Bonnie & Clyde: Waffen werden versteigert

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Diese Waffen gehörten Bonnie und Clyde - jetzt werden sie versteigert.

New York - Die Waffen des berühmtesten Gangsterpaares der US-Geschichte kommen unter den Hammer: Die Maschinenpistole und das Schrotgewehr von Bonnie und Clyde sollen am 21. Januar in Missouri versteigert werden.

Die Waffen wurden nach Angaben des Auktionshauses 1933 nach einer Schießerei im Städtchen Joplin, Missouri, gefunden und einem Polizisten übergeben. Dessen Urenkel will sie jetzt verkaufen.

Bonnie und Clyde durchstreiften Anfang der 1930er Jahre raubend und mordend die USA. Beide waren erst Anfang 20, auf ihr Konto gehen aber mindestens ein Dutzend Banküberfälle und etwa auch so viele Morde. Die USA waren in der Zeit der Wirtschaftskrise ebenso schockiert wie fasziniert von dem jungen hübschen Pärchen, das 1934 von der Polizei erschossen wurde. Spätestens der Film von 1967 mit Faye Dunaway und Warren Beatty machte sie zur Legende. Aber auch unzählige Bücher, Musiktitel - einer mit Brigitte Bardot und Serge Gainsbourg - und Musicals boten eher romantische als brutale Versionen der Geschichte.

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Eric Justin Toth, auf der Liste seit dem 10. April 2012. Der ehemalige Lehrer an einer Privatschule soll kinderpornografische Werke besessen und produziert haben. Er gilt als Computer-Experte.

Die Waffen sind eine Winchester-Schrotflinte vom Modell 1897 und eine Thompson-Maschinenpistole von 1921 im schweren Kaliber 45 - die legendäre "Tommy-Gun", die zum festen Repertoire aller Gangsterfilme gehört. Eine Schätzung, was die Waffen wohl bringen werden, gibt es vom Auktionshaus nicht. Der örtliche "Kansas City Star" mutmaßt aber, "dass es wohl erheblich mehr sein wird als das Geld, das die beiden damals pro Überfall aus der Bank getragen haben".

dpa

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