"Es war wahrlich eine Orgie"

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Marcus H. Rosenmüller.

Bad Endorf - Marcus H. Rosenmüller, der Regisseur von „Wer früher stirbt ist länger Tod“ oder „ Schwere Jungs“ war mit seiner Filmcrew in "Marias Kino" zu Gast.

Filme wie „Wer früher stirbt ist länger Tod“ oder „ Schwere Jungs“ sind vielen ein Begriff, wenn von Regisseur Marcus H. Rosenmüller gesprochen wird. Mit „Sommer der Gaukler“ beweist er jetzt, wie vielseitig sein Können ist. Lust und Leidenschaft zum Film sind seine unmissverständlichen Botschaften. Sein Sprühen vor Energie und Lebenslust, dieses Leben an sich in diesem Werk ist, wie die Filmcrew sagt, „wahrlich eine Orgie“. Im vollbesetztem „Marias Kino“ in Bad Endorf freuten sich die Besucher über die Anwesenheit des Regisseurs und seiner Crew bei der Aufführung von „Sommer der Gaukler“. Mit dabei im anschließendem Filmgespräch waren seine Hauptdarsteller Max von Thun, Maxi Schafroth und sein langjähriger Kameramann.

Das gutgelaunte Filmteam beantwortete gerne die Fragen des Publikums, und so wurde der Eindruck bestätigt, dass die 32 Drehtage ein großer Spaß gewesen sein muss. Gedreht wurde unter anderem in Südtirol und im Allgäu. Die beiden Hauptdarsteller schwärmten, wie schon viele andere Schauspieler in Rosenmüllers Filmen, von der Spontanität und der immer wieder mit neuen Ideen bereicherten Arbeit. Rosenmüller scheint offen für kurzentschlossene Verbesserungsvorschläge zu sein. Die Motivation bleibt dadurch über die vielen Tage ungebremst. Neue Projekte sind schon in Planung, zuviel hat Rosenmüller aber noch nicht verraten – erstmal soll der „Sommer der Gaukler“ die Zuschauer begeistern.

Im Anschluss standen Rosenmüller, Schafroth und von Thun der OVB-Redaktion Rede und Antwort.

Sommer der Gaukler", ein Film....

Schafroth: ...mit Lust am Spiel, der kreative Quell, mit spontanem unverfälschtem Humor. Da rennt sogar das plasmafernsehverwöhnte Allgäu geschlossen ins Kino.

Max von Thun: ...unverschämt anders!

Rosenmüller: ...von dem ich nie gedacht hätte, dass sie uns so schnell die Bude einrennen.

Was war Ihre Lieblingsszene im Film?

Schafroth: Die Liebeserklärung.

von Thun: Für mich gab es keine Lieblingsszene. Es gab keinen Tag, keine Stunde, keine Sekunde, die nicht Spaß gemacht hätte. Es war ein unglaublich schöner Dreh.

Rosenmüller: Das komplette Bühnenfinale, insbesondere der Monolog vom Kutscher zum Schluss find ich gut. Auch mit den vielen Komparsen machte das Drehen sehr viel Spaß. Viele spontane Handlungen und Sätze, also nicht geplante zusätzliche Überraschungen, bereicherten den ganzen Film.

Jetzt in Bad Endorf, dann in Prien - was gefällt Ihnen besonders gut im Rosenheimer Land?

von Thun: Die Landstraßen - liebend gerne fahre ich mit meinem Motorrad übers Land. Nur die Rosenheimer Polizei fand einmal eine "Nacktfahrt" nicht ganz so lustig und wollte mich fast verhaften.

Schafroth: Ich hatte einmal beim Bauernverband eine Aufführung, die ist mir noch in bester Erinnerung. Ich freu mich jetzt schon auf Hubbi Schlemers Musical "Danz Matilda" in Rimsting mit meinem Liedermacherfreund Roland Hefter auf der Bühne.

Rosenmüller: Der Rosenheimer Lokschuppen mit seinen tollen Ausstellungen ist schon besonders schön. Die Mischung hier in der Gegend aus den wuidn und guadn Leid, des is einfach des Scheene da.

"Sommer der Gaukler" wird heute um 18 Uhr im Wasserburger Kino Utopia aufgeführt. Zur Einleitung sprechen Regisseur Marcus H. Rosenmüller und Filmkomponist Gerd Baumann. Außerdem läuft der Film in Mikes Kino in Prien.

Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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