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Spanien und Niederlande jetzt Hochinzidenzgebiete

„Schnellstmöglich“: Spahn will Regel-Verschärfung für Urlaubsrückkehrer - aus ALLEN Ländern

Bei der Einreise von Spanien und den Niederlanden nach Deutschland gelten ab jetzt zusätzliche Auflagen. Gesundheitsminister Spahn fordert Regel-Verschärfungen.

Berlin – Seit knapp drei Wochen steigt die Sieben-Tage-Inzidenz* in Deutschland wieder an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstagmorgen liegt sie bei 14,5 - am Vortag betrug der Wert 14,3, beim Tiefststand vom 6. Juli 4,9. Die Gesundheitsämter meldeten dem RKI binnen eines Tages 1545 Corona-Neuinfektionen, wie aus den Zahlen vom Dienstagmorgen weiter hervorgeht (Stand 04.37 Uhr). Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 1183 Ansteckungen gelegen.

Die Inzidenz war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben nun weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden. Deutschlandweit wurde den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 38 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 34 Tote gewesen.

Corona: Sieben-Tage-Inzidenz steigend – Spanien und Niederlande Hochinzidenzgebiete

Seit Mitternacht sind die Urlaubsländer Spanien und die Niederlande Corona-Hochinzidenzgebiete*. Damit gelten bei der Einreise nach Deutschland zusätzliche Auflagen. Mit der Entscheidung vom Freitag hatte die Bundesregierung auf einen deutlichen Anstieg der Infektionszahlen in beiden Ländern reagiert. Die USA kündigten unterdessen am Montag an, die wegen der Corona-Pandemie* verhängten Einreisebeschränkungen für Reisende aus Europa und anderen Staaten vorerst nicht aufzuheben.

Wer aus einem Hochinzidenzgebiet nach Deutschland zurückkehrt und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne, kann diese aber durch einen negativen Test nach fünf Tagen verkürzen. Kurz vor Inkrafttreten der neuen Einstufung Spaniens und der Niederlande hätten nur sehr wenige deutsche Touristen ihren Urlaub auf der spanischen Mittelmeerinsel Mallorca vorzeitig beendet, hieß es dort.

„Schnellstmöglich“: Spahn will Regel-Verschärfungen für Urlaubsrückkehrer

Währenddessen plant die Bundesregierung offenbar strengere Regeln für Reiserückkehrende. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will demnach Urlaubsreisende bei ihrer Rückkehr in die Bundesrepublik dazu verpflichten, einen negativen Corona-Test vorzulegen. Unabhängig davon, von wo oder wie eingereist wird. Das berichten die Zeitungen der Funke Mediengruppe. Weiter heißt es in dem Bericht, das Gesundheitsministerium wolle „eine schnellstmögliche Ausweitung der Testpflichten bei Einreise“. Die Abstimmung dazu in der Regierung laufe aktuell noch, heißt es weiter. Das berichtet unter anderem der Spiegel.

Coronavirus in Deutschland: Lauterbach warnt vor Unterricht ohne Einschränkungen

Die Sommerferien stehen vor der Tür oder haben in manchen Bundesländern bereits begonnen. Doch bereits jetzt ist die Sorge groß, wie es danach in den Schulen weitergehen soll. SPD-Politiker Karl Lauterbach hat vor einem Schulstart ohne jegliche Corona-Beschränkungen gewarnt. „Ich habe schon aus den Ländern von der Idee gehört, nach dem Sommer den Unterricht ohne jede Einschränkung auch bei hohen Inzidenzen wieder durchzuführen. Wir hätten bis Ende des Schuljahres eine komplette Durchseuchung aller Schüler“, sagte er der Rheinischen Post (Dienstag).

Fahre man die Schutzmaßnahmen in Schulen zu früh herunter, würden sich sehr viele Kinder mit Covid-19* infizieren. Es sei unklar, wie viele von ihnen nach einer Erkrankung mit Long-Covid-Spätfolgen oder gar einem schwächeren Immunsystem zu kämpfen hätten. Alternativ könnten Schulen an Wechselunterricht, Masken, Test und Quarantäne für erkrankte Schüler festhalten. „Auch die Impfung von über zwölfjährigen Jugendlichen kann aus meiner Sicht sehr dabei helfen, die Pandemie zu überwinden“, sagte Lauterbach.

Bundesjustizministerin Lambrecht: Gastronomen können Angebote nur für Geimpfte machen

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) hat Restaurants an die Möglichkeit erinnert, nur für Geimpfte zu öffnen. „Die Vertragsfreiheit ermöglicht privaten Anbietern wie Gastronomen eine weitgehend freie Gestaltung ihrer Angebote“, sagte sie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Wer seinen Gästen einen besonderen Schutz anbieten will, kann deshalb auch Angebote machen, die sich nur an Geimpfte richten.“ Zugleich sprach sie sich erneut gegen eine Impfpflicht aus. „Eine Impfpflicht wird es nicht geben.“

Allerdings sollte die Allgemeinheit aus ihrer Sicht nicht mehr auf Dauer für die Kosten von Corona-Tests* aufkommen müssen, wenn Menschen ihre Impfangebote nicht wahrnähmen. Lambrecht mahnte, getestete Menschen sollten sich nicht in falscher Sicherheit wiegen. „Ein Test ist immer nur eine Momentaufnahme und beinhaltet keine schützende Immunisierung. Impfen ist deshalb das Gebot der Stunde.“ (dpa/aka) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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