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Begründungsmängel

BGH beanstandet Bewährung nach tödlichem Raser-Unfall

Ein Kreuz steht in Mönchengladbach nahe der Unfallstelle. Foto: Federico Gambarini/Illustration
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Ein Kreuz steht in Mönchengladbach nahe der Unfallstelle. Foto: Federico Gambarini/Illustration

Karlsruhe/Köln (dpa) - Zwei junge Raser aus Köln kommen nach einem verbotenen Autorennen mit tödlichem Ausgang voraussichtlich doch ins Gefängnis.

Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe hob heute ein Urteil des Kölner Landgerichts teilweise auf, weil die Haftstrafen gegen die Männer zur Bewährung ausgesetzt waren. Hier gebe es Begründungsmängel. Die Höhe der Strafen wegen fahrlässiger Tötung beanstandeten die Richter aber nicht.

Die damals 21 und 22 Jahre alten Männer hatten sich im April 2015 ein spontanes Rennen geliefert. Bei Tempo 95 in der Stadt schleuderte eines der Autos aus der Kurve und traf auf dem Radweg eine 19 Jahre alte Studentin, die später starb. Die Kölner Richter verurteilten den Fahrer des Unfallwagens zu zwei Jahren und den zweiten Raser zu eindreiviertel Jahren Haft - auf Bewährung. Dies hielt der BGH-Prüfung nicht stand.

Eine andere Strafkammer des Landgerichts muss über die Frage nun neu verhandeln und entscheiden. Die Staatsanwaltschaft hatte höhere Haftstrafen gefordert. (Az. 4 StR 415/16)

BGH-Ankündigung zur Verhandlung am 8. Juni

Urteil des Landgerichts Köln vom 14. April 2016

Fahrlässige Tötung im Strafgesetzbuch, § 222 StGB

Verbot von Autorennen, § 29 Abs. 1 StVO

Gesetzentwurf des Bundesrats

Angenommene Beschlussempfehlung des Bundestags-Rechtsausschusses

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