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Vorsicht! Spoiler im Artikel

Game of Thrones: Nach dem Tod ist vor dem Tod

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Gebrochene Schwüre und einen neuen Anfang bringt die dritte Folge der 6. Game of Thrones-Staffel. Unser Westeros-Korrespondent Christian Schernthaner hat sich mit unter den Wehrbaum gelegt. *Mit Spoiler*

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Jon ist wieder da und wir sehen endlich Sam - aber die Autoren und Produzenten David Benioff und D. B. Weiss nehmen in der dritten Folge den narrativen Fuß vom Gaspedal. In „Eidbrecher“ (Regie: Daniel Sackheim) wird zwar schön, aber für meinen Geschmack etwas zu gemächlich erzählt. Gerade im Kontrast zum Tempo der ersten beiden Folgen.

**Vorsicht! Ab jetzt enthält der Text Spoiler für Folge 3 der 6. Staffel von Game of Thrones!**

An der Mauer

Jon schnappt nach Luft wie ein Ertrinkender, so leicht ist eine Auferstehung nicht…besonders, wenn nur ein großes „Nichts“ auf einen nach dem Tod wartet. Melisandre starrt ungläubig auf ihr eigenes Wunder, aber fängt sich schnell: Offensichtlich ist Jon der Auserwählte, nicht Tochter-Verbrenner Stannis. Eh klar. Auserwählte sind eben solange auserwählt bis sie es nicht mehr sind. Für die meisten Wildlinge und Brüder der Nachtwache ist diese Rückkehr natürlich ein mystisches Ereignis. Meine Sympathie liegt noch immer bei Ser Davos: wir müssen einfach weitermachen. Komm Jon, Zähne zusammenbeißen und weiter geht's.

Auf dem Meer

Ach Sam, wie habe ich dich vermisst. Die kleine Familie auf hoher See geht mir nahe. Auch wenn das Ganze für den seekranken Sam eine etwas entschlackende Erfahrung ist. Sam will Gilly und den kleinen Sam nicht nach Altsass, sondern zu seiner Familie bringen. Warum? Sicherheit. Lieber, naiver Sam…es gibt doch keine Sicherheit, schon gar nicht, wenn Familie im Spiel ist.

Unter dem Wehrbaum / In der Vergangenheit

Zeitreisen sind cool, nur Kämpfen mit zwei Schwertern gleichzeitig ist cooler. Beides zusammen? Gute Kombi. Bran lernt aus erster Hand, dass niemand immer die ganze Wahrheit sagt – auch nicht der ehrenwerte Ned Stark. Der Kampf zwischen „Nicht Sean Bean“-Ned und Ser Arthur Dayne ist großartig. (Leider der einzige Action-Höhepunkt der Folge.) Die wichtigste Frage bleibt (noch?) unbeantwortet: Was passiert in Lyannas Turm?

Vaes Dothrak

Es fällt mir schwer großes Interesse für die Lage der Mutter der Drachen aufzubringen. Okay, sie hat ein Tabu gebrochen als Witwe mit Karriere-Ambitionen. Man wird zu Gericht sitzen über sie…aber eigentlich warten wir doch nur auf das Auftauchen von der alten Steinhaut und seinen Rettungsversuch.

Meereen

In Meereen passiert auch nicht viel, aber hier haben Varys und Tyrion das Sagen. Varys holt Informationen aus einer „Widerstandskämpferin“ – ohne direkte Gewalt (Hey Ramsay, so macht man das). Hinter dem weichen Eunuchen-Äußeren steckt ein eiserner Kern. Tyrion versucht derweil Grauer Wurm und Missandei das Konzept von Small Talk und Trinkspielen näher zu bringen – ohne großen Erfolg. Dafür aber mit Humor, der sie Seelen der Fans labt. GoT ist oft düster, aber Szene wie diese (und nackte Haut hin und wieder), retten uns vor der TV-Depression. Apropos düster: Die Probleme in Meereen sind nicht nur hausgemacht, auch die anderen Sklaven-Städte mischen mit. Mal schauen wie Varys und Tyrion damit fertig werden.

Königsmund

Qyburn, Ex-Maester, Zombiemacher und Ohrenbläser aus Leidenschaft, füttert seine kleinen Vögelchen (Hungrige Mägen kennen keine Loyalität, Varys ist schnell vergessen). Wenn es um den Frankenberg geht, ist Jaimie genauso neugierig wie ich: Wieviel versteht das untote Monster? Genug anscheinend. Der kleine Rat (inklusive Angst-Trompeter Pycelle) beugt sich Cersei und Jamie nicht. Onkel Kevan und Lady Olenna sind nicht leicht zu beeindrucken und ziehen sich zurück. Rachepläne müssen vertagt werden. König Tommen hat vom Warten hingegen genug und will stark für seine Mama sein (Alles Liebe nachträglich zum Muttertag, Cersei). Aber der hohe Spatz ist ein guter Jugendseelsorger und fängt an ihn zu beeinflussen. Was soll der arme Bub auch tun? Die Götter (und der hohe Spatz) wollen mehr Buße.

Braavos

Trainingssequenz. Familiengeschichte. Rache-Liste. Augenlicht. Zu hastig? Sehe ich auch so. Der Blindenverband Braavos ist wahrscheinlich nicht erfreut. Hoffentlich wird Aryas Reise von nun an wieder interessanter.

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Winterfell

Der junge Lord Bolton versucht sich in Diplomatie. Überhaupt: Der ganze Norden scheint von jungen Lords zu wimmeln. So ein Krieg führt zu vielen Erbschaften…aber was Besseres kommt selten nach (altes Sprichwort aus Valyria). Als Gegenzug für die Hilfe mit den Wildlingen bietet der neue Umber nicht Verbeugungen oder schöne Worte. Er hat ein wichtigeres Geschenk: Ein Stark-Kind. Armer Rickon, das wird nicht gut ausgehen (noch ein altes Sprichwort aus Valyria). Und können wir bitte aufhören, die tollen Wölfe umzubringen? Ruhe in Frieden, Struppel.

Folge 3 "Eidbrecher" fesselt Game of Thrones-Fans

Zurück zur Mauer

Im eisigen Norden sehen wir die letzten Momente der Verräter am Galgen. Ser Alliser ist stolz und unbeirrt, Olly still und voll trotzigem Hass. Der Wiederauferstandene schwingt sein Schwert und seine ehemaligen Brüder baumeln im Wind. Aber Jon hat genug von der Wache, er gibt seinen Mantel ab. Der Eid der Nachtwache wurde offensichtlich nicht von Fitnessstudio-Betreibern geschrieben, das Kleingedruckte ist eindeutig: „Die Nacht zieht auf und meine Wacht beginnt. Sie soll nicht enden vor meinem Tod“. Bricht Jon seinen Eid? Er hat auf gewisse Art seinen Dienst geleistet. Sein Tod hat ihn gezeichnet, sein neues Leben führt ihn woanders hin. Bloß wohin? Eines ist klar: Die Reiche der Menschen brauchen ein Schild. Und ein Schwert.

Fragen für die Maester: 

  • Brauchen Götter Genitalien? (aus der Abteilung Wildlings-Theologie) 
  • Wird Sam von der Schiffsreise schlanker werden? 
  • Wann werden wir die Zitadelle der Maester sehen? 
  • Wer wurde noch sentimental bei Tyrions Lieblings-Trinkspiel? 
  • Hat Ned Bran gehört oder war es nur der Wind, das himmlische Kind? 
  • Sind jetzt wirklich nur mehr drei Schattenwölfe übrig? Eindeutig gehören die Wölfe zur Stark-Familie. 
  • Achja: Wo ist eigentlich Nymeria, Aryas Wölfin? 
  • Trauert irgendwer Olly nach? 
  • Wie alt ist oder soll Rickon sein? 
  • Olenna und Kevan – Bahnt sich da eine Oldtimer-Romanze an?

Christian Schernthaner

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Quelle: rosenheim24.de

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