Hintermänner der Moskauer Metro-Anschläge ermittelt

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Trauer um Opfer der Selbstmodanschläge in der Moskauer Metro.

Moskau - Zwei Wochen nach dem Blutbad in der Moskauer Metro mit 40 Toten hat der russische Inlandsgeheimdienst FSB die Hintermänner der Anschläge ausgemacht.

Einzelheiten zu Namen oder Herkunft der Terror-Drahtzieher nannte FSB-Chef Alexander Bortnikow jedoch nicht. Er will nun umfassendere Maßnahmen treffen, um den Islamismus im Konfliktgebiet Nordkaukasus einzudämmen.

Selbstmordanschläge in Moskauer U-Bahn

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So sollten Anti-Terror-Kommissionen und geistliche sowie gesellschaftliche Führer eingebunden werden, um den Zulauf von Jugendlichen zu den Radikalen zu stoppen, sagte Bortnikow am Dienstag nach Angaben der Agentur Ria Nowosti. Mit den Selbstmordattentaten wollten die Terroristen Furcht säen und das Land destabilisieren, sagte der Geheimdienstchef.

Zu dem Doppelanschlag am 29. März, bei dem auch etwa 100 Menschen verletzt worden waren, hatte sich der Anführer der Islamisten im Nordkaukasus, der Tschetschene Doku Umarow, bekannt. In den vergangenen Tagen hätten Sicherheitskräfte 26 “Banditen“ getötet, wie die Untergrundkämpfer im offiziellen Sprachgebrauch heißen. Darunter seien auch Terroristen, die für den Anschlag auf den Luxuszug “Newski Express“ im November 2009 mit 26 Toten verantwortlich seien, sagte Bortnikow. Kremltreue Einheiten liefern sich im Nordkaukasus immer wieder Gefechte mit Aufständischen, die dort für ein von Moskau unabhängiges “Kaukasus-Emirat“ kämpfen.

dpa

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