Attentäter vom Times Square hat gestanden

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New York - Der mutmaßliche Attentäter vom Times Square hat die Tat nach seiner Festnahme gestanden. Über das Motiv wird allerdings weiter gerätselt.

Nach dem gescheiterten Bombenanschlag auf dem Times Square in New York hat der Attentäter die Tat gestanden, über sein Motiv herrschte aber weiterhin Rätselraten. Der US-Bürger pakistanischer Herkunft wurde einen Tag nach seiner Festnahme am Dienstag von einem Gericht in Manhattan offiziell wegen Terrorismus angeklagt. Die pakistanischen Streitkräfte zeigten sich skeptisch, ob wie von den Extremisten behauptet tatsächlich die Taliban hinter dem versuchten Anschlag stecken. Es sei fraglich, ob die pakistanischen Taliban tatsächlich fähig seien, einen Anschlag in den USA zu verüben, sagte Militärsprecher Athar Abbas am Mittwoch. Nach Angaben der US-Behörden sagte Shahzad aus, im pakistanischen Waziristan im Bombenbau ausgebildet worden zu sein. Die Stammesregion, in der sich Taliban-Kämpfer fast ungestört aufhalten können, liegt im Grenzgebiet zu Afghanistan.

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Inzwischen wurden auch in Pakistan nach Angaben von Geheimdienstmitarbeitern mehrere Personen im Zusammenhang mit dem Fall festgenommen. Ein Taliban-Anschlag in den USA würde vermutlich den Druck auf die pakistanischen Streitkräfte verstärken, eine Militäroffensive in Waziristan durchzuführen. Die Truppen haben dies bislang abgelehnt. Aus den USA und Europa hat es mehrfach geheißen, etliche Terroranschläge im Westen seien in Waziristan geplant worden. Der pakistanische Taliban-Kommandeur Hakimullah Mehsud drohte in einem nicht datierten Brief Anschläge gegen die USA und Pakistan an.

In dem Schreiben, das der Nachrichtenagentur AP am Mittwoch vorlag, erklärte Mehsud, damit solle Vergeltung für die Verurteilung einer pakistanischen Wissenschaftlerin im Februar in den USA geübt werden. Der terrorverdächtige Shahzad wurde am Montagabend festgenommen, kurz bevor er sich per Flugzeug nach Dubai absetzen wollte. Den Gerichtsakten zufolge gestand der 30-Jährige, den Geländewagen gekauft, ihn mit einer selbst gebauten Bombe beladen und am Samstagabend inmitten des Times Squares abgestellt zu haben. Dort sollte das Fahrzeug explodieren. Zwtl: Verwandter spricht von Verschwörung Den Ermittlungen zufolge kehrte Shahzad im Februar von Pakistan in die USA zurück und sagte bei den Einwanderungsbehörden aus, dass er für fünf Monate bei seinen Eltern gewesen sei und seine Frau zurückgelassen habe. Er stammt aus einer wohlhabenden pakistanischen Familie, sein Vater war früher Pilot der Luftwaffe. Erst im vergangenen Jahr wurde der heute 30-Jährige amerikanischer Staatsbürger. Der Cousin von Shahzads Vater, Kifyat Ali, sagte in der Stadt Peshawar, dass der Sohn nie in Verbindung mit einer politischen oder religiösen Partei in Pakistan gestanden habe. Ali sprach von einer Verschwörung, damit die USA “mehr Paschtunen töten“ könnten und bezog sich damit auf eine Volksgruppe in Pakistan und Afghanistan.

DAPD

Rubriklistenbild: © ap

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