So war der vorletzte "Polizeiruf 110" aus Halle

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Die Hauptkommissare Schmücke (Jaecki Schwarz, l.), Schneider (Wolfgang Winkler, M.) und ihre junge Kollegin, die Oberkommissarin Nora Lindner (Isabell Gerschke), suchen in einer Werkstatt nach weiteren Spuren.

Halle/Leipzig - Ermittlungen in den eigenen Reihen: In ihrem vorletzten Fall beim "Polizeiruf 110" hatten die Hauptkommissare Schmücke und Schneider den Tod eines Kollegen aufzuklären.

Völlig verstört sitzt die junge Polizistin Ilka Grein (Theresa Scholze) inmitten eines „Schlachtfeldes“ in einem Hinterhof in Halle. Sie blutet am Kopf, ihr 32 Jahre alter Kollege Nils Rotter (Daniel Breitfelder) ist tot, er wurde erschossen. Seine Ehefrau Jenny (Stephanie Stumph), die auch Polizistin ist, schreit verzweifelt nach ihrem Mann. Dort, wo zuvor ein illustres Völkchen ein Fest gefeiert hat, herrscht in der Dunkelheit das blanke Chaos, Scherben überall.

Für das Ermittlerduo Hauptkommissar Herbert Schmücke (Jaecki Schwarz) und Herbert Schneider (Wolfgang Winkler) ist es der 49. und damit vorletzte Fall, den das kauzige Duo in der Krimireihe „Polizeiruf 110“ (20. Mai, 20.15 Uhr, ARD, Regie: Thorsten Schmidt) zu lösen hat. Gemeinsam mit ihrer jungen Kollegin, Oberkommissarin Nora Lindner (Isabell Gerschke) suchen sie in der Folge mit dem Titel „Bullenklatschen“ nach dem Motiv für den Tod des jungen Polizisten, auch in den eigenen Reihen.

„Was hat sich denn da genau abgespielt - und was haben Sie dabei gemacht“, will Schmücke von seiner Kollegin Grein wissen. „Die sind hinter mir her“, sagt die verstörte Beamtin. Doch wer waren die? Ein Punk, der sagt, er ist Pazifist, beteuert seine Unschuld und die von anderen. „Das macht keiner von uns“. Doch der Polizist ist definitiv erschossen worden.

War es etwa die blanke Wut auf die Beamten, die von Anwohnern wegen ruhestörenden Lärms gerufen worden waren? Aber auch der Architekt Mark von Vohl (Stefan Jürgens) kennt den Hof mit Werkstatt gut und sagt: „Bis die Polizei aufgetaucht ist, war eigentlich alles okay“. Und wie im wahren Leben spielen in diesem Fall Gefühle eine große Rolle. So soll die Polizistin Grein nicht nur kollegial mit dem Opfer verbunden gewesen sein. Nach 90 Minuten wird auch in diesem Krimi der Fall, der auch mit Effekten der Dunkelheit für Spannung sorgt, gelöst sein.

Den Schauspielern Jaecki Schwarz (66) und Wolfgang Winkler (69) ist es schwer ums Herz, wenn sie nun bald ihre Schreibtische als Hauptkommissare Herbert & Herbert im „Polizeiruf 110“ räumen sollen. Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) hatte angekündigt, dass sie mit dem 50. Fall in Rente geschickt werden. „Wir hätten gern noch ein Jahr weitergemacht“, sagen beide. Doch es sei eben so entschieden worden. An den Ruhestand denken beide im echten Leben aber nicht. Sowohl Schwarz als auch Winkler wollen Theater spielen und sie seien Angeboten vom Fernsehen nicht abgeneigt.

„Ich kann noch nicht in Pension gehen“, betont der rüstige Winkler. Sein nicht nur im Film das gute Essen liebender Kollege Schwarz pflichtet ihm bei. Welches ihr 50. und letzter Fall sein wird, den sie aufzuklären haben, ist noch ein Geheimnis. „Wir freuen uns aber sehr darauf“, sagt Winkler. Im Herbst beginnen die Dreharbeiten. Nach den Plänen des MDR soll nach der letzten Klappe für das Ermittlerteam - dem stand auch Marie Gruber als Kriminaltechnikerin Rosamunde Weigand treu zur Seite - künftig statt in Halle an der Saale in Magdeburg an der Elbe der „Polizeiruf 110“ gedreht werden. Wer die Nachfolger sind, ist auch noch ein Geheimnis.

dpa

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