Musketiere ziehen wieder weiter

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Ein Hauch von Hollywood lag in der Luft: Vier Tage lang liefen auf der Herreninsel die Dreharbeiten für den neuen Film "Die drei Musketiere". Zum Starensemble, das am und im Schloss am Set war, gehörte auch Schauspielerin Milla Jovovich, die in der Geschichte Milady de Winter spielt.

Herreninsel - Mantel und Degen gehören nun nicht mehr zur Kleiderordnung auf der Herreninsel. Nach vier Tagen sind die Dreharbeiten für den Hollywood-Film "Die drei Musketiere" zu Ende gegangen.

Regisseur Paul Anderson zieht mit seinem Tross weiter. Die nächste Station heißt Schleißheim.

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Mehr als nur ein Hauch von Hollywood lag in den vergangenen Tagen über dem altehrwürdigen Schloss des Märchenkönigs. Auf den Tag genau 125 Jahre nach dem letzten Besuch von Ludwig II., dem Erbauer von Herrenchiemsee, hatten am Dienstag die Dreharbeiten begonnen (wir berichteten). Hochkarätige Schauspieler aus dem Mekka der Filmbranche standen vor der Kamera - allen voran Milla Jovovich und Christoph Waltz, die in der Geschichte die Milady de Winter und den Kardinal Richelieu spielen. Zur Truppe gehört auch Frauenschwarm Orlando Bloom, der jedoch auf Herrenchiemsee nicht mit am Set war.

Drei Tage waren ursprünglich vorgesehen, ein vierter kam dann schließlich noch hinzu: Von Dienstag bis Freitag liefen die Dreharbeiten. Von Haus aus war beabsichtigt gewesen, sich nicht stören zu lassen. Und so war der Tross gut abgeschirmt, allein aus großer Ferne konnte der eine oder andere Zaungast einen Blick auf den Pulk erhaschen und sich vorstellen, dass in einem der historischen Kostüme vielleicht Milla Jovovich oder Christoph Waltz steckt.

So wohnten Milla Jovovich und Christoph Waltz:

So wohnen Milla Jovovich und Christoph Waltz

Im Park surrten die Kameras, auf dem Dach des Schlosses - und im Inneren des Gebäudes. So spielt ein kleiner Teil der neu verfilmten, alten Geschichte über die Musketiere nun im "Ochsenaugenzimmer" und im "Spiegelsaal" von Herrenchiemsee. Und wenn das Werk einmal fertig ist, flimmern die Bilder aus diesen Räumen des Schlosses im Chiemgau weltweit vor Millionen von Besuchern über die Leinwand.

Eindrücke von den Dreharbeiten:

Bilder vom Musketiere-Filmdreh

Mit großem technischen Aufwand drehte der Tross die Szenen.

Gern an die Dreharbeiten erinnern wird sich in Zukunft Josef Austermayer. Ehe der Tross ankam, hatte den Leiter der Schloss- und Gartenverwaltung Herrenchiemsee schon die eine oder andere Sorge umgetrieben. Gleichermaßen kostbar wie empfindlich sind doch vor allem die alten Stoffe, die die Räume im Schloss zieren. Doch jetzt fällt Austermayer ein Stein vom Herz: In den alten Räumen seien schon 50 bis 60 Leute zugegen gewesen, doch sie hätten sich keineswegs wie der Elefant im Porzellanladen verhalten. Im Gegenteil: "Alle waren sehr diszipliniert und kontrolliert", sagte Austermayer gestern Nachmittag in einem Gespräch mit der Chiemgau-Zeitung. Sein erfreuliches Fazit: "Nichts ist kaputt gegangen."

Eine "Menge Leute" habe sich an den Drehtagen im, am und um das Schloss herum aufgehalten und gearbeitet. Rund 400 Techniker, Komparsen und Schauspieler dürften sich nach Einschätzung von Austermayer um die Kameras getummelt haben.

Nachdem der Tross gestern die letzte Szene auf Herrenchiemsee in den Kasten gebracht hatte, ging es ans große Einpacken. Gut 30 Fahrzeuge hatten die Filmemacher auf die Herreninsel mitgebracht, allesamt mussten sie nun wieder den Rückweg mit der Fähre ans Festland antreten. Austermayer kennt die Filmleute inzwischen und weiß, dass sie schnell arbeiten - und deswegen ist er sicher, dass von ihrem Fuhrpark nach dem Wochenende nun wirlich nichts mehr auf der Herreninsel zu sehen sein wird.

Ob er vielleicht auch einen der berühmten Hollywood-Schauspieler in den vergangenen Tagen kennengelernt hat? Der Leiter der Schlossverwaltung nickt. "Ich habe mit Christoph Waltz gesprochen. Er ist eine sehr nette Person", so Austermayer. Der Oscar-Preisträger sei vom Schloss Herrenchiemsee "total begeistert". Vor vielen, vielen Jahre habe er den Bau von Ludwig II. einmal besichtigt, doch so schön, wie er ihn jetzt empfunden habe, habe er ihn nicht mehr in Erinnerung gehabt.

Auch Paul Anderson und dessen Frau Milla Jovovich seien von Herrenchiemsee "total begeistert" gewesen. Der Regisseur sei von Anfang an in das Schloss "verliebt" gewesen und habe sich gesagt: "Da muss ich drehen" - was er nun auch gemacht hat.

re/Chiemgau-Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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