"Marley": Faszinierende Doku über den Reggae-Star

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Unvergessen: Reggae-Legende Bob Marley.

Noch immer ist Bob Marley der größte aller Reggae-Stars - und noch immer gibt es viel über ihn zu erzählen. Kevin Macdonalds Dokumentation lohnt sich nicht nur für Fans des jamaikanischen Musikers

Vor über 30 Jahren starb Bob Marley. Seine Musik ist unvergessen und erlebt regelmäßig einen regelrechten Boom, meist verknüpft mit einer politischen Protestbewegung, egal ob im Nahen Osten oder in den USA bei den Occupy- Wall-Street-Versammlungen.

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Natürlich gibt es viele Filme, in denen wissbegierige Dokumentaristen sich mühten, die Ikone Marley zu erfassen. Das blieb meist dürftig. Erst dem Schotten Kevin Macdonald gelang es, das kurze, aber bewegte Leben des Sohnes einer Jamaikanerin und eines britischen Offiziers angemessen zu umreißen. Macdonald drehte großartige Spielfilme wie „Der letzte König von Schottland“ (2006) mit Forest Whitaker als Idi Amin, aber auch Oscar-gekrönte Dokumentationen wie „Ein Tag im September“ (1999) über das Attentat auf israelische Sportler während der Olympischen Spiele in München 1972. „Marley“ besitzt eine ähnliche Qualität in der Aufarbeitung des Materials. Aus der Fülle der Interviews stellt Macdonald die prägnantesten Momente zusammen und illustriert sie mit unbekannten, durch die Familie zugänglich gemachten Bildern und Filmaufnahmen. Marleys Musik war immer politisch – allein deswegen ist diese Doku nicht nur Fans zu empfehlen, sondern allen, die an fundiert recherchierter Zeitgeschichte interessiert sind.

ulf

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