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Impfangebot an alle bis Mitte 2021

Corona-Impfstart in Deutschland: Lindner fordert mehr Tempo bei Impfstoffproduktion - „Frage von Leben und Tod“

Die Corona-Impfungen sind am Wochenende gestartet (27. Dezember). Ist das Tempo in Deutschland zu langsam? Nach Karl Lauterbach fordern auch andere mehr Tempo bei der Impfstoff-Produktion.

  • Der Impfstoff von Biontech/Pfizer wurde bereits in Großbritannien und den USA zugelassen. Am Montag wurde das Präparat auch von der EU-Kommission zugelassen.
  • In Deutschland ist die Verteilung durch die Corona-Impfstoffverordnung geregelt.
  • Nach SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fordert auch FDP-Chef Lindner eine schnellere Impfstoff-Produktion (Update vom 28. Dezember, 7.07 Uhr und 27. Dezember, 16.09 Uhr).

+++ Wir beenden diesen Ticker. Alle weiteren Entwicklungen zu den Corona-Impfungen in Deutschland lesen Sie fortan in diesem News-Ticker. +++

Update vom 28. Dezember, 7.07 Uhr: Nach dem Start der ersten Corona-Impfungen am Wochenende, wird die Forderung laut, dass es mit dem Impfen schneller gehen müsse.

„Es ist ein krisenhafter Zustand, da brauchen wir eine Krisenproduktion“, sagte FDP-Chef Christian Lindner im Internetprogramm der Bild-Zeitung. Deutschland müsse rechtlich, wirtschaftlich, politisch und technologisch alles tun, damit schneller geimpft werden könne. „Das ist eine Frage von Leben und Tod, eine Frage unserer Freiheit. Und es ist eine Überlebensfrage auch für unsere Wirtschaft, denn die ist schon auf der Intensivstation.“

Konkret regte der FDP-Vorsitzende an, den Impfstoff der Mainzer Firma Biontech und ihres US-Partners Pfizer von anderen Herstellern in Lizenz produzieren zu lassen, berichtet die Deutsche Presse-Agentur. „Die Regierung sollte mit der pharmazeutischen Industrie insgesamt prüfen: Wo gibt es noch Kapazitäten, die genutzt werden können für die Produktion eines Impfstoffs?“

„Uns läuft die Zeit davon“: Lauterbach besorgt wegen Corona-Mutationen - Impfstoff-Appell an Bundesregierung

Update vom 27. Dezember, 16.09 Uhr: Karl Lauterbach* fordert eine Erhöhung der Produktionskapazitäten für den Corona-Impfstoff der Firmen Biontech und Pfizer. „Die Impfung läuft gut an. Das Problem aber ist, dass wir mit dem vorhandenen Impfstoff nur fünf Millionen Menschen bis Ende März impfen können“, sagte der SPD-Gesundheitsexperte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). „Uns läuft aber die Zeit davon. Das Virus hat bereits Mutationen gebildet.“

Karl Lauterbach ist besorgt wegen der Corona-Mutationen.

Lauterbach verwies auf neuere Studien, wonach das Virus diese Mutationen vielleicht in immungeschwächten Patienten bilden könnte - zum Beispiel bei Krebspatienten oder Autoimmun-Erkrankten. „Durch die Mutationen wird die Impfung zum Wettlauf mit dem Virus. Wir müssen also möglichst schnell impfen, bevor sich die Mutationen auch gegen die Impfung auswirken.“ Die Bundesregierung sollte deshalb unbedingt prüfen, ob die Produktionskapazität für den Impfstoff in Deutschland kurzfristig aufgebaut oder erhöht werden könne, verlangte er.

Impfstart in Deutschland: Kommt bald noch mehr Impfstoff? Neuer Hersteller mit guten Nachrichten

Update vom 27. Dezember, 14.19 Uhr: In Großbritannien wird in Kürze die Zulassung des Corona-Impfstoffs des Pharmakonzerns AstraZeneca erwartet. Kurz vor der Entscheidung durch die britische Gesundheitsbehörde MHRA versicherte der Konzern nochmals die volle Zuverlässigkeit seines Produktes.

„Wir glauben, dass wir die Gewinner-Formel gefunden haben“, sagte Unternehmenschef Pascal Soriot der Sunday Times. Der Impfstoff von AstraZeneca könne einen „hundertprozentigen Schutz“ gegen schwere Verlaufsformen einer Erkrankung mit dem Covid-19-Erreger bieten. AstraZeneca entwickelte seinen Impfstoff zusammen mit der Universität Oxford. Es sei inzwischen die Rezeptur gefunden worden, die mit zwei Dosen „genauso gut wirkt wie die anderen“ bisher zugelassenen Impfstoffe, sagte Soriot. Er zeigte sich zudem zuversichtlich, dass der AstraZeneca-Impfstoff auch gegen die Corona-Mutation wirksam sei, die kürzlich in Großbritannien entdeckt wurde.

Die Entscheidung über den Impfstoff könnte laut der Sunday Times bereits am Montag fallen. Auch Deutschland würde von einer Zulassung profitieren. Denn über die Europäische Union sind 56,2 Millionen Dosen des AstraZeneca-Präparats für die Bundesrepublik vorgesehen.

Corona-Impfstart in Deutschland: Mancherorts verhindern Pannen die Impfungen

Update vom 27. Dezember, 12.06 Uhr: Die Impfkampagne ist in Deutschland angelaufen, der Start verlief mancherorts allerdings alles andere als reibungslos. Sechs Landkreise in Bayern mussten am Sonntag die geplanten Corona-Impfungen wegen möglicher Probleme in der Kühlkette für den Impfstoff verschieben. „Beim Auslesen der Temperaturlogger, die in den zentral beschafften Kühlboxen beigelegt wurden, sind Zweifel an der Einhaltung der Kühlkette für den Impfstoff aufgekommen“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der betroffenen Landräte. Wann auch in den sechs Kreisen geimpft werden kann, stand einem Sprecher des bayerischen Gesundheitsministeriums zufolge zunächst nicht fest.

Nach scharfer Kritik am Corona-Impfplan: Gesundheitsminister Jens Spahn ist „stolz“

Update vom 27. Dezember, 11.01 Uhr: „Zuversicht und Hoffnung“ gibt der heutige Impfstart nach den Worten von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. „Die Impfung ist der Schlüssel raus aus der Pandemie“, twitterte der CDU-Politiker am Sonntag. Es erfülle ihn mit Stolz, dass dieser Impfstoff in Deutschland entwickelt worden sei.

Zuvor hatte sich der Minister scharfer Kritik ausgesetzt gesehen. Der Impfplan der Regierung greife zu spät, es gebe zu wenig Dosen des Vakzins, beanstandete die FDP. Einen Mangel an Klarheit und ein „Durcheinander“ der Stimmen bemängelten die Grünen.

Corona-Impfungen in Deutschland: Die bundesweite Kampagne ist angelaufen

Update vom 27. Dezember, 9.22 Uhr: Die Impfungen gegen das Coronavirus sind bundesweit angelaufen. In Berlin bekam am Sonntagmorgen eine 101 Jahre alte Seniorin im Beisein von Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) in einem Pflegeheim eine Spritze mit dem Impfstoff der Firmen Biontech und Pfizer. In Siegen in Nordrhein-Westfalen wurde am Vormittag die 95-jährige Erika Löwer einem Seniorenheim geimpft. In Magdeburg begannen drei mobile Impfteams um kurz vor 9.00 Uhr, Bewohnerinnen und Bewohner eines kommunalen Pflegeheims zu impfen, wie Matthias Boxhorn, organisatorischer Leiter vom zuständigen Johanniter-Regionalverband sagte. Rund 120 Senioren sowie etwa 60 Mitarbeiter wollten sich immunisieren lassen.

Die beispiellose Impfkampagne gegen Covid-19 startet an diesem Sonntag in ganz Deutschland. Zuerst sollen Menschen über 80 Jahre sowie Pflegekräfte und besonders gefährdetes Krankenhauspersonal immunisiert werden. Dazu werden vor allem mobile Impfteams unterwegs sein. Die mehr als 400 Impfzentren werden größtenteils erst in den nächsten Tagen in Betrieb genommen.

Corona-Impfungen in Deutschland: Harsche Kritik an der Planung von Jens Spahn

Update vom 26. Dezember, 17.20 Uhr: „Zu wenig, zu spät, zu schlecht koordiniert“, Bayerns FDP-Fraktionschef Martin Hagen schießt heftig gegen den Impf-Plan von Jens Spahn. Beim Impfen drohe ein ähnliches Chaos wie bei den Tests, klagt er gegenüber Focus.de. Die erste Impfung ist mittlerweile gemacht, scharfe Kritik hagelt es von der Opposition aber nach wie vor.

„Dass in den USA schon eine Million Menschen geimpft wurden, während Münchner Kliniken noch auf die ersten Dosen des Vakzins warten, ist peinlich“, schäumt Hagen, „der Staat ist bei Einschränkungen für die Bürger leider immer deutlich schneller bei der Hand als bei der Erledigung seiner Hausaufgaben.“

Corona-Impfung in Deutschland: Heftige Kritik an Spahn und Impfplan - „Durcheinander der Stimmen“

Update vom 26. Dezember, 13.55 Uhr: Zum Start der Impfungen gegen das Coronavirus hat die Opposition Gesundheitsminister Jens Spahn Versäumnisse vorgeworfen und mehr Klarheit für die Bürger gefordert. FDP-Fraktionsvize Michael Theurer sagte der Nachrichtenagentur AFP am Samstag, während der in Deutschland hergestellte Impfstoff „längst Leben in den USA und Großbritannien rettet“, müsse ganz Europa noch bis Sonntag warten. Damit habe Spahn nicht Wort gehalten. Zuerst sei im Ausland und „eben nicht in Deutschland geimpft“ worden. Zudem herrsche Verunsicherung, wer bis wann geimpft werde.

Corona-Impfstart in Deutschland: Opposition kritisiert Spahn und Impfplan scharf

FDP-Chef Christian Lindner übte ebenfalls Kritik* am Impfplan. „Wir sind nicht ausreichend vorbereitet auf das Impfen“, erklärte er gegenüber der dpa. Gesundheitsminister Spahn habe Zusagen gemacht. Aber: „Da ist noch einiges zu tun, damit das praktisch auch gewährleistet werden kann.“

Die Grünen-Abgeordnete Kordula Schulz-Asche sprach von einem „Durcheinander der Stimmen von Bundes- und Landesregierungen“. Stattdessen bräuchten die Menschen „Klarheit, um ihr alltägliches Leben während der Pandemie organisieren und meistern zu können“. Vertrauen sei ein „wichtiger Baustein in einer breit aufgestellten und langfristigen Strategie“ gegen das Coronavirus.

Pressekonferenz von Jens Spahn zum Corona-Impfstart in Deutschland

Update vom 26. Dezember, 11.26 Uhr: Die Pressekonferenz von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zum Corona-Impfstart in Deutschland ist beendet.

Update vom 26. Dezember, 11.20 Uhr: Die Verfassungsorgane haben in der Impf-Reihenfolge keine Priorität, sagte der Bundesgesundheitsminister. Sollte es Sinn machen, sich vorzeitig impfen zu lassen, um beispielsweise Vertrauen zu stärken, sei er dazu bereit, sagt Spahn. Aber man habe sich bewusst dafür entschieden, zunächst die „Verletzlichen“ zu impfen. Durch die Informationen und durch die neue Kampagne „Ärmel hoch“ sollen alle bestmöglich über die Corona-Impfung informiert werden.

Update vom 26. Dezember, 11.17 Uhr: Der Gesundheitsminister bittet um Verständnis, sollte nicht alles auf Anhieb perfekt funktionieren. Das sei bei einem solch komplexen logistischen Prozess schwierig umzusetzen. „Es wird am Anfang ruckeln“, betont Spahn erneut.

Corona-Impfstart in Deutschland: Spahn appelliert an die Bevölkerung - „Wer mitmacht, rettet Leben“

Update vom 26. Dezember, 11.14 Uhr: Spahn bittet die jungen Menschen darum, dass nicht jeder ab Sonntag versucht, einen Impftermin zu bekommen. Man solle den Risikogruppen und dem Kranken- und Pflegepersonal den Vortritt lassen. Der Gesundheitsminister bekräftigt das Ziel, Mitte des Jahres „mit dem Impfen in die Fläche zu gehen und jedem der will, ein Impfangebot zu machen“.

Update vom 26. Dezember, 11.10 Uhr: „Die Impfzentren sind startklar, die Impf-Teams stehen“, versichert Spahn. Er appellierte an die Bevölkerung, die größte Impfkampagne in der deutschen Geschichte zu unterstützen, damit sie ein Erfolg werden kann. „Dieser Impfstoff ist der entscheidende Schlüssel, diese Pandemie zu besiegen. Er ist der Schlüssel dafür, dass wir unser Leben zurückbekommen können.“ Durch die Impfung soll eine Rückkehr zur Normalität möglich werden. „Wer mitmacht, rettet Leben“, sagt Spahn.

Corona-Impfstart in Deutschland: Spahn-PK zum weiteren Vorgehen

Update vom 26. Dezember, 11.07 Uhr: „Wir wollten keinen nationalen Alleingang mit einer Notzulassung“, sagt Spahn. Er sei stolz darauf, dass die EU bei der Corona-Impfung einen gemeinsamen Weg geht. Spahn stellt klar, dass die Impfung weiterhin ein Angebot ist und freiwillig bleibt. Der Bund startet die Kampagne „Ärmel hoch“. Darin soll die Priorisierung der Risikogruppen erklärt werden. Zudem soll damit für eine möglichst hohe Teilnehmerzahl an den Corona-Impfungen geworben werden.

Update vom 26. Dezember, 11.02 Uhr: Gesundheitsminister Jens Spahn beginnt die Pressekonferenz. „Es gibt sie, die frohe Weihnachtsbotschaft“, kündigt er den morgigen Impfstart an. Die Impfung ist der Schlüssel dazu, dass wir unser normales Leben zurückbekommen. Er erklärte, dass zunächst die Risikogruppen, sowie das Personal in Alten- und Pflegeheimen und Krankenhäusern geimpft werden sollen.

Start der Corona-Impfungen ist für Laschet ein „befreiendes Gefühl“

Update vom 26. Dezember, 10.32 Uhr: Die Pressekonferenz mit NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und Gesundheitsminister Karl Josef Laumann zum Start der Corona-Impfungen ist beendet. Für 11 Uhr ist eine Pressekonferenz von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn angekündigt, in der er über den Impfstart in Deutschland informieren wird.

Update vom 26. Dezember, 10.22 Uhr: Der NRW-Ministerpräsident bezeichnet den Beginn der Corona-Impfungen als „befreiendes Gefühl“. Die vergangenen Monate seien politisch die schwierigsten seines Lebens gewesen. Mit jeder getroffenen Entscheidung habe man das Leben von Millionen Menschen direkt beeinflusst. „Der Impfstoff bietet eine Perspektive, dass wir zurück ins normale Leben können“, zeigt sich Laschet hoffnungsvoll.

Armin Laschet sprach am zweiten Weihnachtsfeiertag über den Start der Corona-Impfungen am 27. Dezember.

Update vom 26. Dezember, 10.18 Uhr: Laschet betont, dass der Impfstart ein Lichtblick in der Corona-Pandemie ist. Durch den Beginn der Corona-Impfungen soll die Bevölkerung weiter ermutigt werden, sich an die derzeitigen Lockdown-Regeln und geltenden Einschränkungen zu halten. Es sei ein wichtiges Signal, dass der Start der Impfungen noch in diesem Jahr stattfinden kann.

Corona-Impfstart in NRW: Laumann bezeichnet Beginn der Impfungen als schönes Geschenk

Update vom 26. Dezember, 10.12 Uhr: Auch Bedienstete von Krankenhäusern sollen zu Beginn geimpft werden. Laumann betont dass der Impfstoff deutlich mehr Chancen als Risiken bietet. Sein Aufruf: „Leute, lasst euch impfen, damit wir eine Immunisierung der Bevölkerung erreichen können.“

Update vom 26. Dezember, 10.10: NRW-Gesundheitsminister Karl Josef Laumann bezeichnet den Start der Impfungen als ein schönes Geschenk. In allen 53 Kreisen soll die Corona-Impfung am morgigen Sonntag in Altenheimen starten, kündigt er an. In den kommenden Wochen soll es bis zu 140.000 Impfungen pro Woche geben. „Wenn wir die Altenheime immunisiert haben, fällt mir ein großer Stein vom Herzen“, stellt Laumann klar.

Corona-Impfstoff: NRW-Ministerpräsident Laschet äußert sich in einer PK zum Impfstart

Update vom 26. Dezember, 10.08: Laschet lobt die gerechte Verteilung des Impfstoffs innerhalb der EU. Er kündigt den Impfstart in NRW sowie die Verteilung des Impfstoffs auf die Impfzentren im Land am morgigen Sonntag an. Bereits zuvor teilte Laschet in einer Pressemitteilung mit: „Das ist ein wichtiger Moment der Zuversicht. Mit der Lieferung des ersten Corona- Impfstoffes entsteht Hoffnung auf ein normales Leben, wie wir es vor dem Virus gekannt haben.“

Update vom 26. Dezember, 10.05 Uhr: „Es ist ein besonderer Tag für Nordrhein-Westfalen“, beginnt Armin Laschet die Pressekonferenz. Der Corona-Impfstoff für sein Bundesland wurde am heutigen Morgen in ein Zentrallager angeliefert. Er lobt die Wissenschaft für die Herstellung des Impfstoffs. Es freue ihn besonders, dass es durch jemanden gelungen ist, der in NRW groß geworden ist - Biontech-Chef Ugur Sahin.

Corona-Impfstart: Spahn und Laschet äußern sich

Update vom 26. Dezember, 9.05 Uhr: Einen Tag vor Beginn der Corona-Impfungen in Deutschland kommt an diesem Samstag der Impfstoff in den einzelnen Bundesländern an. Der Bund lässt mehrere zehntausend Dosen der Firma Biontech an insgesamt 27 Standorte liefern. Von dort werden sie an Impfzentren und mobile Teams verteilt, die dann am Sonntag die ersten Impfungen verabreichen sollen. Zuerst sollen Menschen über 80 sowie Pflegekräfte und besonders gefährdetes Krankenhauspersonal immunisiert werden.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn wird an diesem Samstag auf einer Pressekonferenz (11.00 Uhr) in Berlin über die Impfaktion informieren. Er hat die Bevölkerung bereits auf mögliche Anlaufschwierigkeiten eingestellt: „Es wird am Anfang ruckeln.“ In Düsseldorf wollen sich der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet und NRW-Gesundheitsminister Karl Josef Laumann (beide CDU) nach Ankunft des ersten Impfstoffs in dem Bundesland äußern.

Corona in Deutschland: Impfstart am 27. Dezember

Update vom 25. Dezember, 9.42 Uhr: Der Weg ist endgültig frei – ab Sonntag, 27. Dezember, können in Deutschland die ersten Menschen geimpft werden. In den Impfstoff werden bei der Pandemie-Bekämpfung viele Hoffnungen gesetzt. Ein Experte aus Kiel warnt jetzt aber vor vorschnellem Aufatmen. Der Impfstart wird „die Epidemie vorerst nicht beeinflussen“, sagt der Infektionsmediziner Prof. Helmut Fickenscher der dpa. „Dies liegt daran, dass wir einfach viel zu viele Leute zu impfen haben und noch längere Zeit nicht genügend Impfstoff zu Verfügung haben werden“, so der Wissenschaftler vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein.

Eine günstige Corona-Entwicklung 2021 hängt laut Fickenscher davon ab, ob die weitgehende Durchimpfung der Bevölkerung - seien es nun 60 oder 80 Prozent - vor dem kommenden Winter abgeschlossen ist. Vor Ostern rechnet der Virologe nicht mit deutlichen Lockerungen der Corona-Auflagen. Vielleicht könnten einige Branchen vorher schon wieder öffnen. Aber eine relevante Lockerung im Alltag erwarte er erst, wenn es deutlich wärmer wird. Daher wünsche er sich, dass der Frühling warm und frühzeitig beginne.

Nach einer neuen YouGov-Umfrage wollen sich rund zwei Drittel mit dem Impfstoff behandeln lassen. 32 Prozent der Befragten gaben an, sich so schnell wie möglich impfen lassen zu wollen. Weitere 33 Prozent sind zwar ebenfalls dazu entschlossen, wollen aber trotzdem erst einmal mögliche Folgen der Impfung bei anderen abwarten.

Corona in Deutschland: Kontrolllabor gibt getestete Chargen des Impfstoffs frei

Update vom 23. Dezember, 13.26 Uhr: Wie das Paul-Ehrlich-Institut soeben auf Twitter mitteilte, wurden mehrere Impfstoffchargen stichprobenartig getestet und freigegeben. Das Institut hat nach eigenen Angeben die experimentelle Prüfung der Chargen bereits zu einem Zeitpunkt begonnen, zu dem der Hersteller ebenfalls noch Chargentests durchgeführt hat. Das Paul-Ehrlich-Institut gehört zu den europäischen amtlichen Arzneimittel-Kontrolllaboren (Official Medicines Control Laboratory, OMCL), die in Europa die experimentelle Prüfung von Impfstoffen vornehmen können.

Darüber hinaus hat Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) bekannt gegeben, dass er mit einer Immunisierung der Altenheime gegen das Coronavirus bis Ende Februar erwartet. „Dann wäre an der Covid-Front sehr, sehr viel gewonnen“, sagte Laumann am Mittwoch in Düsseldorf. „Ich bin sicher, dass dann auch in erheblichem Umfang die Sterbefälle zurückgehen.“

Erstmeldung vom 23. Dezember, 12.40 Uhr: Berlin - Endlich ist es so weit. Am vergangenen Montag hat die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) den Impfstoff von Biontech und Pfizer zugelassen. In Deutschland müssen die einzelnen Impfchargen noch vom Paul-Ehrlich-Institut (PEI) stichprobenartig geprüft und freigegeben werden. Sobald diese der Überprüfung standhalten, kann ab dem kommenden Sonntag, 27. Dezember, in Deutschland geimpft werden.

Impfungen in Deutschland: Wann und wer wird als erstes geimpft?

Nach der bedingten Impfstoffzulassung in der Europäischen Union sollen am 27. Dezember die ersten Menschen die Corona-Vakzin erhalten. Den Angaben von Jens Spahn zufolge sollen bis Jahresende mehr als 1,3 Millionen Impfdosen an die Bundesländer verteilt werden. Anschließend sollen im Januar jede Woche mindestens 670.000 Dosen ausgeliefert werden, erklärte Spahn auf Twitter. Insgesamt hat sich Deutschland bisher mehr als 300 Millionen Dosen gesichert.

Sobald der Corona-Impfstoff* in Deutschland angekommen ist, sollen die Impfungen nach der vom Bund festgelegten Impfstrategie beginnen. Demnach haben grundsätzlich alle Menschen einen Anspruch auf die Impfung*, die einen Wohnsitz in Deutschland haben oder in deutschen Pflegeeinrichtungen arbeiten, aber hier nicht wohnen. Da der Impfstoff zunächst nur begrenzt vorhanden sein wird, wurde eine Impf-Reihenfolge festgelegt. Bis wann alle Menschen geimpft werden können, ist noch nicht abschließend geklärt. Abhängig ist das vor allem davon, welche weiteren Impfstoffe zugelassen werden und ob es dann auch ausreichende Kontingente der Impfstoffe gibt. Gesundheitsminister Jens Spahn erklärte zwar, dass es das Ziel sei, allen ein Impfangebot zu machen, aber es wohl noch bis zum nächsten Sommer dauern wird, bis jeder geimpft werden könne, der dies wolle. Bis es soweit ist, soll nach dieser Reihenfolge geimpft werden:

  • Gruppe 1: Menschen über 80 Jahren, hochbetagte und pflegebedürftige Personen, medizinisches Fachpersonal vor allem auf Intensivstationen, Notaufnahmen, Rettungsdiensten, sowie im ambulanten Pflegebereich. Diese Gruppe umfasst etwa 8,6 Millionen Menschen.
  • Gruppe 2: Über 70-Jährige, Demenzkranke, Menschen mit Trisomie 21, Transplantationspatienten, Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen, Bewohner von Obdachlosen- oder Asylbewerberunterkünften.
  • Gruppe 3: Menschen über 60 Jahre, stark Übergewichtige, Personen mit schweren oder chronischen Krankheiten, Mitarbeiter „in besonders relevanter Position in staatlichen Einrichtungen“, Erzieher, Mitarbeiter im Einzelhandel.

Wo erhalte ich den Impfstoff und wie viel kostet er?

Seit mehreren Tagen laufen die Vorbereitungen für den Start der Corona-Impfungen auf Hochtouren. In jedem Landkreis soll zunächst ein Impfzentrum* eingerichtet werden. Zu einem späteren, nicht näher definierten Zeitpunkt, soll die Impfung auch in Arzt-Praxen möglich sein. Für Menschen, die ihren Wohnort nicht oder nur einschränkt verlassen können, werden mobile Impftrupps zum Einsatz kommen. Die Kosten für Aufbau, Organisation und die Betriebskosten teilen sich die Länder mit den gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen. Der Bund übernimmt die Kosten für den Impfstoff.

Welche Nebenwirkungen hat der Impfstoff?

Bei Pfizer und Moderna haben bisher etwa zwei Prozent der geimpften Personen schwere Nebenwirkungen entwickelt, wie etwa hohes Fieber von 39 bis 40 Grad Celsius. Etwa die Hälfte der Geimpften habe dagegen lokale oder systemische, nicht gravierende Nebenwirkungen wie Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Schlappheit oder Schmerzen an der Einstichstelle. Informationen zu Nebenwirkungen und Unverträglichkeit des Impfstoffes sollen in einer vom Paul-Ehrlich-Institut entwickelten App transparent festgehalten werden. Über die Dauer der Wirkung des Impfstoffes ist derweil noch nichts bekannt.

Wie wirksam ist der Impfstoff von Biontech und Pfizer?

Mit dem Impfstoff „Comirnaty“ von Biontech haben geimpfte Personen eine relative Reduktion des Infektionsrisikos um 95 % im Vergleich zu Menschen, die nicht geimpft worden sind. Der Name des Impfstoffes „Comirnaty“ setzt sich zusammen aus Covid-19, mRNA (die Bezeichnung des Botenmoleküls), Community (englisch für Gemeinschaft) und Immunity (englisch für Immunität). Zwar wurde der Impfstoff von der Europäischen Kommission zugelassen, diese Zulassung ist jedoch an Bedingungen geknüpft. Biontech und Pfizer sind auch nach dem Start der regulären Impfung dazu verpflichtet Daten zur Langzeitwirkung an die EMA zu übermitteln. Am 6. Januar will die EMA dann über eine Zulassung des Impfstoffes von Moderna beraten. Dieser Impfstoff wurde bereits in mehreren Ländern, unter anderem den USA zugelassen. (phf) *Merkur.de gehört zum Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerk.

Umfrage: Wie erleben Sie die Corona-Pandemie?

Wie verändern sich Ihr Wohlbefinden, Ihre sozialen Kontakte, Ihre Arbeitssituation? In einer groß angelegten Studie will das gemeinnützige Forschungsinstitut ISDC herausfinden, was die Pandemie sozial, psychologisch und ökonomisch für uns bedeutet. Sie, liebe Leserinnen und Leser, können bei dieser Befragung mitmachen – und dabei gewinnen: Unter allen Teilnehmenden im Dezember verlost das ISDC zehn Einkaufsgutscheine im Wert von je 50 Euro. Die Umfrage dauert circa 15 Minuten. Alle Daten werden streng vertraulich behandelt. Nach Abschluss der Studie werden wir über die Ergebnisse aus den unterschiedlichen Stadtvierteln und Landkreisen berichten.
Die Teilnahme ist nur online möglich unter dem Link: www.lifewithcorona.org/mm-tz
Das International Security and Devolopment Center (ISDC) in Berlin befasst sich seit Jahren mit den Auswirkungen von Krisen in unterschiedlichen Staaten und Regionen auf die Bevölkerung. So forscht das Institut in Entwicklungsländern, aber auch die Folgen des Terrors vom 11. September wurden so untersucht. Jetzt interessiert die Wissenschaftler insbesondere, welche Auswirkungen unterschiedliche Lebenssituationen, etwa in der Großstadt oder auf dem Land, auf den Umgang der Menschen mit der Pandemie haben. Helfen Sie mit, liebe Leserinnen und Leser, mehr darüber herauszufinden!

Rubriklistenbild: © Adam BERRY / AFP

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