Eine Chance für die Gesellschaft

Die Corona-Krise zieht Sie runter? Das machen Menschen, um guter Dinge zu bleiben

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Menschen in Italien musizieren gemeinsam - eine Art, sich in Zeiten des Coronavirus abzulenken.

Das Coronavirus verändert die Welt. Um besser mit Sorgen und Ängsten umzugehen, greifen Menschen weltweit zu ganz unterschiedlichen Mitteln - und machen anderen Mut.

  • Das Coronavirus* hält die Welt in Atem, viele Menschen sind verunsichert.
  • Was tun, wenn einem die aktuelle Situation auf das Gemüt schlägt?
  • Wie Menschen die Krise nutzen, um sich und anderen Mut zu machen.

München - Die Coronavirus-Krise hält die Welt in Atem. Nachdem sich das Coronavirus Sars-CoV-2 seit Dezember in China stark ausgebreitet hatte, schwappte die Welle der Infizierten auch nach Europa über. Viele Menschen, die bislang nicht vom Virus betroffen sind, zeigen Verunsicherung, Panik - oft wird sogar von Hysterie gesprochen. 

Die Sorge der Bundesbürger vor Corona-Ansteckung hat sich laut ARD-Deutschland-Trend innerhalb von zwei Wochen verdoppelt. Rund die Hälfte der Wahlberechtigten macht sich aktuell große (29 Prozent) bis sehr große (19 Prozent) Sorgen, dass sie selbst oder Familienangehörige sich mit der Lungenkrankheit infizieren. 


Das berichtete der WDR am Freitag in Köln. Was tun, wenn einem die aktuelle Situation rund um das Coronavirus Sars-CoV-2 auf das Gemüt schlägt?

Trotz der Coronavirus-Krise bei guter Laune bleiben

Den Kopf während der aktuellen Situation in den Sand stecken? „Nein“, haben sich die Menschen in Italien gedacht und die Krise auf eine besonders herzerwärmende Weise genutzt. 

Um sich die Zeit in der eigenen Wohnung zu vertreiben und nicht zu sehr negativen Gedanken nachzuhängen, musizieren sie gemeinsam und unterhalten so ihre Nachbarn. 

Corona-Krise: Was man in diesen Zeiten alles unternehmen kann - Kontakte aufrechterhalten

Das Coronavirus bedeutet für tausende Menschen weltweit: Zuhause bleiben, Freunde vorerst nicht treffen - nur für die Arbeit oder Einkäufe das Haus verlassen. 

Doch nur, weil man vorerst den Kontakt von Gesicht zu Gesicht einschränken muss, um die Ausbreitung des Coronavirus* zu verlangsamen, heißt das nicht, dass man sich gar nicht mehr sehen oder hören kann.

Im Zeitalter digitaler Medien ist sogar einiges möglich. Wozu gibt es schließlich WhatsApp, Facebook, E-Mail, das Telefon oder Handy, Skype oder Facetime? 

Corona-Krise: Serien, Filme, Spiele sorgen für Ablenkung

Nichts spricht außerdem dagegen, sich zusammen mit der Familie Serien anzusehen, sich einen gemütlichen Fernsehabend zu machen oder Spiele, wie etwa das altbekannte Mensch-Ärgere-Dich-Nicht herauszuholen. 

In Zeiten der Corona-Krise: Sport an der frischen Luft

Auch wenn in Bayern bereits eine Ausgangsbeschränkung verhängt wurde, bedeutet das nicht, dass man nicht mehr an die frische Luft gehen darf. Auch hierzu äußerte sich Ministerpräsident Söder am Freitag. 

So seien Sport und Bewegung an der frischen Luft gestattet - dies aber nur alleine oder mit den Personen, mit denen man zusammenlebt. Ein wichtiger Punkt, denn: Bewegung an der frischen Luft - sei es ein Spaziergang oder ein Ausdauerlauf - tut einfach gut, hebt die Stimmung und fördert das Immunsystem. 

Eine erste Großstadt hat in Deutschland eine Ausgangssperre verhängt. Unterdessen fragen sich viele, was der Unterschied zu einer Ausgangsbeschränkung ist.

Corona-Krise: Live-Videos auf Instagram und Facebook

So manch einer wird sich wohl auch fragen, was wohl die Stars und Sternchen der Musikbranche in Corona-Zeiten wohl so machen? Isoliert im Musikstudio? - Von wegen. Robbie Williams beispielsweise verbreitet über Instagram-Live gute Stimmung, indem er Hits der 80er, 90er, aktuelle und eigene Songs singt. 

Auch Chris Martin, Sänger der Band Coldplay, ging am Donnerstag auf Facebook live und sprach und sang dort für seine Fans. Wer weiß welche Bands, Sängerinnen und Sänger noch nachziehen werden? 

Corona-Krise: Eine Chance für die Gesellschaft

Aus Sicht des Sozialpsychologen Harald Welzer bietet die Corona-Krise auch große Chancen für die Gesellschaft. „Wir sind in einer Situation, in der etwas geschehen ist, das fast alle Routinen und den Normalbetrieb unterbricht“, sagte Welzer, der in Hannover erscheinenden Neuen Presse. Daraus könne eine „Lerngeschichte“ werden. Die Krise lehre außerdem, dass jederzeit etwas passieren könne, mit dem vorher keiner gerechnet habe.

Indes entstehen in vielen Städten Hilfsorganisationen, Menschen spenden oder gründen Nachbarschaftshilfen.

Corona-Krise: Wie Eltern jetzt gegenüber ihren Kinder reagieren sollten

Besonders Eltern stehen jetzt vor einer großen Herausforderung. Nicht nur die Schulen sind geschlossen, die Aktivitäten der Kinder sind aufgrund der Ansteckungsgefahr ebenfalls eingeschränkt. Alle Entwicklungen werden bei den Kindern zu Fragen zur aktuellen Situation führen. 

Kinderärzte und Kinderpsychotherapeuten warnen Eltern nun davor, bei ihren Kindern Angst zu schüren. „Eine Belastung wird es für Kinder, wenn die Eltern Angst zeigen. Wenn Eltern unruhig werden, übertragt sich das natürlich auf die Kinder.“ Stattdessen solle man als Erziehungsberechtige/r versuchen alle Informationen ruhig einzuordnen. Kindern würden in den meisten Fällen entspannt reagieren. 

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