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Bald auf Fußwegen unterwegs

Fußgänger-Verband nennt E-Skateboards «Knochenbrecher»

E-Skateboards sind ziemlich schnell. Foto: Holger Hollemann
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E-Skateboards sind ziemlich schnell. Foto: Holger Hollemann

Die einen feiern sie als Durchbruch der E-Mobilität. Andere fürchten schwere Unfälle mit Verletzten. Schnelle Skateboards und Tretroller mit Motor sollen demnächst erlaubt werden - und der Streit um die Nutzung von Geh- und Radwegen nimmt Fahrt auf.

Berlin (dpa) - Angesichts der geplanten Erlaubnis für Tretroller und Skateboards mit Elektromotor haben Fußgänger- und Radfahrerinitiativen vor drohenden Unfällen gewarnt.

Der Fußgänger-Lobbyverband Fuss nannte die E-Skateboards am Dienstag in Berlin «Elektro-Raser» und «Knochenbrecher». Fußgänger würden ernsthaften Gefahren ausgesetzt. Der Radfahrer-Verein ADFC hatte bereits kürzlich von «chaotischen Zuständen» auf den Radwegen durch die angekündigten E-Tretroller gesprochen.

Das Bundesverkehrsministerium will kleine Tretroller mit E-Motor im kommenden Jahr auf Radwegen und Straßen erlauben. Außerdem soll es laut mehreren Berichten eine zweijährige Testphase für das Fahren von Skateboards mit Motor geben. Bisher sind diese Fahrzeuge auf öffentlichen Straßen und Wegen verboten.

Der Verband Fuss erklärte: «Zum ersten Mal sollen Motorfahrzeuge auf den Gehwegen fahren dürfen. Wenn das einmal erlaubt ist, fährt hier künftig jeder.» Polizei und Ordnungsämter hätten ja jetzt schon «vor dem wilden Radfahren auf Gehwegen kapituliert». Es drohe ein Rückfall in die Zeit vor 1825, als in Berlin die ersten Gehwege zum Schutz vor Kutschen und Reitern angelegt worden seien. Fußgänger würden mehr Wege zurücklegen als Autofahrer und Radfahrer. «Gerade der stadtfreundlichste Verkehr darf nicht von Spielzeugen für Hipster und gehfaule Touristen gefährdet werden. Fahrzeuge gehören auf die Fahrbahn, an keinen anderen Ort.»

Der ADFC hatte betont: «Wenn ab 2019 eine Welle von E-Scootern durch die Innenstädte holpert, werden wir sehr unschöne Szenen und viele Unfälle erleben.» Wenn die Radwege für Elektrofahrzeuge freigegeben würden, bräuchte man «Hunderttausende Kilometer neuer Radwege mit top-gepflegtem Belag und Überholbreite».

Für Berlin und andere Städte bereiten bereits mehrere Firmen und Start-ups mit viel Kapital umfangreiche Angebote für Elektro-Tretroller zum Ausleihen vor - ähnlich wie die Leih-Fahrräder, Car-Sharing-Autos und Elektro-Motorroller.

In amerikanischen Städten, aber auch in Moskau, Paris und Wien gibt es das Modell bereits. Aus San Francisco und anderen amerikanischen Städten gibt es derweil auch zahlreiche Berichte von Unfällen ungeübter Fahrer, die mit den Roller stürzen.

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