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Zu wenige Anbieter für die große Nachfrage

Teufelsaustreiber gesucht: Exorzisten klagen über Nachwuchsmangel

Polarlichter in Großbritannien
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Exorzisten klagen über Nachwuchsmangel.

Die Nachfrage nach Teufelsaustreibern ist groß, gerade in Italien. Doch es gibt ein Problem mit dem Nachwuchs, wie Teilnehmer bei einem Treffen katholischer Exorzisten beklagen.

Palermo - 500.000 Menschen in Italien suchen pro Jahr die Hilfe eines Exorzisten, berichtet das Onlineportal katholisch.de. Aber es gibt zu wenig Teufelsaustreiber. Binnen weniger Jahre habe sich die Zahl der Hilfesuchenden verdreifacht. Die Nachwuchssorgen bei Exorzisten wurden demnach im Rahmen eines Treffens katholischer Exorzisten im süditalienischen Palermo erörtert.

Wartezeiten sind zu lang

„Alle Menschen, die zu uns kommen, leiden. Doch wir sind zu wenige; die Wartezeiten sind lang", zitiert katholische.de den Sprecher der Internationalen Vereinigung katholischer Exorzisten, Kapuzinerpater Paolo Carlin. Zu wenige junge Priester seien zudem bereit, Exorzist zu werden, wie die italienische Zeitung Corriere della Sera berichtet. 

Die überwältigende Mehrheit derer, die sich an Exorzisten wenden würden, leiden unter spirituellen oder psychiatrischen Problemen, Besessenheit sei demnach eher selten.

Wie wird jemand Exorzist?

Der Vatikan hat die „Internationale Vereinigung der Exorzisten“ (Aie) 2014 offiziell anerkannt und ihre Statuten gebilligt. Exorzisten müssen, laut der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, speziell ausgebildete Geistliche sein, die nur im Auftrag ihres Bischofs handeln dürfen. Die Teufelsaustreibung sei eine festgelegte liturgische Folge von Gebeten und Lesungen aus der Bibel; sie soll sich in aller Stille vollziehen und weder unter Schreien des Besessenen noch flackernden Kerzen stattfinden, heißt es dort.

Laut Corriere della Sera gehören dem Verein etwa 400 Exorzisten an, davon 240 in Italien. Zu einem der berühmten wie umstrittenen Exorzisten der katholischen Kirche gehörte Pater Gabriele Amorth. Er wetterte gegen den IS, Harry Potter oder Homosexuelle: Pater Amorth sah den Teufel, laut tz.de*, vielerorts im Spiel. Im Juli 2016 ist der Exorzist im Alter von 91 Jahren gestorben.

Ein Exorzismus-Fall erschütterte 2015 Deutschland, wie tz.de* berichtete. Fünf Menschen sollen eine Frau (41) bei einer angeblichen Teufelsaustreibung in Frankfurt getötet haben.

ml

*tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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