Schächter als ZDF-Intendant verabschiedet

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Markus Schächter

Mainz - Beim ZDF ist am Mittwoch die Ära Schächter zu Ende gegangen. Zur Verabschiedung gab es viel Lob für den scheidenden Intendanten. Gewürdigt wurde nicht nur sein berufliches, sondern auch sein ehrenamtliches Engagement.

Nach zehn Jahren Amtszeit als ZDF-Intendant ist Markus Schächter am Mittwoch in Mainz feierlich verabschiedet worden. Am Donnerstag wird sein Nachfolger Thomas Bellut das Ruder an der Spitze des öffentlich-rechtlichen Senders übernehmen. Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident und ZDF-Verwaltungsratsvorsitzende Kurt Beck (SPD) würdigte Schächter als souveränen ZDF-Chef. In seiner Amtszeit habe der 62-Jährige wichtige medienpolitische Reformen gestaltet.

“Die Ziele, die Sie sich in Ihrer Amtszeit als Intendant für das ZDF setzten, haben Sie stets unaufgeregt, aber mit dem nötigen Nachdruck verfolgt“, sagte Beck bei einer Feierstunde im ZDF laut einer Mitteilung. Unter anderem mit der “ZDF-Mediathek“ sei der Sender ein Pionier unter den öffentlich-rechtlichen Anstalten gewesen. In der Mediathek können Zuschauer TV-Sendungen im Internet abrufen.

Schächter habe das ZDF auf eine schuldenfreie Basis gestellt und mit der multimedialen Senderfamilie “aus der Gefangenschaft des Einkanalsenders“ befreit, erklärte der Vorsitzende des ZDF-Fernsehrates, Ruprecht Polenz. Der Mainzer Bischof Kardinal Karl Lehmann hob in seiner Laudatio das “vorbildliche soziale und kulturelle Engagement“ des scheidenden Intendanten hervor, wie das ZDF mitteilte. Sein Einsatz, etwa für die “Aktion Mensch“, die Welthungerhilfe oder den Mainzer Dom, habe “viele Brücken nach außen geschlagen“.

Mit dem Wechsel im Intendantenamt ändert sich auch die Besetzung des Aufsichtsratsvorsitzenden der “Aktion Mensch“. Bellut wird künftig im Ehrenamt dem Gremium der ZDF-Fernsehlotterie vorstehen. Der Aufsichtsrat berät und kontrolliert den Vorstand der Soziallotterie sowie die Arbeit des Kuratoriums. Die “Aktion Mensch“ unterstützt jeden Monat bis zu 1000 soziale Vorhaben der Behindertenhilfe sowie der Kinder- und Jugendhilfe.

dpa

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