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Bevor Impfdosen verfallen

Mitarbeiter eines Impfzentrums stecken im Schnee fest und impfen Autofahrer

Mitarbeiter impfen auf dem verschneiten Highway eine Autofahrerin neben ihrem Fahrzeug
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Mitarbeiter eines Impfzentrums impften Freiwillige, die ebenfalls im Stau standen
  • Sabrina Hoffmann
    VonSabrina Hoffmann
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Mitarbeiter waren zu einem Impfzentrum unterwegs, als sie in einen Stau gerieten. Da die wertvollen Impfdosen nur noch wenige Stunden haltbar waren, handelten sie sofort.

Oregon - Die lang ersehnten Impfungen gegen das Coronavirus haben begonnen (BW24* berichtete). Doch Kritiker werfen der Bundesregierung vor, zu langsam zu impfen. Immer wieder sorgten Verzögerungen bei der Lieferung der Impfdosen für Diskussionen. Millionen Bürger fragen sich, wann sie endlich ihren Termin für die Corona-Impfung* vereinbaren können.

Andere Länder wie Israel, Großbritannien und die USA seien bei den Corona-Impfungen weiter fortgeschritten, so der Vorwurf. Tatsächlich schafft es Deutschland im internationalen Vergleich der Impfraten (Stand 29.1.) nicht einmal in die Top 20.

Nun sorgt im Zusammengang mit den Corona-Impfungen ein ungewöhnlicher Vorfall aus den USA für Aufsehen. Im US-Bundesstaat Oregon waren Mitarbeiter aus dem Gesundheitswesen gerade mit sechs Dosen des Impfstoffs von einem Impfzentrum im Ort Cave Junction zu einem anderen Zentrum unterwegs. Dort warteten bereits die Empfänger auf ihre Corona-Impfung mit dem in Deutschland ebenfalls verfügbaren Vakzins von Moderna.

Corona-Impfung: Mitarbeiter stecken mit wertvollen Impfdosen im Schnee fest

Die Mitarbeiter gerieten allerdings auf dem Highway in einen Schneesturm, wie die Stadtverwaltung von Josephine County auf Twitter berichtet. Ein Sattelzug hatte sich quergestellt und versperrte die Fahrbahn. Es gab kein Weiterkommen. Anders als jüngst auf der schwäbischen Alb schien wohl kein Audi Quattro in Sicht, der den LKW hätte abschleppen* können.

Das Problem: Die präparierten Impfdosen von Moderna waren laut der Mitarbeiter nur noch sechs Stunden haltbar. Der Stau auf dem Highway hätte noch mehrere Stunden andauern können, das Impfzentrum war noch knapp 50 Kilometer entfernt.

Also beschlossen die Impfhelfer, den Insassen in den anderen Fahrzeugen die Corona-Impfung anzubieten. Mit den Helfern waren auch ein Arzt und ein Rettungswagen unterwegs. Medizinische Versorgung sei demnach im Falle von Nebenwirkungen der Corona-Impfung* verfügbar gewesen, sagte einer der Mitarbeiter des Impfzentrums gegenüber der New York Times.

Corona-Impfung im Stau: „Die Entscheidung war klar“

Die Helfer gingen von Auto zu Auto und boten den Menschen die Corona-Impfung an. Einige der Angesprochenen lachten nur und lehnten ab. Doch am Ende fanden sich für alle sechs Dosen des Impfstoffs von Moderna dankbare Empfänger. „Ein Mann war so glücklich, dass er sein T-Shirt auszog und aus dem Auto sprang“, sagte ein Impfhelfer der New York Times.

Glück im Unglück hatte ein Empfänger, der eigentlich einen Termin in dem Impfzentrum in Cave Junction hatte, aber zu spät bekommen war. Durch Zufall stand er dann mit den Mitarbeitern des Impfzentrums im Stau und erhielt seine Dosis trotzdem. Die Mitarbeiter des Impfzentrums bereuen ihre spontane Aktion nicht. Im Gegenteil. „Ehrlich, als wir wussten, dass wir nicht mehr rechtzeitig in der Stadt sind, um den Impfstoff zu benutzen, war die Entscheidung klar“, sagte einer der Helfer der New York Times. „Unsere oberste Regel zur Zeit ist: Nichts wird verschwendet.“ *BW24 ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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