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Tote nach Panik

Nach Massenpanik in Italien: Minderjähriger im Visier der Ermittler

Rettungskräfte vor der Disko in Corinaldo.
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Rettungskräfte vor der Disko in Corinaldo.

Wie viele Besucher waren wirklich in der Disco? Warum wurde Reizgas versprüht? Viele Fragen sind offen nach der tödlichen Nachtclub-Panik am Wochenende in Italien.

Corinaldo - Nach der Massenpanik mit sechs Toten in einer Diskothek in Italien ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen einen Minderjährigen. Der Vorwurf laute unter anderem auf fahrlässige Tötung, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa nach einer Pressekonferenz am Montag in Ancona. Die Ermittler zeigten sich aber äußerst zurückhaltend: Die Beweislage sei schwach.

Der Jugendliche wird verdächtigt, in der Nacht auf Samstag Reizgas in dem Nachtclub „Lanterna Azzurra“ in Corinaldo unweit der Hafenstadt Ancona versprüht und damit eine Panik ausgelöst zu haben. Gegen sieben weitere Personen werde ermittelt, darunter auch die Betreiber des Clubs, berichtete Ansa.

Konzert des italienischen Rap-Stars Sfera Ebbasta

Die Panik war vor dem Beginn des Auftritts des italienischen Rap-Stars Sfera Ebbasta ausgebrochen. Augenzeugen berichteten von dramatischen Szenen, die sich im Innern des Lokals abspielten. Dutzende Besucher wurden verletzt, zogen sich Quetschungen und Knochenbrüche zu.

Der Zustand einiger Schwerverletzter besserte sich am Montag, wie italienische Medien berichteten. Doch fünf Jugendliche im Alter von 14 bis 16 Jahren überlebten das Unglück nicht. Außerdem starb eine Mutter, die ihre Tochter zum Konzert begleitet hatte.

Fragen bleiben offen

Viele Fragen sind noch offen. Unklar ist weiterhin, warum das Reizgas versprüht wurde. Möglicherweise sollten andere Besucher abgelenkt und ausgeraubt werden. Dies sei „wirklich nur eine Hypothese“, erklärten die Ermittler. Zwei Besucher hätten aber ausgesagt, dass sie bestohlen worden seien.

Geklärt werden müsse außerdem, wie viele Besucher sich wirklich in der Disco aufgehalten haben und ob diese überfüllt gewesen sei. „Wir haben es hier mit einem vielfältigen Ereignis zu tun, bei dem der Tod die Folge einer oder mehrerer Ursachen ist“, sagte Staatsanwältin Giovanna Lebboroni.

Unterdessen gab es am Montag in Italien zwei weitere Zwischenfälle mit Pfefferspray: In den lombardischen Städten Pavia und Soncino kamen 38 Schüler ins Krankenhaus. Ernsthaft verletzt wurde hier allerdings niemand.

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dpa

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