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Corona-Pandemie

Virologe nennt Bedingung für vierte Impfung

Ulf Dittmer
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Virologe Ulf Dittmer hat in einem Videocast über die zweite Booster-Impfung gesprochen. (Archivfoto)

Kommt die zweite Booster-Impfung im Frühjahr oder Sommer? Für einen Virologen ist das an eine entscheidende Bedingung geknüpft.

Frankfurt – Derzeit werden die Menschen in Deutschland dazu aufgerufen, sich boostern zu lassen. Laut Daten des Bundesgesundheitsministeriums sind diesem Aufruf bisher 36,8 Millionen Bürgerinnen und Bürger nachgekommen, das entspricht 44,2 Prozent der Bevölkerung. Die Gesundheitsministerinnen und Gesundheitsminister der Bundesländer debattieren derweil bereits über die vierte Corona-Impfung*.

Ein Virologe hält davon offenbar wenig: Ulf Dittmer, Chefvirologe der Uniklinik Essen. Eine zweite Booster-Impfung sei seiner Meinung nach lediglich sinnvoll, falls es „an Omikron angepasste Corona-Impfstoffe*“ gebe. Das sagte er im Videocast von „19 – die Chefvisite“.

Vierte Corona-Impfung? Virologe nennt entscheidende Bedingung

An derartigen Corona-Impfstoffen forschen die Hersteller Biontech/Pfizer* und Moderna* bereits. Laut neuesten Angaben der Unternehmen könnten bereits im März Vakzine auf den Markt kommen. Allerdings wären dafür wohl beschleunigte Prüfungsverfahren nötig. Die Impfung mit den Omikron-Vakzinen könnte vor allem Risikogruppen im kommenden Winter schützen, so Dittmer im Interview.

Ulf Dittmer, Virologe an der Uniklinik Essen.

Der Vorteil von Omikron sei allerdings, dass die Variante wohl zu weniger schweren Covid-19-Verläufe führe, betonte der Virologe. Das bestätigte auch jüngst Virologe Christian Drosten von der Charité Berlin.* Laut Dittmer sei dies vor allem darauf zurückzuführen, da die Omikron-Viren sich häufiger oft tief in der Lunge festsetzen. Das sei bei der Delta-Variante anders gewesen: „Delta war ein absolut tödliches Virus“, betonte Dittmer. Die Impfungen seien im vergangenen Jahr dafür verantwortlich gewesen, dass man in Deutschland keine „Leichenberge“ gehabt hätte.

Die Omikron-Mutation* gilt allerdings als deutlich infektiöser im Vergleich zu anderen Corona-Varianten. „Entwarnung“ könne man deshalb derzeit nicht geben, so der Forscher. Man müsse damit rechnen, „dass sich ganz viele Menschen infizieren“. Selbst Geboosterte seien nicht zu Hundert Prozent vor der Omikron-Variante geschützt. „Der Booster schützt weiterhin hervorragend vor einer Erkrankung jeglicher Art an Covid-19. Aber er schützt eben nur noch sehr bedingt bei Omikron vor der Infektion an sich“, sagte der Chefvirologe der Uniklinik Essen. Eine Booster-Kombination der Impfstoffe schützt einer neuen Studie zufolge besonders gut.* (tu) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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