Christoph Stoiber spielt in ZDF-Krimiserie

Vom Familienclown zum Garmisch-Cop

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Hofft auf hohe Einschaltquoten für sein Debüt bei den Garmisch-Cops: der Siegsdorfer Schauspieler Christoph Stoiber.

Siegsdorf - Gestern Abend startete die erste Folge der neuen ZDF-Krimiserie "Die Garmisch-Cops" - und ein Siegsdorfer saß besonders gespannt am Bildschirm: Christoph Stoiber.

Denn für den 31-jährigen Mimen ist es das erste langfristige Engagement in seiner noch jungen Schauspielerkarriere. In den zehn Folgen, die wöchentlich immer mittwochs bis kurz vor Weihnachten ausgestrahlt werden, schlüpft Christoph Stoiber in die Rolle des jovialen Polizeioberwachtmeisters Franz Obermayr, dessen Hang zur deftigen Küche und zugleich zur attraktiven Sekretärin Marianne unverkennbar ist.

Wie der ZDF-Dauerbrenner, die "Rosenheim-Cops", bieten auch die "Garmisch-Cops" den Mix aus leichten Kriminalfällen, humorvoller bayerischer Tonalität und eine sympathische Figuren-Familie, die rund um die Zugspitze auf Spurensuche geht.

Ein bisschen stolz ist Christoph Stoiber schon, dass er neben den Hauptfiguren Thomas Unger, Franziska Schlattner und Jan Dose als einziger Chiemgauer zum engen Kreis der Darsteller gehört, die die durchgehenden Rollen besetzen. In den Episodenrollen werden zudem namhafte Schauspieler wie Francis Fulton-Smith, Martin Feifel, Jens Atzorn und Simone Rethel auftauchen.

Christoph Stoiber spürte schon als kleiner Junge sein theatralisches Talent, das er als Familien- und Klassenclown, später dann im Theaterverein Siegsdorf einsetzte. Erst mit 27 Jahren fasste er endgültig den Entschluss, sein Hobby zum Beruf zu machen und in der Schauspielschule Zerboni in München ein dreijähriges Studium zu absolvieren. Dazu inspiriert hatte ihn ein BR-Interview mit der Kabarettistin Monika Gruber, die ebenfalls gleichaltrig erst so richtig zur Schauspielerei kam.

Schon während der einzelnen Trimester konnte er bei mehreren Projekten mitwirken, zum Beispiel in der ARD in "Die Göttliche Sophie" mit Jan Fedder und Michaela May oder in "Mord in bester Gesellschaft" mit Fritz Wepper, im Bayerischen Volkskunsttheater oder bei Auftritten mit den Raith-Schwestern, um dabei ganz gelegen Theorie und Praxis verbinden zu können.

Bereits im letzten Jahr hatte Christoph Stoiber den Videowettbewerb im Rahmen des Bayerischen Filmpreises gewonnen und war auch schon für den "Lore-Bronner-Preis" vorgeschlagen.

Von der Schauspielerei allein leben kann Christoph Stoiber allerdings "noch" nicht. Deshalb ist er dankbar darüber, zwischendurch immer wieder bei seinem Arbeitgeber, einem Bäder-Fachgroßhandel in Erlstätt, unterzukommen. Von diesem Einkommen hatte er die Schauspielschule finanziert.

slu

Quelle: rosenheim24.de

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