Zuckersüße Seligkeit

Streifen für Hunde-Fans: Filmkritik zu „Bailey“

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Britt Robertson als Hannah und K.J. Apa als Ethan in einer undatierten Szene aus dem Film "Bailey - Ein Freund fürs Leben".

Man sollte Hunde schon sehr mögen, um an „Bailey“ Gefallen zu finden. Im Spielfilm von Lasse Hallström, Amerikas Regie-Kitschonkel Nummer eins, sprechen die Vierbeiner zu uns.

Noch dazu über den Sinn des Lebens. Das muss man erst mal aushalten können. Genauer gesagt handelt es sich nicht um mehrere Hunde, sondern um Bailey, wie der kleine Ethan seinen Golden Retriever nennt. Doch alles Glück ist vergänglich, und so muss der uralte Liebling viele Jahre später eingeschläfert werden – und erwacht erneut als Hund. Mal als Pinscher, mal als Schäferhund. Das Leben meint es nicht immer gut mit dem Tier, bis sich schließlich – quasi als Gipfel der zuckersüßen Seligkeit – Bailey und der erwachsene Ethan wiederfinden.

Kein versteckter Hintersinn – „Bailey“ ist genauso süßlich gemeint, wie er aussieht. Gülden reflektiert das Fell die Sonne, sattgelb leuchten die Felder rund um die Farm von Ethans Familie. Düster ist der Himmel, wenn der ausgesetzte Hund im Garten frieren muss. Hallström schwelgt in wonniger Idylle und tiefstem Leid. Sein liebevoll inszenierter Familienfilm funktioniert so perfekt, wie er kalkuliert ist. Dennoch überzeugt „Bailey“ als Plädoyer für ein harmonisches Zusammenleben von Mensch und Tier. Umso trauriger, dass bei den Dreharbeiten ein Hund offensichtlich gequält wurde – nachdem ein entsprechendes Video öffentlich wurde, wurden Premiere und Pressetermine abgesagt.

ulf

„Bailey“

mit Dennis Quaid, Britt Robertson

Regie: Lasse Hallström

Laufzeit: 120 Minuten

Sehenswert ((((;

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