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News-Ticker

Corona-Welle trifft laut RKI vor allem zwei Gruppen – Hospitalisierung steigt erneut an

Der Trend setzt sich fort: In Deutschland steigt die Sieben-Tage-Inzidenz weiter an. Vor allem Jüngere sind von Ansteckungen betroffen. Doch das Coronavirus scheint nicht mehr das wichtigste Problem zu sein.

  • Dem RKI zufolge verbreitet sich die vierte Welle der Corona-Pandemie vor allem unter den Jüngeren. (siehe Erstmeldung)
  • Das erste Bundesland hat eine Impfquote von 70 Prozent erreicht. (siehe Update vom 27. August, 11.55 Uhr)
  • Neuer Lockdown im Herbst soll vermieden werden. Olaf Scholz spricht bei Impfung von Versuchskaninchen (siehe Update vom 27. August, 17.42 Uhr)
  • Dieser News-Ticker ist beendet. Die Fortsetzung ab dem 28. August finden Sie hier.

Update vom 27. August, 22.34 Uhr: Die Inzidenzen in Deutschland steigen aktuell wieder. Deutschlandweit liegt sie bei 70,3. Zehn der 16 Bundesländer sind mittlerweile wieder über 50. Nordrhein-Westfalen, als Spitzenreiter, erreicht sogar einen Wert von 125,9. Trotzdem ist Corona offenbar nicht mehr das dringlichste Problem der Deutschen. Seit Frühling 2020 war das Coronavirus im ZDF-Politbarometer „Die Probleme der Deutschen“ der einsame Spitzenreiter. Nun wurde es nach etwa eineinhalb Jahren von einem anderen Thema eingeholt: Dem Klima. Etwa gleich viele Menschen sehen in dem Coronavirus und der Umwelt das wichtigste Problem. Die Zahlen liegen bei etwa 45 Prozent.

Corona in Deutschland: Hospitalisierung steigt erneut an - Lockdown im Herbst soll verhindert werden

Update vom 27. August, 17.42 Uhr: Die Hospitalisierungsrate soll langsam aber stetig die Inzidenz als primäre Kennzahl ablösen. Ähnlich der 7-Tage-Inzidenz*, stellt sie die Zahl der Krankenhauseinweisungen unter Covid-Patienten in einer Woche auf 100.000 Einwohner dar. Laut RKI ist die Hospitalisierung auf Freitag erneut leicht gestiegen. Sie liegt aktuell bei 1,65. (Zum Vergleich: Vortag: 1,56; vor einer Woche: 1,3) In absoluten Zahlen gesprochen bedeutet das 362 Krankenhauseinweisungen unter Covid-Patienten innerhalb eines Tages.

Während die Inzidenz und Hospitalisierung steigt, will Olaf Scholz einen Lockdown im Herbst verhindern. „Einen neuen Lockdown, wieder eine Zeit ohne Präsenzunterricht in den Schulen, das kann es und das darf es unter diesen Umständen nicht geben“, so der Finanzminister. Kleinere Einschränkungen, wie Masken und 3G seien weiterhin hilfreich. Möglichst viele sollten daher das Angebot einer Impfung annehmen. „Wir alle waren gerne eure Versuchskaninchen - bei uns ist das mit der Impfung gut gegangen, jetzt bitte macht es auch“, zitiert die dpa.

Corona in Deutschland: Erstes Bundesland mit 70 Prozent Impfquote

Update vom 27. August, 11.55 Uhr: Die Corona-Impfungen in Deutschland gehen weiter voran – zwar mit einem geringeren Tempo als zum Höhepunkt der Impfkampagne, aber immerhin. Am Donnerstag (26. August) wurden insgesamt 284.120 Impfdosen verabreicht. Knapp 50 Millionen Menschen und damit 59,9  Prozent der Gesamtbevölkerung sind inzwischen vollständig geimpft. 64,8 Prozent haben mindestens eine Impfdosis erhalten.

Das erste Bundesland hat inzwischen eine Impfquote von 70 Prozent an vollständig Geimpften erreicht: Bremen. Dahinter folgen das Saarland (65,4 Prozent) und Schleswig-Holstein (63,9 Prozent). Die niedrigste Quote weist Sachsen mit 51,2 Prozent an vollständig Geimpften auf. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) verkündete die neuen Zahlen via Twitter. Dazu erklärte er: „Die vierte Welle kommt mit zunehmender Wucht. Der beste Schutz ist eine rechtzeitige Impfung.“

Corona in Deutschland: Inzidenz steigt weiter

Erstmeldung vom 27. August: Berlin – In Deutschland steigt die Sieben-Tage-Inzidenz weiter an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Freitag liegt sie aktuell bei 70,3. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert 66,0 betragen, vor einer Woche 48,8. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 12.029 Corona*-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.00 Uhr wiedergeben.

Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 9280 Ansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 14 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 13 Todesfälle gewesen. Die Inzidenz war bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen. Künftig sollen daneben weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden.

Derweil veröffentlichen Wissenschaftler eine Studie, inwieweit der Zeitpunkt einer Ansteckung mit dem Krankheitsverlauf zusammenhängt - und warum die Delta-Variante tückisch ist.

Corona in Deutschland: Vierte Welle trifft vor allem Jüngere

Nach Angaben des RKI nimmt die vierte Corona-Welle vor allem durch Ansteckungen* unter jungen Erwachsenen weiter an Fahrt auf. Außerdem breite sie sich auch zunehmend in den mittleren Altersgruppen aus. So steht es im jüngsten RKI-Wochenbericht vom Donnerstagabend. Ins Krankenhaus kommen dann in der Regel vor allem die Ungeimpften. Die Dynamik beim Impfen scheint ohnehin vorbei.

Die Sieben-Tage-Inzidenz bei Ansteckungen unter den 15- bis 34-Jährigen lag am Donnerstag bei 115 pro 100.000 Einwohnern. Das ist fast doppelt so hoch wie der bundesweite Vergleichswert 66 in der Gesamtbevölkerung. Allerdings gibt es starke regionale Unterschiede: Die Werte schwankten am Donnerstag zwischen 122 Fällen pro 100.000 Einwohnern in Nordrhein-Westfalen und 15,5 in Sachsen-Anhalt. Die Älteren und Hochbetagten mit dem höchsten Risiko für schwere Covid-19-Verläufe sind größtenteils schon geimpft und geschützt. In der Gruppe ab 60 Jahren steigen die Inzidenzen binnen einer Woche im Moment bundesweit nicht mehr über 17 Fälle pro 100.000 Einwohner.

Corona-Pandemie: Urlaubszeit hat Dynamik offenbar verschärft – Mehrzahl der Patienten in Krankenhäusern ungeimpft

Die Positivrate unter rund 680 500 PCR-Tests in der 33. Kalenderwoche ab Mitte August stieg deutlich an: Mit fast 8 Prozent (7,88) lag sie rund fünf Mal höher als noch vor einem Monat (1,63 Prozent). Das ist ein Signal für Dynamik in der Pandemie. Ein Viertel der neu Infizierten hat sich wahrscheinlich im Urlaub im Ausland angesteckt.

Die vermehrten Infektionen bei den Jüngeren machen sich nach der RKI*-Analyse auch beim Blick auf die Klinikdaten bemerkbar. Waren zu Jahresbeginn die Krankenhauspatienten mit Covid-19 im Schnitt 77 Jahre alt, liegt das Altersmittel seit Mitte August um die 46 bis 48 Jahre. Der zuletzt allgemein abnehmende Trend in Kliniken setzt sich laut RKI nicht fort. Die Zahl der Covid-Patienten befinde sich zwar noch auf niedrigem Niveau, steige jedoch sichtbar an - vor allem bei den 35- bis 59-Jährigen. Die große Mehrzahl der Covid-Patienten in Krankenhäusern ist nicht geimpft. Impfdurchbrüche seien sehr selten, heißt es im Bericht. (aka/dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Oliver Berg/dpa

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