USA/Mexiko

Gesundheitsnotstand wegen Schweinegrippe

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Der Ausbruch der Schweinegrippe in den USA und Mexiko fordert die internationale Staatengemeinschaft zu immer konsequenteren Gegenmaßnahmen heraus.

Die USA riefen nach 20 bestätigten Fällen den Gesundheitsnotstand aus, um an zusätzliche Bundesmittel für Vorsorgemaßnahmen zu kommen In Zentralmexiko stieg die Zahl der Grippetoten auf 81, bei 20 dieser Todesfälle ist der mutierte Schweinegrippe-Erreger vom Typ H1N1 bereits nachgewiesen worden. Die WHO sprach von einem Gesundheitsnotfall internationalen Ausmaßes.

 Mit den zusätzlichen Bundesmitteln werden in den USA im Fall der Schweinegrippe beispielsweise staatliche Lagerbestände an Antiviren-Medikamenten zur möglichen Verteilung vorbereitet, wie Heimatschutzministerin Janet Napolitano erklärte. Bisher sind alle bestätigten Fälle in den USA glimpflich verlaufen.

Zahlreiche Länder haben bereits Vorbereitungen getroffen, um ein Einschleppen des Virus aus Mexiko und den USA zu verhindern. Mexikanische Behörden spürten mögliche Grippekranke in Wohnungen und auf Bahnhöfen auf. Russland sprach eine Reisewarnung für Mexiko aus.

In Zentralmexiko stieg die Zahl der Grippetoten auf 81, bei 20 dieser Todesfälle ist der mutierte Schweinegrippeerreger vom Typ H1N1 bereits nachgewiesen worden. Bei über 1300 Grippekranken wird untersucht, ob ein Zusammenhang zu der Schweinegrippe besteht.

Präsident Felipe Calderón stattete die Gesundheitsbehörden mit Sondervollmachten aus, um die Epidemie einzudämmen. Die Behörden sollen unter anderem das Recht haben, Wohnungen zu betreten, um Grippekranke aufzuspüren, sie zu isolieren und zu behandeln. Auf allen Flughäfen und Busbahnhöfen waren medizinische Teams, auch in Begleitung von Soldaten und Polizisten im Einsatz, um Grippekranke aufzuspüren. In Mexikos Hauptstadt-Region sind seit Freitag alle Schulen geschlossen, Großveranstaltungen sind verboten. Fußballspiele werden ohne Publikum ausgetragen. Und auch die Katholische Kirche hat die Pforten ihrer Kirchen für Sonntagsmessen schließen müssen. Die Regelungen gelten zunächst bis zum nächsten Wochenende. (dpa)

Quelle: rosenheim24.de

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