Wegen Atom-Gau in Japan: "Lindenstraße" wird neu gedreht

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Das Team der Kultserie "Lindenstraße"

Köln - Es ist eine Premiere nach 26 Jahren: Wegen der Atomkatastrophe in Japan wird die Eingangsszene der ARD-Serie "Lindenstraße" komplett neu gedreht. Warum das zum ersten Mal nötig war:

Die ARD-Fernsehserie “Lindenstraße“ dreht wegen der Atomkatastrophe von Japan eine komplett neue Szene für die nächste Folge. “Eigentlich war geplant, dass die Folge am kommenden Sonntag die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor 25 Jahren thematisiert“, sagte der Sprecher des “Lindenstraße“-Büros, Wolfram Lotze, am Mittwoch der dpa in Köln. Die entsprechende Szene sei bereits vor drei Monaten gedreht worden. “Aber das können wir so jetzt natürlich nicht mehr senden, wir sind von den aktuellen Ereignissen überholt worden.“ Deshalb werde an diesem Donnerstag die gesamte Szene mit denselben Darstellern neu gedreht.

Geheimnisse aus der "Lindenstraße"

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Zwar wird fast jede Woche ein kleiner Teil für die nächste Folge aktualisiert, um auf ein akutes Thema Bezug nehmen zu können. Dafür müssen in der Regel ein oder zwei Schauspieler ein paar Sätze - etwa zu den Landtagswahlen - kurzfristig nachdrehen. “Dass wir aber eine thematisch vorgegebene Szene wegen aktueller Geschehnisse ganz neu drehen müssen, ist vorher noch nie passiert“, sagte Lotze. Nun werde in der Folge am 3. April eine Runde von “Lindenstraßen“-Bewohnern über Japan und die Atompolitik in Deutschland diskutieren.

Fukushima: Das AKW, vor dem die Welt zittert

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Und noch eine Änderung haben die Macher der Dauerserie nach der Katastrophe in Japan vorgenommen: Die Folge am 17. April wird umbenannt. Ursprünglich hatte sie den Titel “Super-Gau“. “Das bezog sich gar nicht auf Atom, sondern auf eine zwischenmenschliche Geschichte. Aber angesichts der Ereignisse haben wir gleich beschlossen, den Titel zu ändern.“ Nun heißt die Folge “Ein Ende mit Schrecken“.

Auch das ZDF hat wegen der Lage in Japan eine Traditionssendung geändert: Die Dreharbeiten für die neue “Traumschiff“-Episode finden nicht wie geplant in Japan, sondern in Bali statt, wie eine ZDF-Sprecherin am Dienstag sagte.

dpa

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