltod eines populären indischen Politikers haben nach Medienberichten mehr als 60 seiner Anhänger Selbstmord begangen oder sind durch Schock gestorben. Der Ministerpräsident des südindischen Bundesstaates Andhra Pradesh, Y. S. Rajasekhara Reddy, war am Mittwoch zusammen mit vier weiteren Menschen bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben gekommen. Erst nach 24-stündiger Suche waren ihre verkohlten Leichen in einem Waldgebiet entdeckt worden.

Tausende Trauernde hatten sich nach der Nachricht vom Tod des 60-jährigen Politikers versammelt. “Reedy hat sein Leben dem Volk gewidmet, nun widme ich mein Leben ihm“, schrieb ein junger Mann in seinem Abschiedsbrief, bevor er sich vergiftete, berichtete am Freitag die Nachrichtenagentur IANS.

Eine ganze Reihe von Menschen habe zudem einen tödlichen Schock oder einen Herzstillstand erlitten, als das Fernsehen die Todesnachricht brachte. Reedy gehörte zu den wichtigsten Politikern der Kongress-Partei, die in Indien die Koalitionsregierung anführt. Einige Politiker und Filmstars genießen in Indien Kult-Status, zu ihren Ehren werden Rituale und Gebete in Tempeln vollzogen. Schon in der Vergangenheit hatte es nach Todesfällen von Prominenten Selbsttötungen gegeben.

dpa

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