Tatort-Kritik: Solide, spannend und mit Krönchen

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Regisseur Thomas Freudner überzeugt mit seinem ersten „Tatort“

Es gibt sie also doch noch, die gute, alte, solide Krimiunterhaltung, die man einst regelmäßig am Sonntagabend goutieren konnte.

Update: 2012 inszenierte Thomas Freudner einen weiteren Stuttgarter "Tatort" mit dem Titel "Tote Erde". Aktuell sind die Ermittler Lannert und Bootz im November 2014 mit einem brandneuen "Tatort" in der ARD zu sehen.

Ohne viel Schnickschnack, ohne pseudomoderne verwackelte Kamerabilder, ohne zuviel des Psychologisierens und ohne zu starke Betroffenheit seitens der Kommissare inszenierte Regisseur Thomas Freundner mit „Das Mädchen Galina“ bravourös seinen ersten Stuttgarter „Tatort“ (ARD). Und obwohl sich Freundner bisher eher durch Münchner, Leipziger oder Frankfurter „Tatorte“ einen Namen gemacht hat, gelingt es ihm mit Drehbuchautor Stefan Brüggenthies gekonnt, die spezielle Mentalität der Stuttgarter Schwaben auf die Schippe zu nehmen: Zwischen biederer Spießeridylle und zwielichtigem Rotlichtmilieu ermitteln die Kommissare Thorsten Lannert (Richy Müller) und Sebastian Bootz (Felix Klare) in Sachen Mord an einer jungen Prostituierten. Als Glücksfall entpuppen sich neben der spannenden, unvorhersehbaren Story und den ab und an mit beißender Ironie gespickten Dialogen auch die Darsteller der Episodenrollen: Christian Koerner als skrupelloser Zuhälter, Stephan Schad als aalglatter Lokalpolitiker mit perversen Neigungen und Ulrike Grote als seine arrogante Gattin setzen der kurzweiligen Unterhaltung noch ein Krönchen auf.

Melanie Brandl

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