Wenn Raabs "welkes Fleisch" vibriert

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Am Ende waren es nur noch fünf: Leon Taylor (2.v.r.) wird definitiv nicht "Unser Star für Oslo". Sharyhan Osman, Christian Durstewitz, Jennifer Braun, Lena Meyer-Landrut und Kerstin Freking (v.l.n.r.) können dagegen weiter hoffen.

Köln - Bei "Unser Star für Oslo" traten die letzten sechs Talente gegeneinander an. Zuschauer und Jury waren begeistert. Bei Stefan Raab fing sogar das "welke Fleisch" an zu vibrieren.

Trotz weiterhin mäßiger Einschaltquoten (2,15 Millionen Zuschauer laut Meedia.de) ließen sich die verbliebenen sechs Grand-Prix-Anwärter den Spaß am großen Auftritt  nicht verderben. Fünf von ihnen können ihren Traum weiterträumen, Deutschland beim Eurovision Song Contest in Oslo zu vertreten und soviel "Points for Germany" wie möglich mit nach Hause zu nehmen.

Neben Chef-Juror Stefan Raab komplettierten diesmal Soul-Diva Joy Denalane und Reamonn-Frontmann Rea Garvey die Jury.

Ein gelungener Start in die Show war es für Kerstin, die sich mit dem Song "Better" von Regina Spector offenbar so wohl auf der Bühne fühlte, dass sie das Publikum im Kölner Studio sowie an dem heimischen Fernseher in ihren Bann zog. Auch Joy Denalane war sehr angetan, denn die fand für die Performance nur drei Worte: "Engelhaft, glasklar, brillant".

Danach kam der große Auftritt von Lena. Sie performte den Song „New Shoes" von Paolo Nutini. Neben ihrer berauschenden Energie beeindruckte sie mit ihrem perfekten britischen Englisch, was nicht nur dem irischen Gast-Juror Rea gefiel, auch Joy war begeistert: "Ich habe das Gefühl, die Bühne ist dein Zuhause."

"Unse Star für Oslo" - Eindrücke von der Show

Unser Star für Oslo - Eindrücke von der Show

Jennifer wollte mit "Ain't Nobody" von Disko-Ikone Chaka Khan den Beweis antreten, dass sie nicht nur rocken, sondern auch grooven kann. Mission geglückt, denn bei Stefan Raab hat sogar das - nach eigenen Angaben - "welke Fleisch" am Körper vibriert. Weniger begeistert gefeiert wurde sie allerdings für ihre Auftritte bei der Konkurenz: Bei "Deutschland sucht den Superstar" versuchte Jennifer schon einmal ihr Glück, schied aber aus, weil es ihr laut Jury angeblich an Gefühl mangelte. Der Gegenbeweis gelang ihr gestern zu 100 Prozent, was einem gewissen Herrn Bohlen wohl gar nicht gefallen dürfte.

Sharyhan performte erneut einen eigenen Song, bei dem sich Chef-Juror Raab wie bei einer „ayurvedischen Klangmassage" fühlte. Joy Denalane gefiel die "tolle Hook", ließ aber zwischen den Zeilen lesen, dass der Text noch kein Highlight sei. In Sharyhans Performance zeigte sich aber erneut ihr erfrischender Mut, sie selbst zu sein.

Christian „Dursti" Durstewitz lieferte mit seiner ganz eigenen Interpretation von Mando Diaos „Dance With Somebody" ein hervorragendes Finale ab. Christian ist wohl spätestens seit diesem Auftritt einer der großen Favoriten. Neben der gesanglichen Leistung lobte Stefan Raab auch die nötige Portion „Abgewichstheit" und „Dreck", die man im Rock'n'Roll braucht.

Mit Eric Claptons "Tears in Heaven" meldet sich der "Schmuseonkel" Leon zurück. "Rührend" fand zwar Stefan Raab den Auftritt, Soul-Diva Joy war dagegen weniger von der Songauswahl des Deutsch-Briten begeistert. Im Show-Studio kam die Performance zwar gut an, allerdings waren die votenden Fernsehzuschauer anderer Meinung. So kam es, dass Leon die wenigsten Anrufe bekam und sein Traum, Deutschland beim Song Contest zu vertreten nun ausgeträumt ist.

Jedenfalls bleibt es weiterhin spannend. Bis zum 12. März laufen die Casting-Shows, ab jetzt abwechselnd auf ARD und PRO7. Weiter geht´s mit dem Viertelfinale am kommenden Freitag um 20.15 in der ARD.

Hier geht´s zur offiziellen Homepage von "Unser Star für Oslo"

von Tobias Jilg

Quelle: rosenheim24.de

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