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Dänischer Fußballer brach auf Spielfeld zusammen

Schweinsteiger übt Kritik nach Eriksens Zusammenbruch: „Es wäre weiser gewesen...“

Christian Eriksen brach im EM-Spiel Dänemark gegen Finnland zusammen. Bastian Schweinsteiger übt nun Kritik an den Verantwortlichen.
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Christian Eriksen brach im EM-Spiel Dänemark gegen Finnland zusammen. Bastian Schweinsteiger übt nun Kritik an den Verantwortlichen.

Kopenhagen - Die Erleichterung ist riesig, dass Dänemark Topspieler Christian Eriksen seinen Zusammenbruch beim EM-Spiel gegen Finnland überlebt hat. Der Schock bei einigen Mitspielern ist dennoch groß. Bastian Schweinsteiger übt nun Kritik: Man hätte die Spieler aus der Verantwortung nehmen müssen.

Update, Montag (14. Juni) - Schweinsteiger zu Fall Eriksen: Spieler aus Verantwortung nehmen

Der frühere Fußball-Nationalspieler Bastian Schweinsteiger hat die Fortsetzung des EM-Spiels in Kopenhagen nach dem Zusammenbruch von Dänemarks Christian Eriksen kritisiert. „Es wäre weiser gewesen, am nächsten Tag um 12.00 Uhr zu spielen“, sagte der TV-Experte in der ARD am Sonntagabend. Schweinsteiger befand, „jemand aus der Führungsetage“ des dänischen Verbands hätte das Team dazu bewegen müssen, auf das Weiterspielen kurz nach dem beängstigenden Vorfall zu verzichten. „Ich glaube, dass es für die Spieler besser gewesen wäre“, sagte der Weltmeister von 2014.

Eriksen hatte am Samstagabend kurz vor der Halbzeitpause des Gruppenspiels gegen Finnland einen Herzstillstand erlitten und musste auf dem Rasen wiederbelebt werden. Danach hatte er seinen Teamgefährten gesagt, sie sollten weiterspielen. „Was soll er denn sonst sagen?“, sagte Schweinsteiger. „Man muss die Spieler aus der Verantwortung nehmen“, fügte er hinzu.

Jemand hätte der Mannschaft sagen sollen, „überschlaft das, versucht, ein bisschen wegzukommen“. Als Alternative hatte die Europäische Fußball-Union (UEFA) als Turnierorganisator den Dänen angeboten, die Partie am Sonntagmittag fortzusetzen. Der Co-Gastgeber aber entschied sich, noch am Abend weiterzumachen und unterlag den Finnen 0:1. „Ich denke ehrlich gesagt nicht, dass wir wieder auf dem Plätz hätten sein sollen“, sagte Nationaltrainer Kasper Hjulmand am Sonntag.

Update, 16.03 Uhr - Arzt: „Es war ein Herzstillstand“

Christian Eriksen ist nach Angaben des dänischen Teamarztes am Samstag bei der Fußball-Europameisterschaft nur knapp dem Tod entronnen. „Er war schon weg. Es war ein Herzstillstand“, sagte Morten Boesen am Sonntag, verwies dabei auf Herzspezialisten. „Wir haben ihn mit Hilfe eines Defibrillator-Einsatzes zurückbekommen. Und das relativ schnell“, berichtete Boesen weiter. Der 29 Jahre alte Eriksen war am Samstag beim 0:1 gegen Finnland auf dem Spielfeld zusammengebrochen. Kurz darauf mussten lebensrettende Maßnahmen eingeleitet werden. Eriksen wurde in ein Krankenhaus gebracht, sein Zustand ist stabil.

Update, 12.04 Uhr - Zustand weiter stabil: Eriksen grüßt Teamkollegen aus Krankenhaus

Der dänische Fußball-Nationalspieler Christian Eriksen befindet sich am Tag nach seinem Zusammenbruch im EM-Spiel gegen Finnland weiter in einem stabilen Zustand. Bei einem Gespräch am Sonntagmorgen habe der 29-Jährige seinen Mannschaftskollegen seine Grüße ausgerichtet, teilte der dänische Fußballverband DBU mit. Er sei weiter im Krankenhaus.

Die Nationalmannschaft und ihr Betreuerstab hätten Krisenbetreuung erhalten, erklärte der DBU weiter. Man werde nach dem Vorfall des Vorabends weiterhin füreinander da sein. Der Verband bedankte sich außerdem für die herzlichen Grüße an Eriksen von Fans, Spielern, Königsfamilien, internationalen Verbänden, Vereinen und von anderer Seite. Eriksen war am Samstag kurz vor der Halbzeitpause kollabiert, über die Ursache ist weiter nichts Genaues bekannt.

Update, 11.07 Uhr - Heftige Kritik an ZDF-Übertragung

ZDF-Sportchef Thomas Fuhrmann hat Kritik zurückgewiesen, nicht angemessen über den Zusammenbruch des dänischen Fußball-Stars Christian Eriksen beim EM-Spiel gegen Finnland berichtet zu haben. „Das ZDF ist mit dem tragischen Zwischenfall beim Spiel Dänemark-Finnland verantwortungsvoll umgegangen. Béla Réthy hat einfühlsam aus dem Stadion reportiert, die Kollegen im Studio die richtigen Worte gefunden. Ich kann auch keine Kritik an der internationalen Regie der UEFA üben. Als sich das Ausmaß der schweren Verletzung abzeichnete, gab es keine Naheinstellungen oder andere unpassende Bilder“, sagte Fuhrmann der Deutschen Presse-Agentur.

Zuvor hatte Frank Überall als Bundesvorsitzender des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV) Kritik geübt. „Ich finde es unerträglich, dass bei der Live-Übertragung im Fernsehen lange Zeit die Reanimation des Fußballers gezeigt wurde. Das ist unverantwortlich und widerspricht der journalistischen Ethik“, sagte Überall und fügte hinzu: „Journalismus darf nicht derart voyeuristisch sein. Das ZDF ist in der Pflicht, diese eklatante Fehlentscheidung aufzuarbeiten.“

Eriksen war kurz vor der Halbzeit kollabiert und regungslos liegen geblieben. Sanitäter leiteten lebensrettende Maßnahmen ein. Nach über einer Stunde gab es Entwarnung. Der 29-Jährige ist inzwischen bei Bewusstsein und befindet sich im Krankenhaus. Das Spiel wurde fortgesetzt, Finnland gewann 1:0. Das ZDF und Magenta TV hatten ihre Übertragungen aus dem Stadion in Kopenhagen vorübergehend unterbrochen.

Update, 09.40 Uhr - Dänemark verschiebt Training und sagt Medienaktivitäten ab

Dänemarks Nationalteam hat nach dem Zusammenbruch von Christian Eriksen das für Sonntag geplante Training zunächst verschoben. Auch alle Medienaktivitäten wurden gestrichen. Das teilte der dänische Verband am Sonntagmorgen nach dem 0:1 (0:0) am Samstag in Kopenhagen gegen Finnland mit. Der 29 Jahre alte Eriksen von Inter Mailand war kurz vor dem Ende der ersten Halbzeit auf dem Platz kollabiert und musste reanimiert werden.

Inzwischen ist der Zustand Eriksens nach Verbandsangaben stabil, er liegt in einem Krankenhaus in Kopenhagen. Trotz des Vorfalls wurde die Partie schließlich fortgesetzt, die Entscheidung fällten nach übereinstimmenden Aussagen beide Mannschaften. Der dänische Verband hat seinen Spielern inzwischen auch psychologische Hilfe angeboten.

Update, 13. Juni, 8.10 Uhr - Nach Eriksen-Schock: Psychologische Hilfe für dänisches Team

„Dänemark verliert. Aber das Leben hat gewonnen.“ Das titelte die dänische Zeitung „Ekstrabladet“ nach dem Schock von Kopenhagen. Dänemarks bester Spieler Christian Eriksen kollabierte am Samstag während des EM-Spiels gegen Finnland und musste danach von mehreren Medizinern per Herzbehandlung „zurückgeholt“, sprich: reanimiert werden.

„Alle Gedanken sind bei Christian und seiner Familie“, sagte Dänemarks Trainer Kasper Hjulmand. „Er ist einer der besten Spieler. Und dann kann ich sagen, dass er ein noch besserer Mensch ist.“

Wie schnell sich Eriksen von seinem Zusammenbruch und der Rest des Teams von diesen Bildern erholen wird, ist unklar. Der dänische Verband kündigte noch am Abend an, dass den Spielern und Eriksens Familie nun professionelle Hilfe in Form von psychologischer Betreuung angeboten werde. „Es ist eine traumatische Erfahrung, der sie ausgesetzt sind“, sagte Trainer Hjulmand.

Als Beispiel nannte er Simon Kjaer, seinen erfahrenen Kapitän. Der 32-Jährige vom AC Mailand hatte noch auf dem Rasen des Parken Stadions Eriksens Freundin Sabrina Kvist Jensen getröstet. Er war es auch, der seine Mannschaft nach der Unterbrechung wieder zurück auf das Spielfeld führte. Doch schon da hatte der ehemalige Wolfsburger Tränen in den Augen. „Simon war tief betroffen und zweifelte, ob er weitermachen konnte. Er hat es versucht, aber es war nicht möglich“, erzählte Hjulmand später. Sein Kapitän bat ihn knapp 20 Minuten nach der Wiederaufnahme des Spiels um seine Auswechselung (62.). Kjaer und Eriksen sind enge Freunde, „obwohl sie in Mailand für zwei rivalisierende Vereine spielen“, wie ihr Trainer sagte.

Die Entscheidung, das Spiel noch am Samstagabend fortzusetzen, fällten nach übereinstimmenden Aussagen beide Mannschaften. Und nicht der europäische Fußball-Verband UEFA. Der hatte Dänen wie Finnen aber auch nur eine Alternative dazu aufgezeigt: Dass die Partie am Sonntagmittag um 12.00 Uhr weitergespielt wird.

Updte, 22.55 Uhr - Lukaku: „Chris, I love you“

Stürmerstar Romelu Lukaku hat nach seinem Führungstor für die belgische Fußball-Nationalelf im EM-Vorrundenspiel gegen Russland am Samstagabend seinen kollabierten Clubkollegen Christian Eriksen gegrüßt. „Chris, I love you“, rief Lukaku in eine TV-Kamera, nachdem er für die Belgier in St. Petersburg in der zehnten Minute zum 1:0 getroffen hatte. Lukaku und Eriksen spielen beim italienischen Meister Inter Mailand zusammen.

Update, 21.06 Uhr - „Spielen für Christian“

Der kollabierte Dänemark-Star Christian Eriksen ist nach Angaben des dänischen Fußballverbandes wohlauf. „Wir haben Kontakt mit ihm gehabt, und die Spieler haben auch mit Christian gesprochen. Das ist die erfreuliche Nachricht. Es geht ihm zum Glück gut, und die Spieler spielen die Begegnung für Christian“, sagte der Fußball-Direktor des dänischen Verbandes DBU, Peter Møller, am Samstagabend dem Rundfunksender DR.

Eriksens Agent Martin Schoote sagte im niederländischen Radio, er habe kurz mit dem Vater des Inter-Mailand-Profis gesprochen, der ihm gesagt habe, dass Eriksen atmen und sprechen könne. „Das sind die Nachrichten, die ich im Moment habe, und über die wir froh sind.“

Update, 20.27 Uhr - Emotionale Partie: Spiel Dänemark gegen Finnland wird übertragen

Wie das ZDF mitteilt wird es das Spiel Dänemark gegen Finnland bis zum Ende übertragen. Es sei einfach ein emotional zu wichtiger Moment, um die Fortsetzung nicht weiter zu übertragen. Eriksen selbst werde intensivmedizinisch betreut und sei in einem „akzeptablen“ Zustand. Das Spiel Belgien gegen Russland finde zwar wie geplant statt, man werde aber stattdessen die Dänemark-Partie begleiten.

Update, 20.06 Uhr - Bewegende Szenen im Stadion - Spiel wird fortgesetzt

Torwart Schmeichel ist nun wieder auf dem Platz, das Spiel wird wohl um 20.30 Uhr auf Wunsch beider Mannschaften fortgesetzt.

Das Spiel wird nun in Kürze fortgesetzt, die verbleibenden Spielminuten der ersten Hälfte werden in Kürze gespielt, im Anschluss gibt es eine fünfminütige Halbzeitpause, ehe es schon mit dem zweiten Spielabschnitt weitergeht.

Christian Eriksen ist stabil und wach. Das teilte der Dänische Verband auf Twitter mit und verkündete damit die Nachricht, auf die alle gehofft hatten. Auch im Stadion wurde die gute Neuigkeit verbreitet. Fans zeigten ihre Unterstützung mit Jubel und Sprechgesängen. ZDF-Moderator Jochen Breyer und seine Gäste Christoph Kramer und Per Mertesacker zeigten sich ebenfalls sehr erleichtert.

Update, 19.36 Uhr - Bild zeigt Eriksen bei Bewusstsein

Wie auf mehreren Fotos zu sehen ist, ist Christian Eriksen wieder bei Bewusstsein. Er befindet sich zwischenzeitlich in einer Klinik, sein Zustand sei stabil, teilte die UEFA mit.

Auf Twitter nahmen Fans Anteil an der schrecklichen Situation und wünschten dem Star-Kicker alles Gute.

Update, 19.31 Uhr - Zustand von Christian Eriksen stabil

Wie die UEFA mitteilt, wurde ein Krisen-Meeting mit den Teams von Dänemark und Finnland sowie Spieloffiziellen abgehalten. Christian Eriksen ist laut der Mitteilung stabil und in ein Krankenhaus gebracht worden. Weitere Informationen will die UEFA um 19.45 bekannt geben.

Update, 19.13 Uhr - Eriksen ins Stadioninnere abtransportiert

Eriksen wurde mittlerweile unter Sichtschutz in das Innere des Stadions „Parken“ in Kopenhagen abtransportiert. Laut UEFA gilt das Spiel nun offiziell als unterbrochen. Im Stadion herrscht derweil Schockzustand. Die Zuschauer sind weiterhin vor Ort. Weitere Informationen liegen im Moment noch nicht vor.

Erstmeldung

Das Vorrundenspiel der Fußball-EM zwischen Dänemark und Finnland ist am Samstag in der 43. Minute unterbrochen worden. Dänemarks Christian Eriksen (29) war auf dem Rasen zusammengebrochen, sofort herbeigerufene Helfer führten lebensrettende Maßnahmen aus. Der Streaming-Anbieter MagentaTV hat die Übertragung aus Kopenhagen unterbrochen. Über den Zustand von Eriksen ist im Moment noch nichts Näheres bekannt.

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