Michael Gwisdek kritisiert seinen eigenen Film

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Michael Gwisdek stänkert gegen die Macher seines eigenen Films

Berlin - Im ZDF-Film „Schmidt & Schwarz“ spielt Michael Gwisdek (70) die Hauptprolle, seine Frau Gabriela hat das Buch geschrieben. Warum dem Schauspieler die Krimikomödie trotzdem nicht gefällt:

"Wir  hatten inhaltlich und in der Art und Weise der Herstellung und der Form eine total andere Vorstellung von diesem Film hatten“, erzählt Gwisdek im Interview. „Es geht gar nicht anders, als dass er mir nicht gefällt." Beim Konzept ging es ihm, ähnlich wie in US-Serien oder bei Schimanski, um die Figuren, weniger um den Fall, fährt er fort.

Als er zu den Produzenten ging, fanden die die Idee gut, die Hauptrollen mit Gwisdek und seiner Ex-Frau, Schauspielerin Corinna Harfouch, zu besetzen. "Sie wollten aber einen "normalen" Krimi und den auch von ihren Autoren schreiben lassen. Daraufhin sind wir aus dem Projekt ausgestiegen." Schließlich akzeptierten die Produzenten die Bedingungen. "Daraufhin stiegen wir wieder ein. Dieser Vorgang wiederholte sich mehrmals bis zur Fertigstellung, mit dem Ergebnis, dass der Film nun nicht mehr unserem Film entsprach."

Es könne sein, dass der Produzentenfilm besser und erfolgreicher sein wird, als der, den er sich vorgestellt habe, gibt Gwisdek zu. Aber er betrachte "die Herstellung des Filmes als eine persönliche Niederlage, die mir nicht gestattet, das Ergebnis positiv zu bewerten“, so der Mime. 

Ihn interessiere natürlich, wie die Reaktionen auf den Film sind, betont der Schauspieler. "Ich würde gerne mit dem ZDF-Spielfilmchef und dem Produzenten in eine Talkshow gehen und über die Entstehung eines Fernsehfilmes diskutieren." Das Problem liege bei den Machern, so Gwisdek. Die "trieben alles mit dem Argument "Das kriegen wir beim Sender nicht durch" in eine produktive Impotenz anstatt statt die Fantasie sprühen zu lassen." Dabei hätten alle eigentlich das Gleiche gewollt.

„Schmidt & Schwarz“ läuft am 21. Mai um 20.15 Uhr im ZDF.

dpa

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