ZDF verfilmt Geiseldrama bei Olympischen Spielen

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München - Das ZDF verfilmt ein tragisches Kapitel der deutschen Geschichte. Es sei der erste fiktionale Fernsehfilm, der das Geiseldrama bei den Olympischen Spielen 1972 aus deutscher Sicht erzähle.

Berücksichtigt wird dabei auch die Perspektive der getöteten israelischen Geiseln, teilte das ZDF zum Start der Dreharbeiten am Montag in Mainz mit. “München 72 hat die Welt verändert“, erklärte Fernsehfilm-Chef Reinhold Elschot.

Ein tragisches Kapitel deutscher Geschichte wird in diesem Film mit den Erlebnissen der jungen Polizistin Anna Gerbers (Bernadette Heerwagen) verknüpft. Sie gehört zu den rund 4000 Polizisten, die während der Spiele im Olympischen Dorf ihren Dienst leisten - und die mit einer noch nie dagewesenen Situation konfrontiert werden. Vor Ort lernt Gerbers den jungen Polizisten und Hubschrauberpiloten Michael Bruckner (Felix Klare) kennen. Im Chaos nach dem Attentat erklärt sich die Polizistin bereit, mit den Geiselnehmern zu verhandeln.

Am Morgen des 5. September 1972 war ein palästinensisches Terrorkommando in das Olympische Dorf in München eingedrungen, um elf israelische Sportler als Geiseln zu nehmen. Zwei wurden bei der Aktion getötet, die anderen neun starben bei einem Befreiungsversuch der Polizei. Die Regie des Dramas führt der in Tel Aviv geborene Dror Zahavi (“Die Luftbrücke“). In weiteren Rollen sind Heino Ferch und Benjamin Sadler zu sehen. Die Dreharbeiten sollen bis zum 6. August 2011 dauern. Ein Ausstrahlungstermin steht noch nicht fest. Das ZDF produziert den Fernsehfilm mit der Firma Teamworx.

dpa

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