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News-Ticker

RKI mit Hiobsbotschaft: Vierte Welle nimmt an Fahrt auf - Tausende bei Corona-Demo in Berlin

Der Trend setzt sich fort: In Deutschland steigt die Sieben-Tage-Inzidenz weiter an. Doch das Konzept könnte bald Geschichte sein.

  • Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz* ist auf 72,1 gestiegen.
  • Nach Einschätzung des RKI* befindet sich Deutschland am Beginn der vierten Welle. Vor allem Jüngere sind betroffen. (siehe Erstmeldung).
  • In Berlin kam es zu Auseinandersetzungen auf zahlreichen Corona-Demos (siehe Update 22.10 Uhr)
  • Dieser Ticker ist beendet. Die Fortsetzung - News zum Thema Corona in Deutschland ab dem 29. August finden Sie hier.

Trotz Demonstrationsverbot: Corona-Demo in Berlin - Über 100 Festnahmen

Update vom 28. August 2021, 22.10 Uhr: Deutschlands 7-Tage-Inzidenz lag am Samstag bei 72,1. Die Infektionszahlen steigen stetig an. Im Hinblick auf den Herbst zog der Gesundheitsexperte der Grünen, Janosch Dahmen, zuletzt auch strengere Regelungen für Ungeimpfte in Betracht. Ein Lockdown im Herbst müsse verhindert werden. (Update vom 28. August 2021, 15.55 Uhr)

Als Antwort auf die aktuelle Corona-Politik und die Regelungen sind am Samstag in Berlin trotz einer Reihe von Demonstrationsverboten Tausende auf die Straße gegangen. Die Polizei begleitete seit dem Morgen einige Züge, musste andere auflösen. Dabei kam es auch zu handgreiflichen Auseinandersetzungen. Es gab einige Angriffe auf Einsatzkräfte. „Im Bereich der Lessingbrücke versuchte eine sehr große Personengruppe, unsere Brückensperrungen zum Schutz des Regierungsviertels zu durchbrechen“, informiert die Polizei auf Twitter. „Unsere Einsatzkräfte haben diesen Versuch, bei dem erheblich Gegenwehr geleistet wurde, zum Teil auch mit Zwangsmitteln abgewehrt.“

Bis zum Abend gab es etwa 100 Festnahmen. „Über 100 Menschen mussten wir heute mindestens kurzzeitig die Freiheit beschränken, mehrere dutzend Ordnungswidrigkeiten- & Strafanzeigen schreiben“, twitterte die Polizei Berlin am Abend.

Schulanfang mit Corona: Laxere Regelungen nach den Sommerferien?

Update vom 28. August 2021, 17.20 Uhr: Die Inzidenzen in Deutschland steigen wieder. Von der vierten Welle sind insbesondere Jüngere betroffen (siehe Erstmeldung). Doch wie geht es in den Schulen weiter? In vielen Bundesländern enden die Sommerferien bald oder die Schule hat bereits wieder begonnen. Hamburgs Schulsenator Ties Rabe hat nun gegenüber der Welt veränderte Quarantäneregelungen für Schüler in seinem Land gefordert. „Es ist nicht nachvollziehbar, warum Kinder, bei denen die Krankheit zügiger verläuft und schneller abklingt, trotzdem 14 Tage in Quarantäne bleiben müssen und zudem keine Möglichkeit haben sich freizutesten“, so Rabe. Derzeit liefen Gespräche mit dem RKI zur Verkürzung der Quarantäne-Regelung und der Möglichkeit zur Freitestung.

Die aktuellen Regeln in Hamburg besagen, dass eine Klasse bei einem positiven Fall in Quarantäne muss. Die Möglichkeit zum Freitesten gibt es, wie Rabe betont, nicht. Von rund 9500 Klassenverbänden sind aktuell laut Hamburger Schulbehörde 78 Schulklassen in Quarantäne. Die speziellen Regelungen in den Schulen werden von den Bundesländern bestimmt.

Gesundheitsexperte der Grünen: Stärkere Einschränkungen für Ungeimpfte

Update vom 28. August 2021, 15.55 Uhr: Nach Ansicht des Gesundheitsexperten der Grünen, Janosch Dahmen, sollen für Ungeimpfte bei weiter steigenden Corona-Zahlen künftig stärkere Einschränkungen gelten. „Bevor deshalb wieder alle Menschen in einen umfassenderen Lockdown geschickt werden, ist es richtig, hier zu differenzieren zwischen Menschen, die durch Impfungen besser geschützt sind, und Menschen ohne jede Form von Immunität“, sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Mit Blick auf das gegenwärtige Pandemie-Geschehen in Deutschland befürchtet er, dass das Gesundheitswesen wieder „erheblich unter Druck“ gerate. Von der Bundesregierung forderte Dahmen einen „konkreten, einheitlichen Plan“, ab welchen Grenzwerten statt der sogenannten 3G-Regel (geimpft, genesen oder getestet) nur noch eine 2G-Regel (geimpft oder genesen) gelten solle.

Für Bahn- und Flugreisen forderte der Grüne die Anwendung der 3G-Regel. Bisher gilt diese in Zügen und Fliegern noch nicht. Eine Einführung prüft die Bundesregierung derzeit.

Impfung gegen das Coronavirus: Quote auf über 60 Prozent

Update vom 28. August 2021, 11.30 Uhr: Mehr als 60 Prozent der Deutschen sind mittlerweile vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Demnach haben inzwischen gut 50 Millionen Menschen in Deutschland die meist nötige zweite Spritze erhalten, teilte das Bundesgesundheitsministerium am Samstag mit. Knapp 65 Prozent der Bevölkerung sind demnach mindestens einmal geimpft.

Während in Bremen bereits 74,4 Prozent mindestens eine Impfung erhalten haben, hinkt Sachsen dem Bundesdurchschnitt hinterher. Dort wurden erst 54,8 Prozent mindestens einmal geimpft. „Jede einzelne Impfung hilft, dass wir gemeinsam gut durch Herbst und Winter kommen“, schrieb Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bei Twitter.

Corona in Deutschland: Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter an

Erstmeldung vom 28. August 2021, 9.00 Uhr: Berlin - In Deutschland steigt die Sieben-Tage-Inzidenz weiter an. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom Samstagmorgen liegt sie nun bei 72,1. Damit wurden binnen 24 Stunden 10.303 Neuinfektionen registriert.

Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Ansteckungen in Deutschland seit Beginn der Pandemie erhöhte sich nach RKI-Angaben auf 3.924.131, die der Todesfälle auf insgesamt 92.118. Die Zahl der Genesenen beträgt laut RKI 3.723.200.

Corona in Deutschland: Hospitalisierungsrate statt Sieben-Tages-Inzidenz?

Bislang galt die Sieben-Tage-Inzidenz als entscheidender Richtwert. An der Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche orientieren sich Bund und Länder bezüglich der Corona*-Maßnahmen. Künftig soll jedoch ein anderer Wert entscheidend sein: die Hospitalisierungsrate. Derzeit bereite die Bundesregierung eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes vor, derzufolge künftig die Auslastung der Krankenhäuser eine zentrale Rolle spielen soll.

Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt mahnte diesbezüglich, dass es „genauso falsch wie die bisherige Fokussierung auf die Sieben-Tages-Inzidenz wäre, wenn künftig allein die Hospitalisierungs-Inzidenz als Maßstab für die Beurteilung der Pandemie herangezogen werden soll.“

Reinhardt sprach sich dafür aus, die epidemische Lage auf Grundlage des Zusammenwirkens von Sieben-Tages-Inzidenz, Krankenhausfällen auf den Intensiv- und auf den Normalstationen, der Testpositivrate, der Impfquote sowie der Altersstruktur der SARS-CoV-2-Infizierten zu bewerten. „Nahezu alle dafür notwendigen Daten werden bereits jetzt von den Gesundheitsämtern, dem Robert Koch-Institut* und von wissenschaftlich-medizinischen Fachgesellschaften erhoben und zur Verfügung gestellt. Man muss sie nur nutzen“, sagte Reinhardt.

Deutschland steht vor der vierten Corona-Welle: Insbesondere Jüngere betroffen

Deutschland befindet sich nach Einschätzung des RKI inzwischen am Beginn der vierten Corona-Welle. Auch jüngere Altersgruppen sind diesmal stark betroffen. Die vierte Welle in der Corona-Pandemie nimmt nach Angaben des Robert Koch-Instituts vor allem durch Ansteckungen* unter jungen Erwachsenen weiter an Fahrt auf.

Außerdem breite sie sich auch zunehmend in den mittleren Altersgruppen aus, heißt es im jüngsten RKI-Wochenbericht vom Donnerstagabend. Ins Krankenhaus kommen dann in der Regel vor allem die Ungeimpften. (AFP/dpa/jsch) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Federico Gambarini / dpa

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