Sie wollte ihn verlassen

Entführungs-Drama in Hamburg: Vater entführt Mutter vor Augen des Sohnes - Durchbruch bei Ermittlung

Entführung in Hamburg: Eine Frau soll in einer Tiefgarage entführt worden sein. Die Polizei ermittelt. (Symboldbild)
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Entführung in Hamburg: Eine Frau soll in einer Tiefgarage entführt worden sein. Die Polizei ermittelt. (Symboldbild)

Am 18. April ereignete sich ein Entführungs-Drama in Hamburg. Ein Mann soll dabei, vor den Augen seines 18-jährigen Sohnes, seine Frau in ein Auto gezerrt haben. 

  • Am 18. April wurde eine Frau in Hamburg in der Tiefgarage entführt.
  • Ihr 18-jähriger Sohn André S. musste alles mitansehen.
  • Der Täter war der Ehemann der Entführten. 
  • Nun wurde er festgenommen.

Update vom 27. April, 15.05 Uhr: Aufatmen in Hamburg: Die vermisste Mutter des 18-Jährigen wurde unverletzt befreit - das berichtet die Polizei Hamburg. Der VW-Polo, mit dem die Entführung durchgeführt worden war, wurde verlassen in Schleswig-Holstein gefunden.

Die Ermittlungen führten die Beamten schließlich zu einem anderen Fluchtfahrzeug, einem grünen BMW. Am Montag gelang es den Ermittlern, den Verdächtigen - den Vater des 18-Jährigen - in Nordhorn (Niedersachsen) aufzuspüren. Der BMW wurde sichergestellt, der Vater wird nun dem Amtsgericht Oldenburg vorgeführt. Laut Polizei waren noch zwei andere Männer an der Entführung beteiligt.


Entführungs-Drama in Hamburg: Mann entführte Ehefrau vor den Augen des Sohnes

Erstmeldung vom 26. April 2020: Hamburg - Am Samstag, dem 18. April, kam es zu einer furchtbaren Tat. Ein 18-Jähriger war mit seiner Mutter in der Tiefgarage im Stadtteil Eidelstedt von Hamburg unterwegs, als die Mutter  gegen ihren Willen in ein Auto gezerrt wurde. Der Täter solle dabei der Vater des 18-Jährigen und Ehemann der entführten Frau gewesen sein, der den beiden in der Tiefgarage aufgelauert haben soll. Seitdem fehlt jede Spur von der Frau.

Erst vor drei Monaten wurde die Leiche eines 29-Jährigen aus Hamburg, der vermisst war, gefunden.

Entführung in Hamburg: Mutter wird vor Augen des Sohnes in der Tiefgarage entführt

Ihr Sohn André S., der auch Zeuge der Tat gewesen sein soll, versucht nun verzweifelt seine Mutter wiederzufinden. Mit Bild hat er über die Tat gesprochen und richtet einen Appell an seinen Vater: „Bitte lass Mama gehen!“

André S. richtet Appell an seinen Vater: „Bitte lass Mama gehen!“

In dem Appell an seinen Vater schreibt der Auszubildende zum Einzelhandelskaufmann, wie auf bild.de zu lesen ist: „Liebe Mama, ich vermisse dich und mache mir Sorgen um dich. Bitte gib mir ein Zeichen, dass es dir gut geht. Papa, ich entschuldige mich für Sonntag, ich nehme es dir nicht übel und kann dir verzeihen. Bitte lass Mama gehen. Wir finden einen Weg. Mama, du bist für mich die Welt, ich liebe dich.“ Dennoch hat André S. Angst um seine Mutter und ihn plagt die Sorge, was sein Vater mit seiner Mutter gemacht hat, denn sie wollte ihn verlassen, da er wegen bandenmäßigem Diebstahl in Untersuchungshaft war. „Ich habe Angst, dass er Mama ins Ausland verschleppt haben könnte und sie dort festhält, oder ihr bereits etwas Schlimmes angetan hat“, so André S zu bild.de

Entführung in Tiefgarage in Hamburg: André S. hat Hinweise

Die Polizei ermittelt bereits in diesem Fall. André S. möchte dennoch helfen, seine Mutter zu finden. André S. habe erfahren, dass sein Vater sich einen olivegrünen 3er BMW besorgt haben soll. Es könnte daher sein, dass sein Vater mit diesem unterwegs sei. Andrés Aufruf daher: „Wer meine Eltern gesehen hat oder wem der BMW aufgefallen ist, möge sich bitte dringend per Email melden: andre-hh-1806@web.de.“

Es bleibt zu hoffen, dass André S. seine Mutter bald wieder in die Arme nehmen kann und nicht so lange in Unwissenheit leben muss, wie es bei der Vermissten Rebecca Reusch der Fall ist. 

In Dormagen (Nordrhein-Westfalen) endete eine Familien-Tragödie mit zwei Todesopfern - der Verdächtige wurde von der Polizei erschossen.

In einem Entführungsfall in Norwegen ist nun nach anderthalb Jahren ein Verdächtiger festgenommen worden.

SL

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