Schreckliches Drama

71 Flüchtlinge erstickt: Urteil im Schlepper-Prozess gefallen

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Unter schwerer Bewachung und in Handschellen wurden die Angeklagten im Gericht vorgeführt.

Fast drei Jahre nach dem Fund von 71 erstickten Flüchtlingen in einem Lastwagen in Österreich hat ein Gericht in Ungarn die Schlepper zu langen Haftstrafen verurteilt.

Kecskemet - Fast drei Jahre nach dem Fund von 71 erstickten Flüchtlingen in einem Lastwagen in Österreich hat ein Gericht in Ungarn die Schlepper zu langen Haftstrafen verurteilt. Die vier Hauptangeklagten müssen für 25 Jahre ins Gefängnis, urteilte das Schwurgericht in Kecskemét am Donnerstag. Die Staatsanwaltschaft hatte lebenslange Haftstrafen beantragt.

Bei den vier Männern, die wegen Mordes und Schlepperei angeklagt worden waren, handelt es sich um einen Afghanen und drei Bulgaren, wobei der Afghane laut der ungarischen Staatsanwaltschaft der Anführer der Schleuserbande war. Angeklagt wurden darüber hinaus sieben weitere Verdächtige - sechs Bulgaren und ein Libanese.

Schreckliches Drama: Kühllaster an der A4  

Der Fund der Leichen an einer Autobahn im österreichischen Burgenland hatte im August 2015 international für Entsetzen gesorgt. In einem abgestellten Kühllaster, wie Merkur.de* berichtet, wurden die Leichen entdeckt. Die Toten stammten aus Syrien, Afghanistan und dem Irak. Der Prozess fand in Ungarn statt, weil die Flüchtlinge laut Gutachtern noch auf ungarischem Staatsgebiet starben.

Der grausige Fund in einem Kühl-Laster an der A4 im Burgenland sorgte international für Entsetzen.

AFP

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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