Drei Tote bei Angriff auf Verwaltungsgebäude

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Kabul - Im Osten Afghanistans haben bewaffnete Angreifer am Sonntag ein Verwaltungsgebäude gestürmt und dabei mindestens drei Menschen getötet. Das Feuergefecht dauerte am Vormittag noch an.

Wie ein Sprecher der Sicherheitskräfte in der Stadt Chost mitteilte, erschossen die mit Sprengstoff ausgerüsteten Männer am frühen Morgen zunächst einen Wachmann. Anschließend seien sie in den zweiten Stock des Gebäudes vorgedrungen und hätten von dort das Feuer auf Polizisten und Soldaten in der unmittelbaren Umgebung eröffnet. Das Feuergefecht dauerte am Vormittag noch an.

Die Sicherheitskräfte hätten das Gelände umstellt, sagte der Chef der Polizei der gleichnamigen Provinz Chost, Abdul Hakim Ischaksai. Das Gebäude werde jedoch nicht gestürmt, weil zu befürchten sei, dass die Attentäter dann ihre Sprengstoffwesten zündeten. Insgesamt drei Polizisten seien erschossen worden, es sei aber davon auszugehen, dass auch einige der Angreifer bei dem Feuergefecht getötet worden seien, sagte Ischaksai weiter.

Das ist Afghanistan

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Den Angaben zufolge hatten drei bis vier mit Gewehren und Sprengstoffwesten bewaffnete Männer das Verwaltungsgebäude gestürmt. In einer Mitteilung an die Nachrichtenagentur AP bekannten sich die radikalislamischen Taliban zu dem Anschlag.

Erst am Samstag war ein Selbstmordattentäter in das wichtigste Militärkrankenhaus in der Hauptstadt Kabul eingedrungen. Bei der Explosion seines Sprengsatzes wurden mindestens sechs afghanische Medizinstudenten getötet und 23 weitere Menschen verletzt.

dapd

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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