Haiti-Beben: Noch 13 Deutsche vermisst

Berlin - Nach dem gewaltigen Erdbeben in Haiti werden laut Auswärtigem Amt noch 13 Deutsche im Katastrophengebiet vermisst. Drei junge Flensburger Helfer warten verzweifelt auf ihre Ausreise.

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Es sei nicht auszuschließen, dass sich unter ihnen weitere Opfer befänden, sagte ein Sprecher am Montag in Berlin. Zunächst war im Tagesverlauf von 16 vermissten Deutschen die Rede. Bislang wurde ein deutsches Todesopfer bestätigt. Am Dienstagabend ist ein Treffen des Ausschusses für humanitäre Hilfe in Berlin geplant, wie Außenamts-Sprecher Andreas Peschke sagte. Beraten werden solle, wie die Hilfe noch effizienter gestaltet werden könnte. Peschke sagte, am Samstag seien zwei Trinkwasseraufbereitungsanlagen aus Deutschland in Haiti eingetroffen. Mit ihnen könnten 60.000 Menschen mit sauberem Wasser versorgt werden.

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Flensburger Helfer weiter in Not

Drei junge Flensburger in Haiti warten nach dem verheerenden Erdbeben weiter auf ihre Ausreise. Die Situation werde immer schlechter, schrieb Maike Kraft (27) im Internet-Netzwerk Facebook. Die Menschen seien verzweifelt. Zudem kochten die Gerüchte über Wege und den Zeitpunkt, das Land verlassen zu können. In ihrem Internet-Tagebuch betonte sie: “Wir benötigen dringend Frischwasser sowie Nahrungsmittel.“ Maike Kraft war zusammen mit ihrem Bruder Timo (22) und dem 16-jährigen Christopher W. über das Christliche Zentrum Nordlicht am Aufbau eines Waisenhauses beteiligt.

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EU hilft mit rund 400 Millionen Euro

Die Europäische Union wird Haiti zunächst mit insgesamt gut 400 Millionen Euro helfen. Nach Angaben des zuständigen EU-Kommissars Karel de Gucht hat die Kommission 30 Millionen Euro für die humanitäre Soforthilfe sowie 107 Millionen Euro als rasche Wiederaufbauhilfe bereitgestellt. Zudem stehe für mittel- und langfristige Hilfe ein Betrag von 200 Millionen Euro bereit. Außerdem haben die 27 Mitgliedstaaten bisher 92 Millionen Euro als humanitäre Hilfe bereitgestellt.

dapd/dpa

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